Beiträge von rhythm memory

    Macht für mich irgendwie keinen Sinn. Die Modelle vorne und hinten klingen doch total krampfadrig.
    Ein Produzent würde im Studio zu 99 Prozent einen Groove erwarten, der voll drauf ist. Er hat ja auch noch andere Mittel das Feeling zu beeinflussen, z.B. vielleicht von einer Akustikgitarre, die weiter hinten spielt oder der Gesang.
    Und ohne click kommt sowieso alles aufs Zusammenspiel an. Ich glaube auch, dass es eben einfach auch am Sound, an der Persönlichkeit, des Drummers liegt, ob es laid-back oder was auch immer klingt.


    >>jo

    ...wie gesagt, ich empfehle dir da besser Master Sudies von Joe Morello bzw. Sticking Patterns von Gary Chaffee. Ist beides etwas moderner. vor allem Sticking Patterns. Vinnie Colaiuta, Steve Smith, Dave Weckl, Jonathan Mover u. viele andere Topdrummer sind bei gary Chaffe in die Lehre gegangen. Nicht von ungefähr sollte man meinen...
    das soll nicht heissen, dass Stick control schlecht ist. es ist halt ein Klassiker! Ich selbst habe zu Stick Control jedoch nie den Draht gefunden, irgendwie bin ich bei den Übungen immer so schläfrig geworden. ohne witz. probiers aus. is von der optik auch recht monoton und logischerweise aus heutiger Sicht antiquiriert (oder so ähnlich).
    BG

    @ chris beam:


    klingt interessant! hab von diesem Buch noch nie gehört. Könntest du mal eine Seite scannen, damit man mal einen Eindruck bekommt??
    Ich würde Ghoulscout jedenfalls folgende Bücher empfehlen:


    Für Snare (Kontrolle, Ausdauer, Rhythmik):


    --Joe Morello "Master Studies"
    --Gary Chaffee "Sticking Patterns"


    für Drumset Koordination:


    --Rene Creemers, Andy Gillmann "drummers inspiration"
    --Marco Minnemanns "Extreme Interdepence", oder besser noch Gavin Harrisons "Rhythmic Perspectives"

    Zitat

    eigentlich ist es einfach. es wird nur wieder viel zu sehr analysiert und überlegt.,


    ...man kann sich's natürlich einfach machen. Aber einfach heißt dann eben auch weniger. Du schreibst von der ganz einfachen Pyramide. Sorry, aber dann hast du dich mit der komplexen materie Polyrhythmik noch nicht wirklich beschäftigt. Die geht nämlich weit über die ganz ördinäre Teilung der Viertelnote hinaus...

    ...ist tatsächlich nicht immer so einfach. Vor allem gewisse Erklärungen. Man sollte wohl erst mal die rhythmischen Ideen verstehen, um das problem der Notation anzugehen. Wenn man sich schon bei der Idee unklar ausdrückt, kann da ja nur ein wust bei rauskommen.
    Also: grundsätzlich geht es bei den X-tolen um das Notenteilungsprinzip. Ich kann einen 4/4-Takt immer weiter halbieren. Dann ergeben sich, angefangen von der Ganzen Note die Standardnotenwerte wie Viertel, Achtel, sechzehntel usw. (binäre "zweier"-System). Nun gibt es auch andere Teilungen z.B. die "ungeraden" Teilungen ( durch 3, 5, 7 etc.) Das sind die X-tolen. X-tolen entstehen jedoch auch bei der Teilung "ungerader Dauern" wie z.B. 3/4-, 5/4- oder auch 7/8-takt. Man kann z.B. auch innerhalb eines 4/4-Taktes die punktierten Achtel durch fünf Schläge teilen. Alles möglich. Teile ich den 3/4- Takt durch zwei kann ich das in einer Halben-Duole aufschreiben. genausogut könnte ich das aber auch mit zwei punktierten Viertel schreiben. Theoretisch ist es das gleiche. (Praktisch vielleicht nicht, aber das würde jetzt zu weit führen). Es ist bei den X-tolen also sehr wichtig zu wissen WAS (also welcher zeitraum) durch die Schläge aufgeteilt wird.
    Will ich hier also einen ganzen 12/8-Takt durch vier teilen, dann habe ich letztlich den Grundpuls der punktierten Viertelnoten. Oder meint hönig (wie ich annehme) die Aufteilung der punktierten Viertelnote durch vier? Dann ergeben sich tatsächlich Achtel-Quartolen, resp. 16 Schläge. Ein 12/8 hat ja 24 Sechzehntelnoten. Jede Anzahl von Schlägen, die zwischen 12 und 24 liegt wird also mit Achtelnoten zusammengefasst.
    Natürlich hat, wie drumpages schon geschrieben hat, unsere europäische Notenschrift gewisse "polyrhythmische Unlogiken", es funktioniert im großen und ganzen jedoch ganz gut.
    Wer sich mit diesem Thema weiter auseinandersezten will, dem kann ich nur das Buch "Die Kunst des Rhythmus" von peter giger empfehlen. Es ist absolut das Beste und ausführlichste zu diem Thema was ich kenne. Harte Kost, aber eben sehr fundiert.
    besten gruß,
    Jo