3. Faden wickeln

Zurest den Faden am Stiel mehrfach verknoten, so dass an der überstehenden Seite ca. 60 cm Faden überbleibt. Den Knoten dann bis Anschlag Kopf schieben. Das überstehende Ende wird später zum vernähen der Unterseite gebraucht und damit es uns während der anderen Arbeit nicht im Weg ist, wickele ich es um den Stiel.
Nun beginnt das eigentliche Wickeln. Hier wie oben erwähnt die Diagonale wicklung mit erst einem, dann 2, dann 3 und dann 4 Umdrehungen.




Nicht vergessen die Umdrehungen zu zählen, damit man einen zweiten oder mehr Stäbe mit gleicher Stärke bauen kann...
Wie gesagt, wickele ich "um den imaginären Stielfortsatz herrum", damit ich später die Spitze vernähen kann...
...nach 12 Wicklungen...

...nach 30 Wicklungen...

... und nach 140 Wicklungen. Das soll hier zur Demonstration erstmal reichen. Für mich ist hier schon klar:
1. Das Band ist für meine Zwecke zu dick...
2. Dadurch das ich für Fotos unterbrochen habe, wird die Wicklung nicht gleichmässig gespannt, was doch sollte...


Nun wird der Faden mit ca. 60 cm überstand abgeschitten und wieder unten am Stiel mehrfach verknotet. Hier sieht man auch etwas Fusch:
ca. 1 cm rechts neben dem Knoten führt ein Faden sehr weit vom Stiel entfernt vorbei. Dieser Faden wird später schlecht einzunähen sein und deswegen wird der Schläger vermutlich früh zu wenig stramm...

4. Kronen vernähen
Nun werden die Bänder vernäht. Geschieht das nicht, so wickelt sich der Schlägel nach wenigem spielen schon wieder ab...
Zuerst ziehe ich den Faden mit einer Nadel nach oben in das freigelassene Loch:

... und nähe einmal um die Spitze herrum. Dabei zieh ich das ganze fest an, damit der erste Faden, der von unten nach oben geht auch fest gespannt ist:

Dann nähe ich rundum die Krone fertig:



und ziehe den Faden anschliessend mehrmals von innen nach aussen und von aussen nach innen (ohne über die Krone zu gehen) um den Faden zu fixieren. Anschliessend trenne ich ihn ab oder vernähe mit dem Restfaden die "Ringe" ca 1cm unterhalb der Krone (siehe 5.)


Dasselbe mache ich an der unteren Seite mit dem Restfaden, der am Anfang um den Stiel gewickelt wurde.

anschliessend vernähe ich den Faden kurz (, nähe dann den unteren Ring - hier nicht, da der Ring in einer anderen Farbe soll und )nähe den Faden durch den Schlägen zur oberen Krone, vernähe in dort nochmal und schneide ihn innerhalb der oberen Krone ab.

5. Ringe nähen
Die Ringe geben dem ganzen zusätzliche Stabilität. Sie müssen nicht genäht werden. Man kann sie auch in anderen Farben nähen, um sich besser zu merken, ob ein harter oder weicher Schlägel vorliegt.
Um den Ring zu nähen, kann man entweder die Reste der Fäden aus dem Kronen nähen verwenden, oder man zieht einen neuen Faden ein. Da ich eine andere Farbe verwenden wollte, damit man es besser sieht, habe ich die Reste der Fäden innerhalb der oberen Krone abgeschnitten. Dann habe ich durch die obere Krone einen neuen Faden eingezogen und an der Krone vernäht, so dass er fest sitzt.
Dann habe ich den oberen Kreis genäht, die Faden vernäht, damit er auch festsitzt, wenn sich irgendwo anders etwas lockert und dann habe ich den unteren Ring genäht. Hier werde ich mir einen gekauften Schlägel nochmal genauer ansehen müssen, damit ich das reproduzieren kann. Meines sieht nicht so schön aus... 
Mein Verfahren:
Hinter einigen Fäden durchstecken und anziehen...

dann hinter die gleichen Fäden nochmal durchstecken, so dass eine Schlaufe entsteht...

...die dann festgezogen wird...

das mache ich für den oberen und unteren Ring einmal im Kreis.
6. Mein Endergebnis:

Fazit:
- zu dickes Garn, deswegen zu weich.
- zu ungleichmässig fest gewickelt, deswegen zu weich.
- nicht immer bis zum Stiel runtergewickelt, deswegen vermutlich schnell nachlassend.
- unschöne Ringe genäht. (Nochmal Technik überdenken).
- einmal gestochen, deswegen blutiger Finger.