Vielleicht ist Dein Ziel bei der Entscheidung, welche Phase ein Mikro bekommt ja ein anderes...? Geht es Dir bei dieser Einstellung um den möglichst vollen Ton der Snare oder um den Attack?
So genau nehme ich das nicht bzw. habe ich mir über solche Details bei den Phasenbeziehungen noch keine Gedanken gemacht.
Tatsächlich hatte ich bis vor ein paar Jahren auch ein Aligning der Overheads an die Snare gemacht (meistens zumindest). Früher hatte ich auch mit Overhead-Aufstellungen experimentiert, auf denen die Snare (fast) mittig ist. Bei den Oktava MK-012 hatte ich dafür wieder die Phase im Mix gedreht, weil die das Signal ja phasengedreht rausgeben. Das ist mir kürzlich noch mal aufgefallen, als ich alte Aufnahmen für einen Re-Upload auf Youtube durchsucht hatte.
Bis ich diese Vorgehensweise dann mal wieder in Frage gestellt hatte und meine frühere Skepsis zum Aligning bestätigt sah. Ich hatte dann natürlich auch Direktvergleiche gemacht (nicht nur die im verlinkten Thread).
Mit meiner jetzigen Vorgehensweise komme ich mit allen Snares und Stimmungen immer sofort zum Ziel. Ich kann die Overheads flexibel so aufstellen, dass sie das gesamte Set und die Becken schön und ausgewogen aufnehmen. Brauche wegen der Eigenart der MK-012 nicht mal die Phasen zu drehen und spare mir das lästige Verschieben der Spuren. Und es klingt für mich eben sowieso besser und natürlicher ohne Aligning. Ich mag's auch, wenn die Trommeln eher vorne im Mix sind und die Becken eher hinten oder zumindest nicht weiter vorne als die Trommeln. Und auch das erreiche ich ohne "nach vorne schieben" der Overheads besser, glaube ich.
Natürlich können die Ohren einem auch Streiche spielen. Aber wenn ich die Phase der MK-012 mal testweise drehe, ist das ein Tag/Nacht-Unterschied. Da klingt die Snare sofort fürchterlich dünn und phasig. Und das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Phasendreher seinen Dienst gut tut. Auch ohne mittige Snare auf den OHs!
Und die Toms klingen so für mich auch besser.