Beiträge von m_tree

    Man muss ja nicht alle am Stück anhören und beurteilen. Ich finde sowieso wünschenswert, dass man sich dafür ein bisschen Zeit nimmt und schrittweise vorgeht. Z.B. sich erstmal einen Überblick verschaffen, dann noch mal alle in Ruhe anhören und sich ein paar Notizen zu den einzelnen Beiträgen aufschreiben und dann erst nach einem dritten Mal Anhören Punkte vergeben.


    Die Votings werden dann auch im Detail veröffentlicht. Also lieber gewissenhaft vorgehen. ;)

    Ich bin beim Thema "Stereo vs. Mono im Live-Mix" (aktuell) im Team Stereo. Auch dazu kann ich bei Interesse mal ausführen, warum ich das mache und wie ich das konkret umsetze.

    Ich mische (und mastere ggf.) ja nur Aufnahmen ab, Live-Ton mach ich nicht.

    Daher interessiert mich tatsächlich, warum du das so machst.

    Nach meinem Verständnis ist live Mono oder zumindest nur schmales Stereo am besten. Besonders bei breiten Bühnen mit Publikum direkt vor der Bühne. Bei starkem Panning würden ja sonst die Leute links vor der Bühne einen anderen und jeweils auch unausgewogenen Mix hören als die rechts vor der Bühne.


    Dass der Verzicht auf Overheads im Live-Betrieb einige praktische Vorteile hat, ist klar. Weniger Stative, bessere Optik, bessere Signaltrennung, weniger Phasenprobleme im Mix.

    Aber für Aufnahmen ist der Verzicht auf Overheads ein Nogo, wenn man noch etwas Natürlichkeit und nicht zu aufdringlich klingende Becken haben möchte.


    Live kommt von einem Akustik-Schlagzeug ja auch immer noch Direktsound von der Bühne und dazu übersprechen Becken ja auch auf viele andere Mikros, auch auf Gesangsmikros.

    Ein Beitrag erscheint mir nach nochmaligem Reinhören zu laut. Hatte eben noch mal ins Projekt geschaut und nachgesehen - den hatte ich schon 2 dB leiser gemacht. Aber hat wohl nicht ganz gereicht.


    Aber alles in allem kann man die Beiträge so schon ganz gut durchhören und beurteilen, denke ich. Ich mach's ja auch just for fun.


    Bin auch gespannt, wie's dann ausgeht. Das Voting-Formular kann ich auch erstmal nicht einsehen und Niop kennt die Zuordnungen übrigens nicht, nur die anonymen Buchstaben.

    Kann losgehen. :)


    Hoffe, es passt alles. Perfekt kann die Angleichung sowieso nicht sein und es ist jetzt natürlich von meinem subjektiven Eindruck geprägt.


    Gebt gern mal Rückmeldung zum Gesamteindruck, auch zum Sound. Nur halt noch nicht zu den einzelnen Beiträgen - damit bitte bis nach dem Voting warten.

    Ich seh zu, dass ich es heute Mittag veröffentliche. Laut Plan läuft das Voting erst vom 23.02 bis 01.03. ;)

    Werde dann auch wieder den Threadtitel updaten.


    Bin gerade schon noch mal beim Stem-Mastering, um die Beiträge aneinander anzugleichen. Nach Gehör ist das gar nicht so einfach und es ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ich nutze dafür sogar Lautstärke-Automation, weil manche Beiträge in bestimmten Parts Ausreißer haben oder zu leise sind.


    Dieses Mal bring ich die Masters aber nicht alle noch mal auf genau -14 LUFS. Wäre sowieso Quatsch, weil die Beiträge dieses Mal ja schon unterschiedliche LUFS-Werte haben.

    Hab eben mal gemessen. Das bezieht sich nur auf den aktuellen Zustand mit einer 13" Hauptsnare, die Werte sind dabei weder berechnet noch sonstwie theoretisch durchdacht oder Zahlengenau festgelegt.


    Die Abstände der Kapseln zum Mittelpunkt des Snare-Schlagfells sind 106 cm und 117 cm.

    A/B-Aufstellung, vertikal nach unten ausgerichtet mit 63 cm Mikrofonbasis und mit jeweils 175 cm gleich hoch.

    11,5 Std. noch bis zur Deadline. Natürlich nehme ich auch noch späte Abgaben (z.B. 23 Uhr) entgegen und kann diese dann auch zeitnah bestätigen. Es wäre nur gut, wenn man dann noch online bleibt und auf meine Bestätigung wartet. Irgend ein Problem kann's immer mal geben.

    Vielleicht ist Dein Ziel bei der Entscheidung, welche Phase ein Mikro bekommt ja ein anderes...? Geht es Dir bei dieser Einstellung um den möglichst vollen Ton der Snare oder um den Attack?

    So genau nehme ich das nicht bzw. habe ich mir über solche Details bei den Phasenbeziehungen noch keine Gedanken gemacht.


    Tatsächlich hatte ich bis vor ein paar Jahren auch ein Aligning der Overheads an die Snare gemacht (meistens zumindest). Früher hatte ich auch mit Overhead-Aufstellungen experimentiert, auf denen die Snare (fast) mittig ist. Bei den Oktava MK-012 hatte ich dafür wieder die Phase im Mix gedreht, weil die das Signal ja phasengedreht rausgeben. Das ist mir kürzlich noch mal aufgefallen, als ich alte Aufnahmen für einen Re-Upload auf Youtube durchsucht hatte.


    Bis ich diese Vorgehensweise dann mal wieder in Frage gestellt hatte und meine frühere Skepsis zum Aligning bestätigt sah. Ich hatte dann natürlich auch Direktvergleiche gemacht (nicht nur die im verlinkten Thread).


    Mit meiner jetzigen Vorgehensweise komme ich mit allen Snares und Stimmungen immer sofort zum Ziel. Ich kann die Overheads flexibel so aufstellen, dass sie das gesamte Set und die Becken schön und ausgewogen aufnehmen. Brauche wegen der Eigenart der MK-012 nicht mal die Phasen zu drehen und spare mir das lästige Verschieben der Spuren. Und es klingt für mich eben sowieso besser und natürlicher ohne Aligning. Ich mag's auch, wenn die Trommeln eher vorne im Mix sind und die Becken eher hinten oder zumindest nicht weiter vorne als die Trommeln. Und auch das erreiche ich ohne "nach vorne schieben" der Overheads besser, glaube ich.


    Natürlich können die Ohren einem auch Streiche spielen. Aber wenn ich die Phase der MK-012 mal testweise drehe, ist das ein Tag/Nacht-Unterschied. Da klingt die Snare sofort fürchterlich dünn und phasig. Und das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Phasendreher seinen Dienst gut tut. Auch ohne mittige Snare auf den OHs!

    Und die Toms klingen so für mich auch besser.

    Über die Grundtöne der Trommeln funktioniert es wegen den Transienten bzw. Einschwingvorgängen nicht. Ich habe eben mal eine Aufnahme von mir rausgesucht, bei der der Grundton der Snare ziemlich genau bei 200 Hz liegt. Auf der Frequenz hat eine komplette Schwingung (360°) die Dauer von 5 Millisekunden. Und auf die weitere Wellenform bezogen stimmt das so auch - die Time-Selection hat hier die Dauer von 5 ms. Zu sehen ist die Wellenform des oberen Snare-Mikros (SM57):



    Schaut man sich dann aber den Einschwingvorgang an, stellt man fest, dass dieser insgesamt viel kürzer ist. Hier etwa nur halb so lang.

    Auf den Overheads sieht die Wellenform ähnlich aus.


    Daher sind die Grundtöne der Trommeln für den Ausgleich der Laufzeitdifferenz über die Phasen unerheblich bzw. sogar unbrauchbar.

    Es gibt halt immer viele Wege, die nach Rom führen.

    Ja. Gibt aber halt auch Leute, die das Gegenteil behaupten und sagen, dass es da nur einen richtigen Weg gäbe, weil es die Digitaltechnik heute möglich macht.

    Nur weil etwas technisch möglich ist, klingt es aber nicht unbedingt besser. Wie z.B. fast komplett sterile Aufnahmen und Mixdowns ohne Rauschen und Sättigung und sterile Kompressoren und EQs ganz ohne "Charakter" - braucht und will keiner. Deswegen gibts ja auch so viele Plugins, die Hardware-Effekte simulieren und sogar Tonbandsimulationen. Oder Multibandkompression und dynamische EQs - die muss man auch nicht immer benutzen, nur weil es möglich ist.


    Wenn man sich mal die Wellenformen anschaut, dann weiß man auch, dass das mit den Grundtönen und durch Abstände errechneten Laufzeiten nicht in der Praxis funktioniert. Trust your ears ... das hat auch schon Bonzos Drum Tech (Jeff Ocheltree) gesagt.

    Wieso beißt Du Dich denn daran so fest? Es ist doch ok, wenn Du ohne Alignment arbeitest und ebenso ok ist es, wenn andere das machen…

    Ich beiße mich daran gar nicht fest. Mich nervt nur wenn Aligning als die einzig richtige Vorgehensweise beschrieben wird. Das kenne ich aus Lehrbüchern, von recording.de und halt hier auch gerade wieder von Nils.


    Da suggeriert dann nämlich, dass die jenigen, die das nicht machen, nicht wissen würden was sie tun oder Pfusch am Bau betreiben würden.