Wäre cool, wenn du dabei bist!
Die Energiedichte und der Bassbereich spielen eigentlich nur beim RMS-Wert eine Rolle. Der RMS-Wert sagt aber nichts über die wahrgenommene Lautstärke aus. Dass das nicht funktioniert liegt u.a. an der Frequenzabhängigen Lautstärkewahrnehmung des menschlichen Gehörs:

Es ist also klar, dass Basslastige Titel bei gleichem RMS-Wert deutlich leiser wahrgenommen werden als wenn stattdessen viel im oberen Mittenbereich los ist.
Ich weiß aber nicht genau inwieweit EBU R128 das berücksichtigt und den Höhenbereich in die Berechnung mit einbezieht. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass das bei den Jazz-Schlagzeugperformances hier z.T. nicht so ganz funktioniert. Wenn fast nur Becken gespielt werden und das Spektrum entsprechend fast nur aus Höhen über 5 kHz besteht, kann es schon sein, dass das mit den LUFS-Werten nicht so ganz hinhaut.
Dazu kommt aber natürlich auch der Frequenzgang des Wiedergabegeräts, aber auch noch individuelle Hörschäden bzw. Hörverlust.
Und genau das ist auch das, was mich hier ein bisschen ins Grübeln bringt. Denn wenn jemand den Höhenbereich nicht mehr hört, werden bestimmte Performances deutlich leiser auf den jenigen wirken. Jüngere Leute mit guten Ohren werden dann aber so Höhenlastige Performances wiederum als viel zu laut wahrnehmen.
Ich denke es läuft auf einen Mittelweg raus, den man ja beim Abmischen auch oft gehen muss (z.B. was Monokompatibilität betrifft). Krieg ich schon hin. ![]()