Beiträge von m_tree

    Aber ob man anhand eines Sonogramms am Spektrum eines Klangs Rückschlüsse auf Holzsorten schliessen kann und besonders wie sie klingen,

    halte ich doch für sehr optimistisch.

    Das hängt auch vom benutzten Analyzer ab. Ich nutze Voxengo SPAN, der deutlich detailierter ist als die meisten anderen Analyzer.


    Ich denke, vieles muss man da auch einfach ausprobieren. Hier sieht man z.B. deutliche Unterschiede (flache / warme Zone):



    Auch ein Wasserfalldiagramm halte ich für hilfreich. REW bietet das ja an, womit man prima Raummoden und Dröhn-Frequenzen ermitteln kann.

    Auch was die Audiospur betrifft kann ich dir DaVinci Resolve empfehlen. Das war für mich sogar der ausschlaggebende Punkt für den Wechsel des Videoprogramms. Aber auch davon abgesehen gefällt mir Resolve gut.


    Resolve erlaubt jedenfalls den Export bzw. das Rendering mit einer lossless PCM-Audiospur. Für den Upload auf Youtube ist das immer besser, weil YT es sowieso noch mal in AAC codiert. Und hat auch ansonsten eine hohe Flexibilität mit den Codecs. Bietet z.B. auch AAC an, das wesentlich effizienter als MP3 ist und auf gleichen Bitraten besser klingt.

    Ursprünglich kam die Idee mit dem Messaufbau ja in einem anderen Thread, wo es um eine ganz bestimmte Frage ging: ist das Sustain mit höher gestimmtem Schlagfell kürzer als mit höher gestimmtem Reso?


    Solchen speziellen Dingen kann man damit dann schon besser auf den Grund gehen. Oder bestimmten Mythen, dass Ahorn angeblich wärmer und bassiger als Birke klingt.


    Bei der Auswertung wäre wahrscheinlich eine Kombination aus dem subjektiv wahrgenommenen Klang als auch objektiven Messungen gut.


    Zur ersten Frage ist z.B. die Wellenform aufschlussreich. Zur zweiten das Spektrum, wobei man hier u.U. die Transiente ausklammern muss.

    Ja, prozentuale Angaben gehen vielleicht zu weit. Wenn man das macht, wäre das auf jeden Fall subjektiv. So ähnlich subjektiv wie Aussagen von z.B. Rossi Roßberg darüber, dass Felle und Stimmung 70% des Klangs ausmachen. Da wäre z.B. die nächste Frage, wie sich die restlichen 30% aufteilen. Bezieht er dabei Raum / Mikrofonierung und Nachbearbeitung ein?


    Es wäre ja schon mal eine große Leistung, überhaupt zuverlässige Vergleiche zu machen, wo sich wirklich (fast) nur ein bestimmter Faktor ändert. Wie man diese Vergleiche dann auswertet, steht auf dem nächsten Blatt. Das geht im einfachsten Fall damit, dass man die Vergleiche öffentlich macht und sich jeder selbst sein Urteil bilden kann.


    Vielleicht lassen die Vergleiche aber auch mit entsprechender Analyse von Spektrum, Wellenform, Frequenzabhängigem Sustain u.ä. eine grobe Gewichtung der Einflussfaktoren zu.


    Wenn man die Felle und Stimmung gleich hält, nimmt man damit die restlichen Einflussfaktoren ja bereits unter die Lupe. Man könnte dann vielleicht schon zumindest eine Einschätzung darüber abgeben, was mehr oder weniger Einfluss hat. Z.B. könnte die Wahl von Guss- und Stahlreifen einen größeren Einfluss haben als ob ein Floortom 6 oder 8 Spannschrauben pro Seite hat.

    Bzw. das einzige, was ich in Sinne von Signaltherie und Schwingungsverhalten beisteuern könnte, kann Marius' und Nils' Wissen wohl nicht das Wasser reichen.

    Nils hat bei den physikalischen Zusammenhängen und beim Stimmen schon deutlich mehr Wissen als ich.


    Ich weiß auch nicht alles und habe neben ehrlichem Interesse und Begeisterung dabei wahrscheinlich ein Gespür dafür zu merken, worauf es mehr ankommt und worauf weniger.


    Aber eine wirklich wissenschaftliche Arbeitsweise hab ich nicht drauf und im Gegensatz zu manch anderen hier hab ich auch nicht promoviert.


    Daher würde ich das auch nicht allein anfangen, wenn ich alle Zeit der Welt dafür hätte.

    Einen guten Vergleich von unterschiedlichen Gratungen gab es mal bei St drums, da hört man schon einen signifikanten Unterschied, finde ich

    Leider sind die Stimmungen da nicht gleich. Entsprechend kommen die signifikanten Unterschiede da nicht nur durch die Gratungen.

    Nachdem es letztes Jahr hier schon um das Video ging, hatte ich die Audiospur des Videos runtergeladen, in die DAW gezogen und das Spektrum der Schläge verglichen. Die Grundtöne sind nirgendwo gleich. Man kann auch davon ausgehen, dass die Tonhöhen-Verhältnisse der beiden Felle nicht gleich waren.


    Ich will das auf keinen Fall schlecht reden. Es veranschaulicht m.E. nur, wie schwierig das Thema wirklich ist. Man kommt nich drum rum, die Stimmung zu messen. Das wurde für den Vergleich aber nicht gemacht, schätze ich.


    SCNR: Und es wird "bäring edge" gesprochen, nicht "biering edge". ^^

    Liest sich gut. Er sagt da aber auch nur das, was bereits jedem klar ist, der sich mit dem Thema Schlagzeugsound halbwegs auskennt. Nämlich dass die Stimmung und die Felle, besonders das Schlagfell, den Löwenanteil ausmachen.


    Aber inwieweit sich die anderen Faktoren wie eben Kesselmaterial, Kesseltiefe, Kesseldicke, Gratungen, Spannreifen, (Gesamtmasse der) Hardware / Spannböckchen usw. wirklich auswirken - darüber lässt sich nach wie vor nur mutmaßen. Denn es wird sicher minimale Unterschiede geben und mich würde auch interessieren, wie groß diese sind - vielleicht sogar prozentual eingeordnet. Aber um dazu halbwegs sichere Aussagen machen zu können muss man halt einen riesigen Aufwand betreiben. Allein schon deshalb, weil jeder Vergleich von vorn herein hinkt, der nicht eine annähernd 100% gleiche Stimmung garantiert. Und nur das zu gewährleisten ist schon ein großer Aufwand und erfordert penibel genaues Vorgehen.

    Kurze Anmerkung:


    Nach meinen Erfahrungen klingen Becken oben oder unten abgenommen IMMER unterschiedlich. Bei Hi-Hat und Ride habe ich da für mich auch noch keine klar favorisierte Position, wobei ich momentan wieder eher zur Abnahme von unten tendiere. Wohlgemerkt sind das dann aber nur Stützmikros, die die Overheads und ggf. Übersprechen von anderen Mikros (z.B. Hi-Hat auf dem oberen Snare-Mikro) ergänzen. Crashbecken klingen von unten abgenommen m.E. aber fürchterlich.


    Bei Trommeln entspricht der mit dynamischen Mikros nah abgenommene und ggf. mit mehr oder weniger "Badewanne-EQ" bearbeitete Sound schon eher der verbreiteten und "modernen" Klangästhetik.


    Für die Beckenmikrofonierung und auch für Overheads sind Kleinmembran-Kondensator-Mikros aus mehreren Gründen am verbreitetsten. Bauart-bedingt bilden die den Frequenzgang sehr neutral ab, meistens auch den erweiterten Höhenbereich, sind sehr Transiententreu und vergleichsweise günstig.

    Die beiden erst genannten Eigenschaften führen aber auch dazu, dass sie die "Schärfe" von Becken aus nächster Nähe auch sehr genau einfangen. Und Becken aus nächster Nähe klingen nun mal meistens eher scharf und aufdringlich, vor allem in der Nähe der Kuppe / Glocke.


    Live ist Becken-Mikrofonierung je nach Größe der Bühne und Location sowieso oft nebensächlich. Becken setzen sich sowieso viel einfacher in einem Bandmix durch als z.B. Bassdrum und Toms und der Direktschall von der Bühne ist sowieso erstmal vorhanden. Dann fangen Gesangsmikrofone i.d.R. auch sehr viel vom Schlagzeug ein, durch typische Präsenzbetonungen vom Mikro meistens auch besonders viel Becken. Weiter geht's mit Tom-Mikrofonen, die ohne Gates je nach Set-Aufbau und Position auch sehr viel Becken einfangen können. Steht beim Floortom z.B. direkt das Ride, ist das Mikrofon am Floortom ohne Gate auch gleichzeitig ein Ride-Becken Mikro.


    Und abgesehen von Präsenz- bzw. Höhenbetonungen ... rückt man dem ganzen dann noch mit einem Kompressor zu Leibe, macht das die Becken unterm Strich noch lauter, weil ein normaler Kompressor eher auf die tiefen Frequenzanteile reagiert.

    Hab eben gelesen, dass Reggae die nächste Stilrichtung ist. Das hab ich wirklich noch nie gespielt und weiß, dass mir das noch deutlich schwerer fallen wird, als der Swing.

    Das schätze ich ganz anders ein. Der Reggae lässt sich im Zweifelsfall mit einem binären Groove sehr simpel und lässig mit Betonung der Offbeats begleiten.

    Wobei die Instrumente da auch leicht "angeshuffelt", "angeswingt" bzw. triolisch spielen und entsprechende Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Grooves vorhanden sind. Dadurch kann der Reggae m.E. sehr unterschiedliche spielerische Levels abdecken.


    Vielen Dank Marius. Der Lerneffekt ist riesig. Ich frage mich, ob man aus dem Aufnehmen von Songs ein Lernkonzept stricken könnte. Mich früher damit zu beschäftigen, hätte mir jedenfalls gut weitergeholfen.

    Joa, ich sehe da hier aus mehreren Gründen einfach einen Sinn drin, deswegen mach ich das. 8)

    Das mit dem Lernkonzept ist ein interessanter Gedanke. Vielleicht fällt mir dazu noch was ein.

    Warum eigentlich in 4K aufnehmen, wenn du das dann sowieso noch verkleinerst? Full HD reicht eigentlich, wenn man keine High-End Kamera benutzt, die eine wirklich gute Bildqualität liefert. Ich stelle mit meinem Sony ZV-1F Camcorder fest, dass auch Full HD gegenüber der "Pro-Video" Bildqualität meines Samsung S25 noch überlegen ist, bei gleicher Auflösung.


    Ich nehme nur in Full HD auf und verkleinere die Videos nur hinsichtlich Bitrate bzw. Codec.


    A propos: in welchem Format sind die Ursprungsvideos aufgenommen und was ist dein Zielformat? Welche Auflösungen, Bitraten und FPS?


    Ich kann dir "DaVinci Resolve" empfehlen. Das ist sogar kostenlos eingeschränkt nutzbar. Die Pro-Features braucht man als Normaluser aber i.d.R. nicht (ich zumindest).


    DaVinci Resolve | Blackmagic Design

    Welche Windows-Version benutzt du denn? Neuere Versionen brauchen selbst schon mehr RAM, entsprechend bleibt weniger für Programme übrig.


    Und welche Software für die Umwandlung?


    Wenn alle Stricke reißen kannst du mir die Datei zukommen lassen und ich wandel es für dich um. Bin ja mit Videobearbeitung vertraut und nutze einen leistungsstarken Octa-Core mit 32GB RAM und Winows 11.

    Hallo Gerald,


    öffne doch einfach mal wähend der Wandlung den Taskmanager (Strg+Alt+Entf drücken), gehe nacheinander auf die Karteien "Prozesse" und "Leistung" und mach jeweils zwei Screenshots. Dafür einfach die "Drucken"-Taste drücken und das Bild in Paint oder IrfanView abspeichern und hier hochladen.


    Alternativ sind ein paar Angaben zum System und zur Hardware hilfreich. Windows-Version, Alter, Prozessor, RAM, ...


    Für mich sieht das nach zu wenig RAM aus, wobei dann die Auslagerungsdatei der Festplatte genutzt wird. Vielleicht arbeitet auch der RAM nicht mehr sauber und produziert Speicherfehler. Dafür gibts das Tool "Memtest86", das muss aber direkt vom BIOS aus über einen USB-Stick gestartet werden.


    Ferndiagnose ist leider immer schwierig.

    Nach unterschiedlichen Recording- und Live-Erfahrungen unter Berücksichtigung einschlägiger Meinungen - Angaben ohne Gewähr ...


    Becken klingen auf Overheads immer besser und unaufdringlicher als nah aufgestellte Mikros. Üblicherweise werden nur Stützmikros an Becken aufgestellt, die auf den Overheads zu kurz kommen und/oder die eine tragende Rolle in der Performance und im Bandmix spielen. In den meisten Fällen fängt das bei der Hi-Hat an, geht weiter über das Ride bis hin zu Effektbecken, die im Gesamtmix eher untergehen.


    Live kommt es aber auch sehr auf die jeweilige Situation an. Wenn bspw. nur die Hi-Hat im Gesamtmix zu leise ist, reicht auch ein Mikro an der Hi-Hat.

    Im Regelfall stellt man aber trotzdem erstmal 1-2 Overheads auf und ergänzt dann weitere Beckenmikros.


    Bei Recording zerfällt das Schlagzeug ohne Overheads sehr schnell. Das klingt dann schnell künstlich und zerfasert. Kommt natürlich auch auf den angestrebten Sound an, aber die Tendenz besteht definitiv.


    2024 war ich mit einer Band auf Tour, die statt Overheads "Underheads" benutzt hat, aus verschiedenen Gründen. Das kam dann schon Stützmikros an einzelnen Becken gleich. Ich hatte das dann mal im Studio nachgebaut, weil mich interessiert hat wie das klingt. Und das Ergebnis war im Vergleich zu Overheads sehr ernüchternd. Der Tontechniker der Band meinte auch, dass ihm Overheads eigentlich lieber wären. Aber wenn die Becken wegen 5 Gesangsmikros auf der Bühne sowieso kaum verstärkt werden müssen oder durch Übersprechen auf Tom-Mikros sowieso zu laut sind, ist das dann auch nicht mehr so wichtig.

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. So war auch mein Hinweis auf die scary Pockets gemeint. Aber wenn man lieber über den Einfluss der HiHat-Federspannung auf die Lautstärkebalance diskutieren will und ansonsten keinen Widersprich duldet („Sondern darum, dass du dich hier einmischst, ohne überhaupt zu wissen, worum es geht. Schon mal darüber nachgedacht?“ - besonders lustig, ich habe zum Zeitpunkt der Commodores Aufnahme immerhin schon aktiv Musik gehört), nicht über den Groove sprechen will, dann lässt man es halt. Auch ok.

    Hier wurde bereits hinlänglich über den Groove gesprochen und ich habe längst erkannt, wo das Problem liegt. Du müsstest nur mal richtig lesen. Ansonsten hat keiner deiner Beiträge mir hier irgendwie weitergeholfen. Im Gegenteil - ich hab eher den Eindruck, dass du dich hier wichtig machen willst und nicht aushältst, dass mich deine Kommentare nicht interessieren.


    Und dann drehst du dir den Kram auch noch zurecht bzw. erfindest Zusammenhänge, die so nicht bestehen (siehe dein letzter Beitrag) und gibst immer noch keine Ruhe in meinem Hörzonen-Thread. Nachdem hier schon ein Troll gerade richtig Stress macht, noch mal Öl ins Feuer gießen. Wenn man sonst nichts zu tun hat ...


    MoM Jovi

    Danke für den Vorschlag, ich denk drüber nach. Hab momentan auch einige andere Sachen um die Ohren, die nichts mit Schlagzeug zu tun haben.

    Nein, dir scheint nicht so klar zu sein, worum es hier gerade geht. Ich wechsel auch zwischen 5A und 7A, wie es mir passt. Und das beeinflusst die Lautstärke und den Klang des gesamten Schlagzeugs (mit Ausnahme der Bassdrum).


    Hier geht's aber um das Lautstärkeverhältnis der Hi-Hat zum restlichen Set, sozusagen um die innere Dynamik. Und die kann man nicht mit der Stick-Auswahl beeinflussen.


    Also ...

    Wollen wir vielleicht einfach beim Thema bleiben?

    ... ;)

    Bei den vorherigen Wettbewerben war es immer so, dass alle Beiträge als ZIP zusammen bereitgestellt wurden.

    Ich sitz nicht oft am Rechner, mach mehr übers Handy. Ist es möglich, dass man die Beiträge einzeln im Startpost hat?

    Wenn es ein Mordsaufwand ist oder ich mit dieser Forderung alleine bin, dann nicht. :D

    Du meinst so, dass direkt ein Player für jede Audiodatei im Startbeitrag ist?

    Das wird nicht machbar sein, weil die Anzahl der Dateianhänge hier auf 10 begrenzt ist (die Auswertung vom Voting kommt noch dazu) und pro Dateianhang max. 3 MB erlaubt sind. Ich hatte da auch schon mal mit 2 MB Dateien Probleme.


    Verstehe aber auch nicht, was an einer ZIP-Datei auf dem Smartphone problematisch ist. Bei vergangenen Challenges hatte ich mir die Beiträge auch noch mal unterwegs auf dem Smartphone angehört. Die kann man da ja genau so entpacken und in 'nem Player abspielen wie auf dem PC.

    Allerdings erschließt sich mir nicht, was die Maschine an der Lautstärke macht. Die erzeugt je nach Modell mehr oder weniger tieffrequente Resonanzen.

    Die eigentliche Lautstärke/Energie kommt m.E. aus dem Anschlag. Stärke und Art. Tip vs shoulder.

    Dabei geht's darum, wie weit die Hi-Hat geöffnet ist und wie grob bzw. fein Öffnungen sein können. Da gibts ja viele Abstufungen .

    Je weiter die Hi-Hat geöffnet ist, desto lauter ist sie. Das hängt nicht nur mit der Amplitude, sondern auch einem sich verändernden Spektrum zusammen. Eine geschlossene Hi-Hat ist eher im erweiterten (weniger gut hörbaren) Höhenbereich unterwegs, während geöffnete und am Rand angeschlagene auch weiter runter gehen und dadurch vom menschlichen Gehör noch lauter wahrgenommen werden.


    Durch den längeren Pedalweg bei den Lever-Glide Maschinen sind Öffnungen noch genauer ausführbar und ich brauche mit denen auch tendenziell einen geringeren Abstand der Becken zueinander.


    Aber auch die Aufhängung der Becken hat einen Einfluss darauf, wie sie klingen. Sehr hart aufgehängt klingt's anders als weicher aufgehängt und wie sie sich besser schließen lässt, hängt auch von der Schrägstellung der Becken zueinander ab. Treffen die plan aufeinander, lässt sie sich mit einer harten Aufhängung direkter schließen. Stehen sie sehr schräg zueinander, lässt sie sich mit einer weichen Aufhängung besser schließen.


    Und: gibt es tatsächlich HiHat Becken, die per se leise(r) sind? Ernstgemeinte Frage. Ich spiele mit dem Gedanken, für die nächste Aufnahme solche Übungsbecken (die mit den 1000 Löchern drin) zu nehmen. Möglicherweise gibt es eine bessere Lösung.

    Ja, die gibt es. Ich bin selbst erstaunt, wie unterschiedlich laut 14er HH-Becken klingen können. Habe seit kurzem eine 14er Zultan Caz Hi-Hat, die in meinen letzten Videos zu hören ist, u.a. auch in meinem "Seven Days"-Cover. Die ist deutlich leiser als meine Zildjian K Hi-Hat. Und z.B. eine Paiste Line Power Hi-Hat, die ich mal probiert hatte, ist noch lauter als meine K Hi-Hat.


    Die Becken mit den Löchern klingen nur leider nicht mehr so richtig nach Becken und taugen wirklich nur zum Üben. Ich hatte auch mal welche am Schülerschlagzeug hängen, aber richtige Becken sind mir da lieber.


    Übrigens: wer Snare Mikros gated, kommt in die Hölle :) Da sind wir einer Meinung. Hast du es schonmal mit einem MB Comp versucht? Schmalbandig eingestellt könnte da was gehen?

    Ich gate Snare-Mikros auch selten und wenn dann nur teilweise (mit Dry-Anteil im Mix, z.B. 50:50). Kommt halt auch immer auf den Kontext an.

    Multiband-Kompression benutze ich seit vielen Jahren selten bis gar nicht mehr. Das ist für mich eher ein "Reparaturwerkzeug" wie z.B. auch ein dynamischer EQ, Transientendesigner oder Rauschunterdrückung. Meiner Meinung nach klingen gute Aufnahmen, Mischungen und Masterings ohne diese Werkzeuge immer natürlicher und besser. Aber hier sind wir natürlich auch wieder im Bereich "Geschmackssache".


    Allerdings gate ich parallele Tracks, an die ich die Snare-Spuren schicke. Z.B. den Snare-Subtrack meines Plattenhalls und die "Verbreiterung" der Snare. Mit dem Ziel, dass da nur die Backbeats verhallt und verbreitert werden.


    Die Lautsärke auf den Hihats hängt nach meiner Meinung auch maßgeblich von den Sticks ab. In leisen settings spielerisch zB Rohema Tango, im normalen Band Setting 7a.

    Die Sticks machen natürlich auch einen Unterschied. Aber die Spielweise macht immer den Löwenanteil aus. Z.B. macht es einen riesigen Unterschied, ob man die Hi-Hat oben mit der Stickspitze oder am Rand mit dem Schaft anschlägt. Dadurch kann man auch Akzente setzen. Sei es mit einfacher Möller-Technik in einem Achtelgroove mit Betonung der Viertel oder Offbeats.

    Olli K.
    Fand jetzt im Nachhinein doch ganz interessant, dass du meine Hi-Hat-Arbeit angesprochen hast. Da entsprechende Anpassungen zu machen wäre bei Bedarf gar kein Problem. Z.Z. habe ich da gleich vier Faktoren, die die Hi-Hat so "dünn" machen: ich spiele die Iron Cobra Lever Glide HH-Maschine - mit (in Relation zur Bewegung der HH-Stange) verlängertem Pedalweg - am liebsten auf der niedrigsten Federspannung. Zusätzlich habe ich mir in den letzten Jahren leiseres und filigraneres HH-Spiel angewöhnt und spiele auch im letzten Video die leisesten Hi-Hat-Becken, die ich je besessen habe.


    Ich hätte also einige Stellschrauben, um in die andere Richtung zu gehen: höhere Federspannung, lauterer Anschlag, HH-Maschine mit direktem Kettenzug und lautere HH-Becken.


    Und wie gesagt gehe ich vieles pragmatisch an - ist die Hi-Hat auf einer Aufnahme an bestimmten Stellen zu laut, kriegt man sie nur mit Aufwand leiser:

    Man kann die Overheads in der Lautstärke automatisieren -> macht aber Arbeit und klingt unnatürlich

    Man kann das obere Snare-Mikro gaten, aber das bringt u.U. auch Probleme mit sich -> Ghostnotes werden vom Gate verschluckt und der Sound wird unnatürlicher


    Ist die Hi-Hat eher leise, kann man einfach das Hi-Hat Mikro ganz gezielt dazu mischen. Und entsprechend mikrofoniert klingt die dann auch besser.