Die Offbeats (hier 2+4) am Schlagzeug zu akzentuieren ist bei Reggae eher optional, das übernehmen ja hier z.B. schon die Gitarren. Es gibt jedenfalls viele einfache Möglichkeiten das zu begleiten und es geht da vor allem ums Feeling. Wenn du es schaffst, dass alle zusätzlichen Noten zwischen den Vierteln eher ternär als binär sind und ein bisschen "swingen", hast du es schon.
Im Anhang übrigens mal die Seiten 35 - 41 aus "Modern Drumming 1" zum Thema Shuffle und Swing. Ist schon 'ne ältere Auflage. Man erkennt, dass alle Shuffle-Beispiele kontinuierlich durchlaufen und die "normalen" ternären Swing-Patterns auch mit Triolen notiert sind.
Hier ist noch ein anderer interessanter Ansatz zur Erklärung. Der lautet, dass Shuffle-Rhythmen sich grundsätzlich aus binären Rhythmen ableiten lassen, indem die unbetonten Zählzeiten (ülblicherweise die Achtel-Zählzeiten) einfach "verzögert" oder "nach hinten geschoben" werden.
Daraus lässt sich dann auch ableiten, dass beim Shuffle das "ding de ding de ding ..." mit der Führhand kontinuierlich durchläuft, so wie die Achtel in jedem standardmäßigen binären Achtelgroove auch kontinuierlich durchlaufen.