Mal eine Frage: diese Legende um die alten K-Zildjian Becken, welche hier Funch jetzt und früher Spizzichino nacheiferte. Sind das nun wirklich der heilige Gral für die Jazzer (oder auch Metaller??) oder ist das ein ähnlicher Mythos wie jener um die Ludwig Snares? Was machte denn ein antikes K-Becken besser als es die aktuellen K nicht auch können? (mal abgesehen, dass einige an der aktuellen Zildjian Qualität zweifeln).
Für Metal ist das totaler Mist, setzt sich nicht durch, zu wenig Ping, zu viel Wash, oft zu tief, die fetten Stöcke klingen auch für meinen Geschmack nicht optimal auf typischen Jazz Becken (ich mag da die Erskine Ride Sticks gerne, machen das Becken tonal höher), klar, wenn Du einen pianissimo Teil spielst, könnte das mit nem Jazz Becken klappen, bei lauten Passagen im Metal Schrott und Matsch. Ich habe noch nicht ein gutes original altes K-Zildjian selbst gespielt, in den Läden haben die meisten Becken aber nicht viel damit zu tun, oft brummen die bescheuert, sind oft sehr harsch, der wash überlagert die Stock Definition, das ist bei meinem Gegerle schon ne Ecke besser, sehr komplexer vielschichtiger Klang, die basieren ja auf den Agop Anniversary Sachen, die komprimieren auch stärker als die Zildjian Constantinople, sind auch leiser. Ich finde, da gibt es schon Bedarf für Beckenschmieden, die die Becken dann wirklich abstimmen und selbst auch evaluieren können, das Ride hat im Jazz ja ein extrem große Bedeutung, von daher....am Ende muss es Dir gefallen....mir gefällt bei Tim Metz die Kopie/das neue Becken klar besser, von der Tonhöhe liegen die aber ganz schön auseinander....mir hat das alte Zildjian auch so ne bisschen nervige Interferenz/Schwingung, wäre nichts für mich. Mein Drumlehrer mag z.b. das genannte Funch 22" Becken aus dem Ü-Raum nicht so besonders, ist ihm zu tief und langweilig, der spielt u.a. ein Renaissance Ride (wirklich aggressiv), mein Gegerle 22" ist ihm auch viel zu tief und zu nett, kann er sich vielleicht mit einem Piano Duo vorstellen.....er hat auch ein Zildjian Sig Bill Stewart Becken, das hat auch ne für mich nervige Interferenz/leicht dissonante Note, er spielt es meist, ist nicht mein Geschmack, funktioniert aber natürlich auch und klingt im seinem Kontext gut, wie ne Würze.
Du musst es hören können, es muss sich durchsetzen, sonst ist es nix, ich spiele viel Gitarre und Bass, da gibt es auch heilige Grale, B15 Ampeg, altes Pafs Pus, Isle of Tone Fuzzes, alte tolle Strats, kannste im Metal vergessen, da bringt die Komplexität des Sounds null, setzt sich nicht durch, Einstreuung der Pus, ist zu matschig, die alten Strat Spaghetti Bünde und der 7er Radius verhindern moderne Spieltechniken....bei transparenter langsamerer Musik ist das egal.....da kommen deren Vorteile zu Geltung, kommt also auf den Kontext an.