Beiträge von tschino

    Ist mehr der Glaubenskrieg B8 gegen B20 Bronze.


    Alte Becken sind nicht wie Wein und werden im Alter besser.

    Diesen Aspekt wegen Glaubenskrieg B8 gegen B20 habe ich absichtlich nicht genannt, weil es sinnlos ist darüber zu debatieren. Es ging mir einzig um die momentanen Straßenpreise, die teils sehr verwirrend sein können. Manches ist auf dem Markt eben nicht rational erklärbar, weil es nicht nur um das Produkt an sich geht, sondern vielfach auch dessen Vermarktung Ausschlag gibt. Beispiele gibt es zur Genüge, man denke nur an die - meines Erachtens - noch immer überteuerten Ludwig Supraphonics und deren nachschweifenden Legenden.


    Und was Becken, Alter und Wein betrifft: doch auch hier gibt es genug Leute, die diese Auffassung teilen, dass ältere Becken im Alter besser werden, weil sie durch jahreslanges Draufspielen, Patina, Schweiß und Schmutz noch "musikalischer" und "weicher" werden. Oder weil "vintage" noch immer sehr gerne als Verkaufsargument dient. Auch diesen Teil habe ich explizit nicht angesprochen, weil man auch hier nicht weiß, ist dem so, ist es Esoterik oder nur Hokuspokus, ist es Kunst oder kann es schon weg oder was ist schon vintage?


    Lange Rede, gar kein Sinn: für mich sind HHX auch total überteuert, mir ging es nur um den momentanen Straßenpreis. Und aufgrund des momentanen Marktes - vielleicht ist es übermorgen wieder komplett anders - ist 250€ für ein 21 Ride der momentane ein fairer Verhandlungsspielraum. Nach unten geht immer... aber auch nach oben.

    Preise ist immer so eine Sache, auch mit dem Vergleich. Die Paiste 2002 würde ich preislich eher - wenn schon mit Sabian verglichen - an die AAX anbinden. HHX ist dann schon eher Paiste Signature Preisklasse. Die 20er HHX Rides starten im Gebrauchtmarkt um die 200 Euro, die 21" 250 und sehr aufsteigend.

    Das Glöckchen läutet auch noch in den hohen Lagen. Und untenrum läutet es auch noch mehr. Wer also "Hells Bells" spielen will, kann das Holz daheim vor der Hütte belassen.


    Grüße

    Jürgen

    Ich denke mal, die Wahrheit liegt... wie so oft im Leben... in der Mitte.


    Jene, die sich keine BellBronze leisten wollen,können, mögen, dürfen werden Argumente finden, dass es keinen großen Sinn macht, sich so ein Gefährt zuzulegen.

    Die Besitzer der BellBronze (oder nennen wir sie BellBrass, Castkessel usw...) werden Argumente finden, dass es sehr wohl einen hörbaren und fühlbaren Unteschied gibt.


    Ich gehöre zur Gruppe... Mitte. Gern würde ich so ein Ding schon mal haben, Geld könnte ich besorgen.... aber Mamma Vernunft hat "nein" gesagt. Also muß ich weiter - sowohl nach aussen als auch zu meinem Inneren - Argumente finden, diese Glockensnares nicht toll zu finden. ;)

    Wenn man die Ware über den Teich schippern will oder muss, wird

    es teurer, nicht besser, aber teurer.

    Meine Erfahrung ist dennoch die, dass die Hölzer auf der anderen Seite des Teiches anders bearbeitet sind. Wenn man mit denen groß geworden ist, dann fühlen sich heimische oder günstige Alternativen nicht so an, auch wenn die gleiche Körbchengröße drauf steht.

    Manch einer hat den Eindruck ja bei Fellen, Blechen und Kesseln. Ich habe ihn bei den Teilen, mit denen man am meisten Hautkontakt hat.

    Geht es darum, dass du meinst, dass die alteingesessenen amerikanischen Firmen die Stöcke einfach besser machen oder, dass man in Europa keinen Hersteller findet wird, der ein Stangenmodell von VicFirth oder Vater 1:1 kopieren kann? Oder geht es darum, dass z.B. ein VicFirth 5B oder 5A nicht ein gleiches 5B bzw. 5A eines europäischen Herstellers ist?

    Nachdem die Umfrage - meines Erachtens - ein wenig in die Hose gegangen ist, würde ich ganz gerne auch die Stellungnahme des Threadstarters interessieren. Vielleicht könnte er auch beantworten, warum die Frage so allgemein gehalten wurde und ob das eventuell der Grund ist, warum die Umfrage nicht so ganz geklappt hat.


    Und abschliessend: der Threadstarter ist ja ein Beckenschmied/Beckenhersteller. Machen die Sticks - wenn wir nicht gerade das Ping auf dem Ride meinen - wirklich einen so dermaßen grooooooßen Unterschied oder ist das wieder so etwas ähnliches wie bei den Holzsorten bei den Trommeln, dass es Nuancen sind, die der Großteil der Trommler garnicht wahrnimmt?

    als die Dauben stumpf zusammen zu leimen.

    Das stumpfe Zusammenleimen ist aber ausreichend. Ich habe auch schon verzinkte gemacht. Ich war da kurzzeitig überzeugt von, letztendlich bringt das effektiv nicht viel, nur mehr Arbeit.

    Deshalb schrieb ich ja extra "kein richtig und kein falsch". Auch war die Antwort vor allem auf die Aussage von LeoB gemünzt, der schrieb, dass "alle" gewerblichen Anbieter, bei Fassbauweise, die Dauben nur aneinanderkleben. Und das habe ich halt mit einem anderen Fakt widerlegt, mit einem Trommelbauer, dessen Wissen in der Tommelwelt nicht unerheblich ist. Jeder darf da natürlich seine Meinung haben und auch jeder einzelne seine Erfahungen haben und es so machen, wie er es am besten meint, machen zu müssen. Das habe ich nirgends in Abrede gestellt oder angezweifelt.


    Zachow ist bestimmt nicht die endgültige Wahrheit oder Weisheit auf diesem Planeten, aber doch wohl derjenige, der wenn nicht in Europa, dann ganz bestimmt in Deutschland, der Fassbauweise im Trommelbau einen ordentlichen Schub gegeben hat. Und der wird das Zinkverfahren bestimmt nicht nur aus Marketinggründen anwenden (Arbeit hat er laut seiner Aussage mehr als genug) oder weil er gerne Zinken in die Dauben fräst, wenn es seiner Meinung nach anders einfacher oder gar besser ist.


    Also alles nur eine Randnotiz meinerseits und keine Kritik oder Belehrung, wie ihr eure Trommeln machen sollt. ;)


    Es gibt doch zahlreiche Trommelbauer, die das im kleinen wie auch im größeren, gewerblichen Stil betreiben, und bei allen werden die einzelnen Dauben stumpf zusammengeleimt. Meinst Du also, dass die alle auf dem Holzweg sind und dass es eigentlich einen "richtigeren Weg" gibt? :/

    Alex Zachow verzinkt seine Dauben. Da wird es am Ende kein richtig oder falsch geben, aber halt auch das Gegenbeispiel, dass jemand der einiges von der Materie versteht, eine andere Herangehensweise hat, als die Dauben stumpf zusammen zu leimen.

    Das ist Quatsch. Ich habe gerade die Preise gecheckt. Ein vergleichbares Signature Set, das Sonor jetzt mit 14.500 € (ohne Hardware) inklusive Snare verkauft, kostete damals (ohne Hardware + Snare) um die 6.000 DM.

    Ist die Summe inflationsbereinigt? ;)

    Dann muß man es dann auch so schreiben, dass "mit Berücksichtigung der Inflation", ein damaliges Set "umgerechnet" 5stellig kostete. Da aber steht: "Ein Signature Shellset in einer ähnlichen Konfiguration hat VOR 30 Jahren schon 5-stellig gekostet," ist das nunmal ein Fakt der falsch ist.

    Der Gusskessel ist allerdings einzigartig auf dem ganzen Markt. Die Form gab es zuletzt nur

    bei der Artist, dort eben in 6 statt 8 Zoll Tiefe und die gesammte Konkurrenz hat nur 3 mm

    ohne Verstärkung. Und alleine diese Herstellung mit den 5 mm oben und unten ist eine

    Heidenarbeit, die richtig Geld kostet.


    Wenn wir vom Giessen sprechen, ok, das bleibt eine Handwerkskunst für sich. Aber warum sollte es in der heutigen Zeit, mit den heutigen Maschinen, Kenntnisse und Technik so schwer sein, in einen 6mm dicken einen Bronzekessel in der Mitte auf 3mm abzudrehen und oben und unten auf 5mm? Kessel auf die Maschine montieren, am Computer das gewünschte Maß einstellen, Maschine laufen lassen, Kessel zum Bohren weiterlassen, Späne sammeln und zurück in die Verwertung schicken.

    Ein Signature Shellset in einer ähnlichen Konfiguration hat vor 30 Jahren schon 5-stellig gekostet,

    Das ist Quatsch. Ich habe gerade die Preise gecheckt. Ein vergleichbares Signature Set, das Sonor jetzt mit 14.500 € (ohne Hardware) inklusive Snare verkauft, kostete damals (ohne Hardware + Snare) um die 6.000 DM.

    Wundert mich, dass die Snare mit offenen Schlitzen mehr nachhallt. Es gab (oder gibt) doch so Skelettsnares mit großen Löchern, die klingen eigentlich immer ziemlich trocken.

    Vielleicht liegt das an der unkontrollierten Spielweise in dem Video. Vielleicht ist es aber auch scheissegal ...

    Ich tippe auf letzteres.... aber vielleicht waren die Schlitze die Weiterentweicklung der riesigen Löcher: riesige Löcher trockener Sound, mehrere kleine Schlitze über den gesamten Kessel verteilt = offener Sound. Vielleicht so ein Art Echo? Aber wie du richtig sagst... schön das wir drüber sinniert haben, aber im Grunde ...scheissegal :D

    Eine blöde Frage mal:


    Wozu wurden diese Schlitze überhaupt da reingefräst?

    Und ist das überhaut Original?

    Ja ist es. Ich kannte es auch nicht und habe mir mal paar Videos auf youtube reingezogen. Man kann die Schlitze mit einem Schiebemechanismus verschliessen. Geschlossen ist der Sound ein wenig gedämpfter. Ob man das in einem Bandkontext überhaupt hört, wage ich zu bezweifeln.

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    Andere Frage: welchen Vorteil hat so eine zweiteilige Flügelschraube gegenüber einer ganz normalen Flügelschraube?

    Ganz ehrlich, das ist einfach gut aussehender, aber billiger Mist. Habe mich totgeärgert als beim letzten Gig die Tom plötzlich einen Abgang in die Bassdrum gemacht hat und ich beim Wiederfestziehen eine halbe Flügelschraube in der Hand hatte.

    Danke, ich hatte mir gedacht (aber nicht getraut zu schreiben, weil vielleicht übersehe ich ja etwas und man lernt dazu): was hat da schon wieder ein Produktmanager sinnloses fabriziert und mit etwas ausgetauscht, was jahrzehntelang gut funktioniert hat? Und die Ratschläge der Metallkleber fand ich schon interessant. Aber wenn auch dich diese Flügelschraube ärgert, wäre es dann vielleicht nicht besser und sogar günstiger eine andere Flügelschraube zu kaufen, anstatt mit Metallklebern zu experimentieren?

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    Erneutes Beispiel, dass man beim Beurteilen von Menschen immer vorsichtig sein muß, weil man nie weiß, was dahintersteckt und was der Mensch vielleicht durchmacht. Man kann beurteilen, das war gut gespielt, das war schlecht gespielt. Aber dann persönlich werden ist immer der falsche Weg.

    Ich hatte damals zuerst das Becken mit der Flügelschraube fixiert und danach zur Sicherheit noch zusätzlich eine ganz normale Mutter daruntergeschraubt. Kein Becken ist mit runtergefallen.

    Klingt auf jeden Fall empfehlenswert, aber Ist das ne praktikable Lösung für den Working Drummer? Daheim im Übungskeller kann man das machen, aber da sieht ja leider niemand, wie cool ihr seid. ;)

    Wenn ich jedes Mal auf der Bühne nen Sack Muttern verbasteln müsste, würde ich wohl zum Bass wechseln.


    es bestand die Gefahr, dass das Becken nach dem Anschlag mit dem Rand den Galgen/Beckearm berührte.

    Aber wie so oft im Leben: wer schön sein will, muss leiden, und was tut man nicht alles, um cool und einzigartig zu sein :D

    Natürlich mit deinen zwei linken Handwerkerhänden, mit denen du ewig brauchst um eine ganz normale Mutter draufzuschrauben, ist das ganze nichts ;) Bei mir hat ein "normaler" Beckenaufbau vs. aufgehängte Becken vielleicht 3 Sekunden länger gedauert.

    Und ich habe immer immer ein Notfallset mit anderen Dingen dabei, da macht so ein Vorrat an Muttern auch keinen nennenswerten Unterschied mehr,


    Ja das mit Leiden, ein steter Tropfen höhlt den Stein daher bestand die Gefahr, dass das Becken nicht nur Dellen, sondern auch Risse bekommt. Vor allem wenn ich voll Adrenalin ein wenig härter zugehaut habe.