Beiträge von Jürgen K

    Guten Morgen,


    es gilt ganz generell beim Üben: jede Übung ungefähr so lange praktizieren, wie ein Schlager im Radio dauert.

    Warum? Ganz einfach: einen Takt kann man immer mal so irgendwie hinwürgen, erst wenn man ihn dauerhaft unfallfrei

    und geschmeidig kann, kann man ihn.


    Ansonsten ist es eine nicht dumme Idee, nachdem man sich die Einzelübungen alle verinnerlicht hat, auch mal so eine

    Seite durchzuklöppeln, es soll ja Lieder geben, wo Abwechslung drin vorkommt. Aber erst das üben, was man auch üben

    muss. Ein klassischer Fehler von vielen Hobbymusikanten: da wird ein Lied rauf- und runtergespielt, gerade beim Schlagzeug

    wissen wir ja, dass wir im Zweifel den am meisten vorkommenden Takt können, aber komischerweise immer an derselben

    Stelle, wo der mal nicht ist, herausfliegen. Genau so etwas gilt es zu Üben. Alles andere ist schlimmstenfalls Zeitverschwendung.


    Damit das Üben daheim nicht zu langweilig wird, kann man auch mehrere Dinge gemischt üben, also eine Übung aus dem einen

    Buch, dann eine aus dem anderen, dann diesen Rhythmus, den man für Band braucht, dann dieses Fill In, was man dann doch

    mal gerne können würde und vielleicht zur Belohnung am Schluss auch mal ein ganzes Lied, wir sind ja heute gnädig.


    Ich persönlich habe ein dreigeteiltes Übeprogramm:

    zunächst nehme ich selbstgebastelte Dinge, die fußlastig sind. Das liegt daran, dass meine Füße schlechter als die Hände sind,

    ich so eine vernünftiges Aufwärmen gestalten kann und die Kreativität nicht zu kurz kommt.

    Dann nehme ich die Übungen durch, welche im Unterricht erteilt wurden. Auch bei diesen erlaube ich mir ganz klammheimlich,

    diese auch in modifizierter Form (anderer Handsatz, andere Orchestrierung) durchzunehmen, wenn mir das sinnvoll und zeitlich

    machbar erscheint.

    Im letzten Teil übe ich Teile (s. o.) von Werken, die in den Kapellen, in denen ich spiele, vorkommen. Auch da - und gerade da -

    muss man manchmal modifizieren, etwa wenn manche Dinge in den Noten nicht spielbar sind oder vielleicht auch mal zu langweilig

    arrangiert.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    die Geschichte mit dem langen Thomas auf der Messe kann ich etwas detaillierter berichten.

    Ich habe ja ein waches Auge und war da gar nicht so weit weg. Faktisch war die Fußmaschine damals

    neu und hatte diese weißen Bänder statt einer Kette. Dieses Band ist gerissen.

    Das Band gibt es weder bei der Hi-Hat-Maschine noch bei den folgenden Modellen (dort ist es ein

    schwarzes Band, das auch anders gearbeitet ist, standardmäßig wird inzwischen sogar wieder die

    ohnehin mitgelieferte Kette montiert).


    Grüße

    Jürgen

    Gude Morsche,


    ja, der stolze Papa ...

    das ist halt immer das Problem, vielleicht ist es dem Lütten sogar peinlich.

    Natürlich kann der alles rauf und runter, aber bei solchen Besetzungen kommt es auf

    ganz andere Dinge an und der Herr Harris ist alt genug zu wissen, was er braucht.


    Interessant für die Gerätefetischisten wird dann wohl sein, ob die arme Trommelgesellschaft

    nun wieder so einen Weihnachtsbaum basteln muss oder ob es dann mal ganz bescheiden

    mit der Jazzerbude läuft.


    Mein Sohn wäre noch besser geeignet gewesen.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Ich hätte ihn halt zeugen müssen, aber irgendwas ist ja immer.

    Mahlzeit!


    Es gibt keinen Grund, intakte Felle zu tauschen, es sei denn, man hat zu viel Geld und

    muss es unbedingt gleich los werden.

    Inzwischen gibt es hier sogar Fans von billigen Fellen.

    So ändern sich die Zeiten.


    Grundsätzlich gilt: erst mal gucken, was man hat und was man damit machen kann.

    Erst wenn es irgendwo blöd erscheint, überlegen, was man da machen könnte.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ob das Ding jetzt von Zewa oder Thomy ist,

    ich werde den Nachtfalken auch nicht kaufen.

    Hier liegen schon eine Eiserne Klapperschlange

    und etwas Namenloses von der Perle brach

    herum, nebenbei habe ich ja zwei Bass Drums,

    wozu brauche ich eigentlich Doppelpedale?


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    diese Diskussionen, wie andere Leute ihr Drum-Set nicht "richtig" aufgebaut haben, finde ich immer müßig,

    jeder hat so seine Favoriten und die meisten Leute können so spielen, namentlich auch Mike Bordin, der die

    Dinger schon immer (jedenfalls seit ich sein Gerät das erste Mal gesehen habe) so hat.

    Übrigens spielt der ja auch Hi-Hat und Ride-Becken mit Links und da gibt es ja auch Leute, die von sich sagen,

    das nicht zu können.

    Übrigens ist die Stelle bei 15:01 nur ein Tom-Tom und das Geklicke ist der Einzähler.


    Anekdote:

    als ich mal im Akkordeon-Orchester (eins von den vielen) Noten für ein Lied vom Ozzy bekommen habe,

    sah ich recht schnell, dass da was merkwürdig ist und das eigentlich nur Sinn ergibt, wenn der Trommler

    mit Links die Hi-Hat/das Ride spielt. Nun ja, wer hat die Platte eingetrommelt?

    Und der Arrangeur war zu faul zum arrangieren, hat die Nummer aber weitgehend korrekt herausgehört

    (was eine (sinnlose) Arbeit).


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Geniale Kapelle

    Guten Abend,


    mir ist noch kein Pedal gebrochen, aber ich habe schon früher davon gehört,

    damals spielte man noch Camco und da soll es auch schon Brüche gegeben haben.


    Fakt ist, dass Gussteile brechen können.

    Selbst erlebt habe ich das bei Beckenständern von vor etwa knapp 40 Jahren, das war

    damals bei Pearl-Beckenständern.

    Auch die Standtomböckchen von meine Tama Superstar habe ich beim 16er durch

    Überlastung gelyncht.


    Der Bruch hier wäre durch Lagerung dann erklärbar, wenn auf der Stelle eine Last

    gewesen wäre. Einfach so oder durch "Klimawandel" würde ich das eher ausschließen

    wollen. Grundsätzlich können im Guss Fehler (Blasen) sein, die irgendwann zum

    Bruch führen, das gibt es auch bei Becken (kommt dort auch sehr selten vor).

    Ich würde da (Gewährleistung dürfte abgelaufen sein, ob es da noch Garantie gibt,

    weiß ich nicht, aber ich würde den Hersteller mal fragen, ob der eine Erklärung und

    vielleicht auch eine Reparaturidee hat.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ich hätte da dann doch mal eine Frage zum Recht.

    Es ist so, dass ich von Urheberrecht nur rudimentäre Kenntnisse besitze.

    Demnach benötigt man für die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken

    grundsätzlich die Erlaubnis des Urhebers. Ist diese nicht erteilt, so hat dieser Ansprüche

    gegenüber dem Störer.

    Hat sich da etwas geändert?

    der einzelne Nutzer wird nicht belangt

    Da ist es kein Problem, rechtlich geschütztes Material zu benutzen.

    Wie soll das funktionieren?

    Wenn ich Rechteinhaber bin, dann verklage ich doch nicht (in erster Linie) Youtube LLC, Google LLC oder Alphabet Inc.,

    sondern knöpfe mir doch denjenigen vor, der das Video hochgeladen hat.


    Bei der sogenannten KI wird das zukünftig mit Sicherheit auch noch lustig werden, denn ob diese wirklich so schlau ist,

    dass auf keinen Fall etwas Geschütztes künstlich vermanscht wird, das wage ich mal streng zu bezweifeln. Und dass irgendwo

    Maschinen haften, wäre mir neu, jedenfalls hierzulande wird dann immer der Bediener herangezogen, bestenfalls derjenige,

    welcher die Maschine schlecht gebaut hat, aber das wird schon praktisch viel schwieriger.


    Aus meiner Sicht ist es am Einfachsten und Sichersten, wenn man sich die Verwendung des Werkes vom Urheber konkret abnicken lässt,

    so wie es hier wohl bislang auch geschehen ist.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich selbst bin kein Elektrotrommler, könnte aber theoretisch mal in die Verlegenheit kommen,

    etwas Ergänzendes einsetzen zu wollen oder zu müssen.

    Da wäre so eine Stange durchaus mehr oder weniger leicht ins Set integrierbar und die

    Beleuchtung könnte für die ein oder andere Bühne ganz schick sein, für wieder andere müsste man

    sie wohl aber auch ausschalten können. Da ich es gerne zuverlässig und stabil habe, macht

    mir die Befestigung allerdings Sorgen. Wenn ich rechts und links ordentlich zimmere, dann

    muss die Halterung in der Mitte durchhalten und da fürchte ich, dass die Schraube brechen

    und die Ösen zum Schlüsselloch werden könnten, schlimmstenfalls bricht das Metall.


    Ob die Spielflächen angenehmer erscheinen als andere Lösungen, müsste ich ausprobieren.

    Ob die Bedienbarkeit und der Funktionsumfang sinnvoll sind, hängt davon ab, was man braucht.


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    also ich habe immer den Aushilfstrommler nebst komplettem Gerät und Ersatzbühne mit Beschallungsanlage im Rucksack dabei. ;)


    Nun ja, man kann so vorsichtig sein, wie man will, irgendetwas geht immer schief.

    Aus meiner Erfahrung: Teppich vergessen (1x), Fußmaschine hat zu lockere Schraube (2 bis 3x), Snare-Fell reisst (2 bis 3x), Veranstalter erscheint nicht bzw. zu spät (1x), Bassist stirbt auf der Bühne (1x).


    Da ich keine E-Drums nutze, sind die mir nicht kaputt gegangen, wenn ich sie aber hätte, dann wären die anderen Dinge von oben wohl auch passiert, jedenfalls so oder so ähnlich.


    Ich sehe das inzwischen so: man nehme anständiges straßentaugliches (professionelles) Zeug, was zuverlässig ist und der Rest ist dann Gottvertrauen oder einfach Statistik. Es passiert grundsätzlich alles, aber eben meistens eher selten.


    Grüße

    Jürgen

    immer ein Handtuch dabei

    wait : 6 Vierteltriolen = 12 Achteltriolen = 4 Viertel = ein Takt in 4/4!

    Guten Nachmittag,


    ich sehe da

    - zwei halbe Noten,

    - zwei Vierteltriolen (mit sechs Triolenvierteln),

    - vier Achteltriolen (mit zwölf Triolenachteln),

    - acht Achtelnoten.

    Und die Taktbezeichnung fehlt, könnte auch ein

    Alla-breve-Takt sein oder gar ein 8/8.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    sechs Vierteltriolen ergäben beim Viervierteltakt eineinhalb Takte.

    Kann es sein, dass sechs Triolenviertel, also ein Viervierteltakt mit zwei Vierteltriolen gemeint ist?


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Mir fallen da gerade nur Filmmusik und Musical ein.

    Mahlzeit!

    DAS Ride

    gibt es für mich immer noch nicht und wird es auch nicht geben.


    Der Grund liegt darin, dass ich verschiedene Musikrichtungen und Dynamiken abdecken will.

    Ein Becken, das vom Blockflöten-Trio bis zur IG-Metall-Synphonie-Kapelle stets optimal ist, gibt es nicht.

    Davon abgesehen wird viel zu oft vergessen, dass man

    mit verschiedenen Sticks zu experimentieren

    kann und dann auch zu sehr interessanten Ergebnissen kommen kann.

    Ein und dasselbe Becken klingt anders, vom Charakter her sogar auch mal ganz anders.

    Auch vergessen wird der Raum. Erst gestern fand ich, dass das Becken, was ich letzte Woche im Probelokal gehört habe und das ich ganz schön gruselig fand, nunmehr in der Kirche auf einmal ganz erträglich war. Ob es der göttliche Segen oder das Licht gewesen war? Ich behaupte frech: der Raum.


    Grüße

    Jürgen

    besitzt auch noch verschiedene Essbestecke, Stäbchen ist nicht gleich Stäbchen

    Guten Morgen,

    Budget liegt bei 1.000,-

    Da würde ich mal 500 für Becken ansetzen und 500 für einen Trommelsatz nebst Hardware.

    Bei Becken würde ich weder Tama noch Pearl kaufen. ;)


    Bei den Trommeln würde ich gebraucht am liebsten ein altes Sonor Performer kaufen.

    Ansonsten vielleicht ein Pearl BLX, ein Tama Superstar (da vielleicht sogar das neuere),

    ein Yamaha Stage Custom oder irgendetwas, was gerade günstig und klanglich erträglich

    in der Gegend auftaucht.

    Als ich mein Zweitset (ungefähr 2002) gekauft habe, hatte ich zwischen Yamaha, pdp, Pearl

    und Sonor im Laden getestet und eins davon genommen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    teure Snare Drums (die ihr Geld auch wert sind), haben aus meiner Sicht ein größeres Dynamikspektrum und sind leichter zu stimmen und zu spielen.

    Billige Trommeln funktionieren nur im mittleren, vielleicht noch höheren Bereich und müssen ziemlich genau gestimmt werden und sind für extreme

    Dynamiken praktisch unmöglich. Sie helfen eher ungeübten Trommlern dahingehend, dass sie dessen nicht immer präzise gesetzten Schlägen den praktisch gleichen Ton servieren.


    Bei der Trommelkraft aus dem Video fehlt mir auch ein Gussreifen, sie wirkt etwas schwachbrüstig, wenn es brachial werden soll.

    Dass man ihr erst mal einen anständigen (nicht nur längeren, sondern qualitativ deutlich höherwertigeren) Teppich verpassen muss, zeigt ja schon, wo da gespart wurde. Wie dann die Stimmmechaniken so laufen, das erlebt man im Zweifel daheim.

    Was ich auch nicht verstehen will, ist, warum diese Kessel immer 3 mm durchgehend haben. Bei Sonor gibt es oben und unten eine Verdickung von 5 mm. Ich vermute mal ganz stark, dass das auch auf den Preis geht.


    Dass die Vintage-Trommel nicht so knallt, liegt vor allem in der Kesselkonstruktion, die ist nämlich bewusst vintage, weil sie halt retro klingen soll und früher

    hat man nicht geknallt, sondern eher gemütlich-warm-muffig auf gerundeter Gratung gelegen. Es hatte ja einen Grund, warum man für den moderneren HiFi-Sound die Gratungen angespitzt hat.

    Für knallende backbeats würde ich persönlich auf höhergestimmte Birke mit eher kürzerem Kessel an Gussreifen mit 45° Gratung setzen.

    Natürlich kann ich auch meine Trommeln anknallen, aber wenn ich nur funky knallen wollte, wäre das für mich die bessere Lösung.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Der Max macht das Video natürlich im Auftrag von Bonedo, was irgendeine Verwandte vom Hans ist, der ja offenbar der Eigentümer von der Trommelkraft ist. Von daher ist das Video schon verhältnismäßig "kritisch".

    Mahlzeit!


    Wenn ich Aufnahmen von mir höre, dann ist es völlig egal, wo und wie die entstanden sind, wenn meine D528 darauf zu hören ist, klingt sie gut.

    Das war auch bei allen Räumen so. Die einzige Ausnahme war die Bestückung mit Pinstripe, das war dann nicht mehr so toll.

    Ebenfalls stets wohlklingend empfand ich die vielgepriesenen Ludwigs, deren Namen ich mir nie merken kann und die in dem ein oder anderen Proberaum einfach so herumstehen. Egal wo das war und wer die wie gestimmt hatte, die klangen immer gut.


    Bei mittel- und unterpreisigen Trommeln hatte ich immer das Gefühl, das kann nicht alles gewesen sein.


    Der Kompromiss liegt in der Mitte.

    Mit einer mittelklassigen Profitrommel kann man nichts falsch machen, klingt ordentlich und ist tragbar, finanziell wie haptisch.

    Ian Paice macht es uns seit Jahren vor.


    Dass die Bronze-Eimer im Popularbereich nahezu ausschließlich von Heavy Hittern gespielt zu werden scheinen, hat wohl ihren Ruf geprägt. Dennoch: sie sind

    vielseitiger als mancher vermutet

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ding am Sonntag in der Oper Bronze war. In der Oper!

    Da wurde nicht brachial, sondern filigran, durchaus dramatisch, aber extrem präzise und teilweise wie schwebend gewirbelt.

    Das mit einer Ottonormalbilligschnarre nachmachen zu wollen, stelle ich mir auch mit besseren Trommelkünsten äußerst schwierig bis unmöglich vor.

    Ich weiß, dass günstigere Trommeln im krassen Bereich schlechter ansprechen. Diese Bereiche (ppp und teilweise auch fff) bedient der Normalpopulartrommler gar nicht, die Musik ist ja doch fast immer mf, vielleicht mal p, vielleicht mal ff.

    Zig snares unterscheiden sich im close-miking zwar, aber mitunter nicht (mehr) sooo gravierend. Im Raum oder aus Fahrerperspektive gespielt/gehört aber durchaus!

    Da frage ich mich auch immer, was diese Vergleiche im Internet sollen.

    Es müsste eigentlich jeder wissen, dass der Klang mit den Overheads aufgenommen wird und das Ding an der Trommel ein Stützmikrofon ist, also für den Druck, der im großen Saal dann hinnten fehlen mag, dient.

    Es hält ja auch niemand beim Trommeltest sein Ohr direkt an die Trommel und das Publikum in Verhältnissen ohne Verstärkung lauscht ja auch im Raum und nicht an der Spannreifenkannte. Tatsächlich erkennt man das Potential von vielen Schlagzeugen erst, wenn man mal knapp vor der Halle lauscht.

    Klingt es da immer noch gut? Dann hat das Gerät eine gute Projektion und ist für akustische Verhältnisse geeignet. Hört man nichts mehr oder nichts mehr so Schönes? Dann ist die Bude nur für Mikrofonierung oder Selbstbefriedigung des Trommlers geeignet. Das kann für manche Kapellen, die sowieso nur mikrofoniert erscheinen, egal sein.

    Musikinstrumentengruppen wie beispielsweise Streich- oder Blasinstrumente gibt, bei denen Rohstoff- und Fertigungsgüte sowie das Alter des Instruments tatsächlich einen hör- und spürbaren Unterschied bewirken

    Das ist ein Gerücht.

    Auch in der Klassik herrscht viel Esoterik und ein Normalsterblicher wird auch seine Schwierigkeiten haben, das sauteure Ding von dem Standardgerät unterscheiden zu können. Im unteren Segment hört man natürlich die Schwächen dann schneller.

    Wenn ich meine Snare immer nur im selben ähnlichen Range stimme, weil ich als Hobbymusiker gar nicht die Zeit und auch Anwendungen habe für mehr, dann werde ich wohl nie ausreichend erfahren, welche Eigenschaften die Bell Brass gegenüber der 300€ Drum Craft Snare aus Kupfer in besonders tiefen und hohen Stimmungen ausspielt oder eben auch nicht.

    Genau so ist es. Der Normalverbraucher braucht keine Extreme und kann zumindest mit der (oberen) Mittelklasse sehr gut fahren.


    Grüße

    Jürgen