Beiträge von Jürgen K

    Guten Abend,


    ich habe mit meinem Hauptset tatsächlich schon Big-Band und Heavy Metal gespielt.

    In beiden Fällen gab es keine Beschwerden.


    Bei der letzten Big-Band-ähnlichen Veranstaltung sah mein Ausgehgerät so aus:

    Für akustische Verhältnisse, wo Klänge gerne mal in den Weiten der Weite verschwinden, nehme ich gerne Geräte, die ein bisschen besser (über-)tragen. In gesitteten Innenräumen nehme ich dann auch lieber gesittete Geräte.

    Größere Instrumente haben aus meiner Erfahrung heraus mehr dynamische Möglichkeiten, man kann sie sehr leise und sehr laut spielen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    die ganze Veranstaltung ist ein Zeichen dafür, was das Forum kann.


    Allerbesten Dank an denjeningen, der die meiste Arbeit wohl hatte: m_tree.

    Blieb immer entspannt, hat alles ausdiskutiert und die Sache auch noch primal gelöst.


    Vielen Dank auch an alle Teilnehmenden, Abstimmenden und Diskutierenden.
    So läuft ein Forum!


    Was die jeweils eigenen Leistungen betrifft, können ja nur die Gewinner zufrieden sein und das mit Recht, Glückwunsch!

    Insgesamt war das knappe erste Drittel völlig korrekt dort, wo es ist, über Details kann man diskutieren.

    Hinten ist es etwas anders, in der Tat ist es bei wenigen Punkten so, dass der eine oder andere punktlos geblieben ist, der welche verdient hätte.


    Ich selbst hatte nach dem Motto aus dem Kopf - aus dem Sinn, tatsächlich mein eigenes Getrommel nicht mehr erkannt, was auch daran gelegen haben könnte, dass ich steif und fest glaubte, an einem anderen Tag abgegeben zu haben. Von daher sind auch die Klänge recht relativ, man weiß ja nie so genau, wer da wie mit welchem Gerät hantiert hat und bei dem ein oder anderen vielleicht auch, wie er sich verstellt hat. Man kann ja laut, leise, akzentuiert oder sonstwie spielen und dann auch noch je nach Technik die drei Instrumente dynamisch bei der Nachbearbeitung beeinflussen. Auch von daher ist das alles ein bisschen relativ und so mancher, der einen Scheiß-Sound hatte, spielte besser, als es klang.


    Meine Herangehensweise war: keep it simple.

    Bude im Wohnzimmer aufgebaut, drei Mikrofone (das war nicht optimal, insbesondere bei der Hi-Hat, die gleiche Schwäche habe ich aber auch bei vielen anderen Aufnahmen gehört), keine großen Bemühungen (Bass Drum hatte nur ein Fell, Snare Drum zusätzlich leicht gedämpft (statt ordentlich einstellen), Mikrofone relativ standardmäßig positioniert ohne Korrekturen). Für die Nachbarn gab es die Zahnstocher und entsprechend Akkordeon-Orchester-Dynamik. Aufgenommen und gemischt mit Zoom R16, auf USB und den in den PC. Fertig. Dann den Scheiß wieder weggeräumt und vergessen, wie es klang.

    Größter Lerneffekt: close miking bei der Hi-Hat lassen wir das nächste Mal mal sein, das klingt scheiße. Und ob jetzt das alte PinStripe untenrum hätte sein müssen, ist auch diskutabel. Für die Kleine hätte man auch mal mehr Mühe aufwenden können und für das elende Gewackel war natürlich die Erkältung vor drei Wochen schuld. ;)


    Für das nächste Mal könnte man ja mal was für Jazzer tun: Swing.

    Oder für die Klassiker: Bolero. (Nee, besser nicht).

    Auf jeden Fall sollte es nicht zu kompliziert werden, denn das war der Erfolg bei der Sache, nahezu jeder konnte da irgendwie mitmachen.

    Also die Black Page runtertrommeln wäre keine gute Aufgabe.


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Blues auf Tempo gemütlich, Rock auf a piu allegro, Disco, Soul, Latin ... es gibt so viele Möglichkeiten ... vielleicht ... Lambada?

    Oder Wiener Walzer?

    Gude Morsche,


    beim ESC heißt es auch gerne mal: Allemagne - zero points.


    Mich wundert eher, dass mehr als 20 Beiträge Punkte bekommen haben. Für mich waren allenfalls ein halbes bis Dutzend für das Treppchen relevant.


    Man sollte als Musikant auch mal lernen, dass es Null werden kann. Kennt eigentlich jeder, der sich mal bei Bands beworben hat. Und im wahren Leben ist es doch genauso. Mal scheint die Sonne, mal regnet es, mal weiß man es nicht so genau.


    Frohen und gesegneten letzten Arbeitstag vor der Auferstehung!


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich hatte das mal bei Drumsigns machen lassen.

    Ging gut. Vektor-Dateil war hilfreich. Loch rechts und links in Wunschgröße war kein Problem - es waren natürlich zwei Felle.

    Teurer Spaß. Die Kapelle hat sich zwischenzeitlich aufgelöst.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich werde nachher mal meine Stimme abgeben.

    Wenn jemand noch Punkte will, meine Bankverbindung lautet ...


    kleiner Scherz.


    Ich gebe mir natürlich selbst ...

    ach so, nee, ach ...


    Der ein oder andere macht sich viel zu sehr ins Hemd.

    Dort, wo ich aktuell spiele, wäre jeder der Teilnehmenden genommen worden. Ok, manch einer vielleicht mit rotem Teppich oder Kniefall, aber letztendlich hätten die sich über jeden gefreut. Und die meisten Trommelnden, die in einer berühmten Gruppe spielen, sind nicht dort, weil sie die Allerbesten bei der Weltmeisterschaft geworden wären.


    So, dann erst noch mal ein bisschen Schlaf und dann geht es zur Kreu-, pardon, zur Abstimmung.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    jeder hat andere Anforderungen, Erwartungen, Interessen, Spielfähigkeiten und ein anderes ... Budget.

    Ich selbst spiele aktuell gar kein China Type (außer daheim am Übeset), weil es gerade nicht gefragt ist.

    Ansonsten sieht mein Ausgeh-Set so aus:


    Crash I: Paiste 2002 Crash 18" (oder Medium 18")

    Crash II: Paiste 2002 Crash 20" (oder Crash 19")

    Hi-Hat: Paiste 2002 Heavy Hi-Hat 14"

    Ride: Paiste 2002 Ride 22" (oder Heavy Ride 20")

    China: Paiste 2002 China Type 20"


    Snare: Größe 14''

    Toms: Größen 6", 8", 12", 13", 16" oder 12", 13", 14", 15", 16", 18" (oder Teile davon)


    Bass-Drum: Double Bass Camco/Pearl oder Pearl (Fell: 24'') oder einfach zwei Trommeln (24")


    Der Grund für das Becken:

    a) es passt zu den anderen. Früher hatte ich ein Zildjian Swish 18" (allerdings ohne Nieten, die Löcher waren leer), das passte nicht zu meinen damaligen Crash-Becken (Paiste 505)

    b) es kann verschieden eingesetzt werden von halbwegs moderat bis ordentlich laut


    Wenn ich es nur für kurze Akzente einsetzen wollte, würde ich über ein kleineres Becken oder eine Beckenkombination, die sich gegenseitig letztendlich in der Klangdauer beschränkt nachdenken.


    Von Becken aus Wuhan würde ich Abstand halten.

    Diese sind etwas für Freunde des Glücksspiels. Es gibt nur wenige Händler, die wirklich die Spreu vom Weizen trennen und nur die guten ein- und verkaufen.

    Für meinen Geschmack klingen sie auch recht eigen, die Liebhaber mögen genau das ("trashy"), ich finde, sie passen zu anderen Becken einfach nicht wirklich gut.


    Wenn ich auf kleine Becken stünde, dann würde ich auch ein kleineres China nehmen. Wer 15" und 16" als Crash mag, der mag sicherlich auch ein China in 16" (max. 18"), vielleicht auch 14" (das klingt dann wirklich kurz).

    Wenn man Meteor und AAX im Set hat, dürfte die Marke und Serie eher zweitrangig sein.


    Der ein oder andere würde wohl raten, erst mal Hi-Hat und Ride zu verbessern, aber davon bekommt man keinen China-Sound.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich präzisiere: Allheilmittel für daheim wegen Lautstärke, Lernerfolg und Spaß.


    Es kommt eben darauf an, was dabei heraus kommen soll und auch wie der Einzelne tickt.

    Was dem einen Spaß macht, findet der andere doof. So ist das mit den Hobbies.

    Natürlich kann man sich an ein Millenium setzen und feste glauben, das wäre so etwas wie ein Schlagzeug. Man kann auch das Roland-Flaggschiff kaufen und glauben, damit hätte man die Schlagwerkergruppe aus den hinteren Reihen des Orchesters einschließlich Kirchenglocke, Donnerblech, Sirene und Marimba gemütlich zusammengefasst leicht und digital (mehr Digitalisierung zur Rettung der Welt!) abrufbar.

    Es funktioniert nicht.


    Wenn man aber gerade als Anfänger sich ein Schlagzeug (drum-set) kauft und daheim im Keller an der weißen Wand dann erhofft, dass es so wie auf der Platte vom Lieblingsinterpreten klingt, dann ist die Enttäuschung auch erst mal traumatisch.


    Je nachdem, wo die Reise letztendlich hin gehen soll, sollte man beginnen.

    Und notfalls beginnt man einfach irgendwie und lernt aus Fehlern, letztendlich ist das ohnehin nötig, die Frage ist halt nur, wie viele Umwege man vorher schon vermeiden kann.


    Als ich anfing, hatte ich das Ziel in einer (Rock-) Band (also so rund vier bis sechs Leute) zu proben und aufzutreten im lokal-regionalen Bereich. Folglich habe ich das Equipment geplant natürlich im engen Rahmen des Budgets. E-Drums waren damals keine Option. Heutzutage würde ich darüber nachdenken, allerdings bei gleicher Ausgangslage und dem aktuellen Kenntnisstand die Elektro-Option ablehnen.

    Allerdings wurde ich auch recht schnell Mitglied der Schul-Big-Band, das wäre mit Besen auf mesh head lustig geworden und ich hatte auch schon immer ein Faible für große Dinge wie Orchester und vor allem Dynamik, den "Bolero" auf der Elektro-Snare stelle ich mir eher unlustig vor.


    Synthetische Klänge waren in den 1980er und 1990er Jahren mal sehr en vogue, allerdings hat sich das nur in speziellen Genres dauerhaft durchgesetzt. Ich selbst finde sich auf Dauer sehr ermüdend und liebe echte Klänge. E-Drums können mir da überhaupt nicht helfen, auch die teuren nicht.

    Durch die eingeschränkten Spielmöglichkeiten (ein Becken klingt nun mal ganz anders, wenn man es mit anderen Schlagwerkzeugen und an anderen Stellen anspielt und bei Trommeln ist das letztendlich auch so) können E-Drums praktisch nur mainstream abbilden oder eben Spezialklänge.


    Im Akkordeon-Orchester habe ich auch schon das Elektronium Pauke spielen gehört.

    Wenn man es nicht besser kennt, ok, aber das Ausklingverhalten ist praktisch nicht wirklich kontrollierbar, mit jeder Billig-Pauke geht das besser.


    Ein Tam-Tam (Gong) kann klingen wie alles Mögliche.

    Stelle ich das auf E-Drums ein, gibt es einen Klang und fertig. Die Variabilität geht komplett flöten.


    Und dann wären die Kirchenglocken und Kanonen natürlich schön.

    Aber: wenn es wirklich Alarm machen soll, braucht man auch eine Anlage (Lautsprecher!), die das abbilden können. Und dann wird es mit den Nachbarn endgültig lustig.


    Wenn ich also Kirchenglocke und Kanone übe, dann mache ich das eben so, wie ich es anzuspielen habe, aber auf den Ton verzichte ich.


    Und um Schlagzeug zu üben, muss es nicht klingen wie in der Festhalle.

    Das ist Selbstverarsche. Es kann daheim nicht klingen wie in der Halle (es sei denn ich bin ein seltener Hallenbewohner). Also gehe ich beim Üben immer klangliche Kompromisse ein.

    Um aber vernünftig meine Technik zu erkennen, muss ich hören, was ich spiele und nicht das, was mir ein zugeschalteter Apparat vorspielt. Das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem bei E-Drums daheim zum Üben. Ausschalten und Üben ist ok, aber mit Gottesbescheißerleklang dahinter wird man tatsächlich verleitet, beim Üben zu schludern, sowohl dynamisch also auch die sonstige Treffsicherheit.


    Wem das egal ist oder wer meint, er möchte das Filigrane dann später mal nachholen, der kann es tun. Wer aber am Ende selbst klingen will, muss genau diesen Klang üben.

    Und da ist ein Telefonbuch oder Karl May oder eben der Autoreifen zielführender. Mit der Zeit macht das auch Spaß. Umgekehrt hört bei E-Drums mit der Zeit der Spaß auf. Das ist das Trügerische.


    Wer Geige lernen will, muss sich auch überwinden. Am Ende wird es schön. Aber bis dahin ...


    Grüße

    Jürgen


    Der grund warum ich mir ein Schlagzeug kaufen möchte ist simpel, ich brauche ablenkung und ein neues Hobby

    Die Kernfrage bleibt: soll das Hobby "Schlagzeug" oder "E-Drums" heißen?

    Guten morgen,


    solo heißt allein.


    Damit wäre das auch geklärt.


    In der Tat ist das auch eine Frage des Zusammenhangs. Bei mir steht in den Noten schon mal "solo" drin, auch wenn alles ausnotiert ist und tatsächlich dasselbe gespielt wird wie die ganze Zeit. Das heißt dann, ich möge mich nicht wundern, wenn die anderen gerade aufgehört haben und nichts tun.


    Solistische Einlagen sind in der Tat auch improvisierte Überleitungen (auch gerne mal als "fill in" oder "break" tituliert). Ob das dann schon ein ganzes (?) Solo ist?


    Und ein Solo mit Begleitung? Acapella mit Band? O je.


    Nun ja, man erwartet natürlich bei "Drum-Solo" auf jeden Fall eine Hebebühne, Feuerwerk, das Deutsche Fernsehballett und ein Inferno der Becken-Batterie während die Großen Trommeln anfangen abzuheben. Alles andere ist gewollt, aber nicht gekonnt.


    Eine Norm-Findungskommission wäre mal hilfreich.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich sage ja immer: was willst du konkret damit spielen (können)?


    Und solange jemand diese Frage nicht oder nur ausweichend beantwortet, kann man auch nicht raten, ob ein Flügel oder eine Kirchenorgel oder gar ein Celesta geeigneter wäre.


    Wie gesagt, Roland Kaiser lässt sich mit Roland bedienen - jedenfalls auf der Bühne.

    Im Akkordeon-Orchester habe ich auch schon Roland Kaiser gespielt. Hätte ich da E-Drums dafür gehabt, hätte ich noch nicht mal geweint.


    Wie ich hier lese, könnte ich für "Hells Bells" offenbar auch mit E-Drums einen guten Kompromiss gestalten. Jedenfalls das Glockenproblem wäre gelöst?


    Neulich hatten wir im Orchester wieder Pauken. Die passen wirklich schlecht in die Aktentasche. Sollte ich denen mal sagen, sie sollen sich endlich E-Drums anschaffen? Das Lied hieß "Music". Ja, tatsächlich, bei der Gummistiefel-Nacht der Prominenten sind da doch tatsächlich ... Roland! Aber warum hängt da Sabian?


    Und wenn es mal wieder heißt, ob es auch leiser ginge? Ja klar, die Maschine, wo die "Töne" heraus kommen, kann man regeln. Aber das Geklapper, wenn der Stock auf Nylons und Gummis fällt, das klingt immer nach Geklapper und um mal wieder auf das Thema zu kommen: das hört dann im Zweifel der Nachbar als Trittschall als Gewummer, ganz egal, was der Wohnzimmertrommler daheim so auf dem Kopfhörer hat.


    Und deshalb ist die Behauptung, dass E-Drums und E-Auto die Allheilmittel wären, hier wie da hinterfragenswert.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich sage ja immer: was willst du konkret damit spielen (können)?


    Und solange jemand diese Frage nicht oder nur ausweichend beantwortet, kann man auch nicht raten, ob ein Flügel oder eine Kirchenorgel oder gar ein Celesta geeigneter wäre.


    Wie gesagt, Roland Kaiser lässt sich mit Roland bedienen - jedenfalls auf der Bühne.

    Im Akkordeon-Orchester habe ich auch schon Roland Kaiser gespielt. Hätte ich da E-Drums dafür gehabt, hätte ich noch nicht mal geweint.


    Wie ich hier lese, könnte ich für "Hells Bells" offenbar auch mit E-Drums einen guten Kompromiss gestalten. Jedenfalls das Glockenproblem wäre gelöst?


    Neulich hatten wir im Orchester wieder Pauken. Die passen wirklich schlecht in die Aktentasche. Sollte ich denen mal sagen, sie sollen sich endlich E-Drums anschaffen? Das Lied hieß "Music". Ja, tatsächlich, bei der Gummistiefel-Nacht der Prominenten sind da doch tatsächlich ... Roland! Aber warum hängt da Sabian?


    Und wenn es mal wieder heißt, ob es auch leiser ginge? Ja klar, die Maschine, wo die "Töne" heraus kommen, kann man regeln. Aber das Geklapper, wenn der Stock auf Nylons und Gummis fällt, das klingt immer nach Geklapper und um mal wieder auf das Thema zu kommen: das hört dann im Zweifel der Nachbar als Trittschall als Gewummer, ganz egal, was der Wohnzimmertrommler daheim so auf dem Kopfhörer hat.


    Und deshalb ist die Behauptung, dass E-Drums und E-Auto die Allheilmittel wären, hier wie da hinterfragenswert.


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    also es gibt keine A-Drums.

    Es gibt auch keine Winterzeit.


    Wer das nicht akzeptieren will, ignoriert die Musikgeschichte und die Geschichte des Schlagzeugs.

    Das Instrument - oder korrekter: die Instrumentenkombination - ist historisch gewachsen.

    Das Phänomen E-Drums kam mit der Elektrowelle vor rund vierzig Jahren, ging dann auch wieder und kam in anderer Form zurück.


    Heute gibt es in der freien Wildbahn kaum E-Drums im Einsatz.

    Berühmte Ausnahmen sind etwa Roland Kaiser und dann fällt mir schon keiner mehr ein.


    Umgekehrt findet man in Wohnzimmern und Hobbykellern und Musikschulen massenweise E-Drums.


    Man kann Koordinationsübungen überall machen.

    Wenn es um den Klang eines Schlagzeugs geht, kann man den bis zu einem gewissen Grad auch mit Elektronik imitieren, wenn es um relativen mainstream geht. Also bei Schlager, Festzelt etc., mag das noch passen.

    Für Klassik, Jazz und Musik, wo der Klang eine größere Rolle spielt, wo es um Dynamik geht, da wird es mit E-Drums sehr schwer bis ganz schnell unmöglich.


    Es kommt aber immer darauf an, wie man selbst an die Sache heran geht.

    Ich sehe mich als Bühnenmusikant für viele Genres und benötige daher universelles Gerät. Daheim übe ich.

    Andere spielen daheim und kommen vielleicht gar nicht (so oft) heraus. Da gibt es vielleicht andere Anforderungen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Man kann ja auch Kirchenorganist sein oder Bontempi-Orgel im Esszimmer spielen.

    Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen.


    Ich selbst muss ja auch ab und an mal E-Drums genießen.

    Für meinen persönlichen Bedarf würde ich tatsächlich am Ehesten noch für eine Cover-Kapelle, die auf Festen spielt, so ein Gerät (dann aber hochwertig!) anschaffen (sofern das Budget überhaupt gegeben wäre). Alles andere würde ich definitiv nicht damit ausrüsten und dazu gehört namentlich auch mein Übeset daheim.


    Und die Behauptung, dass mein Übeset tot klingt und man da auch gleich reine Gummischeiben nehmen könnte, ist aus meiner Sicht falsch. Ich höre, den Unterschied der Becken und auch der Trommeln, kann also durchaus tonal üben. Die Resonanzfelle sind ja noch drauf und die sind nicht nur da, weil sie schön aussehen. Und die Becken klingen leiser und viel kürzer, aber man hört schon noch, welches Becken das war. Ob das immer schön ist, sei mal dahin gestellt, aber wenn ich die künstlichen Klänge von so manchem preisgünstigen Elektrogerät höre, frage ich mich dann schon, was die mit Schlagzeug zu tun haben.


    Bei der Orchesterprobe habe ich in meiner Stocktasche Filzschlägel, verschiedene Holzsorten und Größen, Besen, Rute. Wie erkennt eigentlich so ein E-Drums das Gerät, mit dem es geschlagen wird?

    Ein Schlagzeug antwortet korrekt. Und es verzeiht keine dynamischen Fehler.


    Aber man kann auch mit einer E-Gitarre Flamenco spielen. Und so manches Keyboard kann geigen und blasen.

    Behauptet jedenfalls der Verkäufer.


    Es gibt für alles eine Anwendung. Aber es ist nicht immer das, was manche Leute einem erzählen. Es ist oft ganz anders. Und das sollte man mal akzeptieren.


    Grüße

    Jürgen

    Hallöle,


    also es gibt keine A-Drums.

    Es gibt auch keine Winterzeit.


    Wer das nicht akzeptieren will, ignoriert die Musikgeschichte und die Geschichte des Schlagzeugs.

    Das Instrument - oder korrekter: die Instrumentenkombination - ist historisch gewachsen.

    Das Phänomen E-Drums kam mit der Elektrowelle vor rund vierzig Jahren, ging dann auch wieder und kam in anderer Form zurück.


    Heute gibt es in der freien Wildbahn kaum E-Drums im Einsatz.

    Berühmte Ausnahmen sind etwa Roland Kaiser und dann fällt mir schon keiner mehr ein.


    Umgekehrt findet man in Wohnzimmern und Hobbykellern und Musikschulen massenweise E-Drums.


    Man kann Koordinationsübungen überall machen.

    Wenn es um den Klang eines Schlagzeugs geht, kann man den bis zu einem gewissen Grad auch mit Elektronik imitieren, wenn es um relativen mainstream geht. Also bei Schlager, Festzelt etc., mag das noch passen.

    Für Klassik, Jazz und Musik, wo der Klang eine größere Rolle spielt, wo es um Dynamik geht, da wird es mit E-Drums sehr schwer bis ganz schnell unmöglich.


    Es kommt aber immer darauf an, wie man selbst an die Sache heran geht.

    Ich sehe mich als Bühnenmusikant für viele Genres und benötige daher universelles Gerät. Daheim übe ich.

    Andere spielen daheim und kommen vielleicht gar nicht (so oft) heraus. Da gibt es vielleicht andere Anforderungen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Man kann ja auch Kirchenorganist sein oder Bontempi-Orgel im Esszimmer spielen.

    Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen.


    Ich selbst muss ja auch ab und an mal E-Drums genießen.

    Für meinen persönlichen Bedarf würde ich tatsächlich am Ehesten noch für eine Cover-Kapelle, die auf Festen spielt, so ein Gerät (dann aber hochwertig!) anschaffen (sofern das Budget überhaupt gegeben wäre). Alles andere würde ich definitiv nicht damit ausrüsten und dazu gehört namentlich auch mein Übeset daheim.


    Und die Behauptung, dass mein Übeset tot klingt und man da auch gleich reine Gummischeiben nehmen könnte, ist aus meiner Sicht falsch. Ich höre, den Unterschied der Becken und auch der Trommeln, kann also durchaus tonal üben. Die Resonanzfelle sind ja noch drauf und die sind nicht nur da, weil sie schön aussehen. Und die Becken klingen leiser und viel kürzer, aber man hört schon noch, welches Becken das war. Ob das immer schön ist, sei mal dahin gestellt, aber wenn ich die künstlichen Klänge von so manchem preisgünstigen Elektrogerät höre, frage ich mich dann schon, was die mit Schlagzeug zu tun haben.


    Bei der Orchesterprobe habe ich in meiner Stocktasche Filzschlägel, verschiedene Holzsorten und Größen, Besen, Rute. Wie erkennt eigentlich so ein E-Drums das Gerät, mit dem es geschlagen wird?

    Ein Schlagzeug antwortet korrekt. Und es verzeiht keine dynamischen Fehler.


    Aber man kann auch mit einer E-Gitarre Flamenco spielen. Und so manches Keyboard kann geigen und blasen.

    Behauptet jedenfalls der Verkäufer.


    Es gibt für alles eine Anwendung. Aber es ist nicht immer das, was manche Leute einem erzählen. Es ist oft ganz anders. Und das sollte man mal akzeptieren.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    Leider kommt ein akustisches nicht in frage wegen "Lärm".

    In der Tat. Wer Musik machen möchte, braucht ein Musikinstrument, wer Lärm machen möchte, nimmt halt irgendwas.

    Dieses Set wurde mir "empfohlen"

    Wahrscheinlich von dem, der es verkauft.

    Ich gehe stark davon aus das mir viele abraten werden mit double bass zu starten

    Ich finde Kontrabass schön.


    Wenn ich ein Budget hätte, würde ich mich erst mal fragen, was am Ende dabei heraus kommen soll. Früher war das: ich will in einer Band spielen.

    Heute ist das oftmals: ich will im Hobbykeller vor mich hindaddeln.

    Für beide Anlässe und für noch mehr dazwischen gibt es mannigfache Lösungen.


    Schon mit dem Doppelhuf ist die Frage: will ich Swing spielen?

    Oder doch lieber Schlager? Oder Punk?


    Ohne einen Business-Plan geht heute einfach nichts mehr.

    Oder man kauft einfach mal drauflos und guckt dann hinterher, ob man schlauer wird.


    Ich selbst übe übrigens daheim ohne E-Drums. Ist ungefähr genauso laut und kostet ein "normales" Set plus Gewebefelle (mesh heads) und Neoprenscheibchen fürs Blech.

    Es fehlt dann halt der Beschiss mit den künstlichen Klängen.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Morgen,


    ich selbst hatte mal 7 Jahre Pause. Allerdings war ich da noch jünger und bin auch jetzt noch U60, auch wenn ich mich sowieso eher Ü75 fühle und aktuell sogar Ü85.


    Was meint ihr, die Zähne zusammenbeissen oder die Sticks gleich zum Brennholz geben?

    ich finde, dass man als Erstes mal die Extreme vergessen sollte.

    Weder das Zusammenbeißen der Zähne (führt zu Krämpfen und Dentin-Abrieb) noch das Verbrennen von Gegenständen (führt zu Feuerwehreinsätzen) ist zielführend, egal welches Ziel, es sei denn, es ginge um Katastrophe als Ziel.


    Als ich wieder anfing, war mein Übepensum auf 20 Minuten täglich beschränkt, also nicht mehr. Erst nach einem halben Jahr war ich dann ungefähr wieder auf dem Stand von vor 7 Jahren.

    Wenn ich einen Wirbel spielen will, muss ich den üben. Und da ich ja als ursprünglicher Rocker auf solche Feinheiten nicht so sehr geachtet habe und sie mir als nunmehriger Orchesterochse ständig um die Ohren gehauen werden, darf ich den Scheiß dauernd üben. Und in den letzten 20 Jahren hatte ich keine Pause. Gerade da ich ja meine, alles können zu müssen, muss ich ständig filtern, was ich wirklich üben will, denn da bleibt nicht viel übrig in der kurzen Zeit bis die Pedale zu glühen anfangen und der Hocker sich in den Allerwertesten bohrt.


    Ich würde auch erst mal einen Übeplan machen:

    1. wohin soll es führen?

    Stones-Cover-Kapelle, Feuerwehr-GrillundSauf-Kapelle, Tool-Tribute-Band, Glenn-Miller-Cover-Big-Band, NDW-Nachspielverein, Kiss-Malerwerkstatt-Combo ... es gibt viele Möglichkeiten, manche sind etwas überambitioniert.

    2. wie übe ich?

    Ich bin ein Freund des Planes. Geübt wird, was man nicht kann und (!) was man können will oder muss. Und ein bisschen Spaß muss auch sein.

    Wenn es etwas werden soll, braucht man Zeit und zwar (nahezu) täglich. Einmal in der Woche im Proberaum bei Brezel und Bier bringt nix außer dickem Bauch.

    3. wer kontrolliert und korrigiert das Ganze?

    Nur im eigenen Wohnzimmer daddeln ist schön, aber nicht auf Dauer, wenn man besser werden will. Gerade, wenn es wohin führen soll, macht es Sinn, eigene Schwächen von außen beurteilen zu lassen: Unterricht.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Abend,


    ich habe jetzt mal alles durch.

    Auffallend: das Mittelfeld ist extrem breit und auch die offensichtlichen Anfänger schlagen sich gut. Richtig gut sind gar nicht so viele.


    Mein eigenes Zeug habe ich tatsächlich erkannt, aber nur, weil ich weiß, was da wie aufgenommen wurde.


    Bei genau einer Nummer ist mir gleich ein Lied aufgegangen. Musik!


    Viele Leute haben aber auch schlimmes Gerät und spielen besser als es klingt.


    Grüße

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    "made in" ist ja bei Waren, die zusammengesetzt werden, so eine Sache.

    Scheißegal, wo der ein oder andere Kessel herkommt, möglicherweise sogar aus völlig verschiedenen Orten, gibt es ja noch Zulieferer für die diversen Beschlagteile und dann muss das ja noch irgendwo zusammengeschraubt werden.

    Und wenn man das Ergebnis noch gewinnbringend verkaufen will, muss man Kompromisse machen.

    Kompromisslos gab es zuletzt in den 1980er Jahren. Das war manchen Leuten trotz fantastischem Preisleistungsverhältnis damals schon zu teuer. Und heute ist dank Globalisierung, also faktisch Auslagerung in Billigproduktionsländer die Kompromisslosigkeit nicht mehr darstellbar.

    Ob ein Produkt dann gut oder weniger gut ist, kann man oft nur noch daran erkennen, dass man es ausprobiert, wenn es teurer ist, hat der Markeninhaber vermutlich zuvor schon den Müll getrennt.


    Ich versuche, mich auf qualitativ brauchbares Gerät zu beschränken, das auch eingesetzt wird und letztendlich Freude macht.


    Grüße

    Jürgen

    Guden Nachmittag,


    ich hatte auch schon Decken, Kissen und diverse Textilien in der Trommel, aber festgeklebt habe ich die noch nie.

    Neulich sah ich in der Vereinstrommel aus der Decke noch einen Trommelstock herausragen, der war mal über die Rosette hineingeraten und ja, da sind die Felle auch nicht porös, also blieb er drin, klingt seitdem wollig-holzig-filzig, so wie es sein muss.


    Einmal aufschütteln und dann ist die Bettwäsche wieder frisch. Bei Festinstallation der Trommel wüsste ich noch weniger, wozu man da kleben sollte. Wegen Erdbeben vielleicht?


    Grüße

    Jürgen

    Guten Nachmittag,


    der Sinn der Übung zeigt sich ja jetzt schon:

    der ein oder andere, der glaubte, erfährt nun die Wahrheit.

    Wir können über Profis viel meckern, aber die meisten von uns klingen wie Amateure (bei mir leider auch nicht besser). Und wer meint, an zwei Minuten verzweifeln zu müssen, darf das auch gerne mal einen Profi machen lassen, der lacht sich dabei kaputt. Das ist der Unterschied zwischen Einzeller und Großmeister. Ein bisschen Demut schadet uns allen nicht.


    Zum Trost: es gibt auch Auftrittsmöglichkeiten für nicht so Begabte. Diese nehme ich wahr und das Publikum ist ja meistens auch recht dankbar. Es muss nicht immer Kaviar sein. Und für den Rest hilft Üben oder schön saufen oder einfach mal akzeptieren, dass man in der Vergangenheit nicht (gut) genug geübt hat und sich das halt bemerkbar macht.


    Grüße

    Jürgen