Hallöle,
leider gibt es immer Beschränkungen.
Selbst wenn das Budget ausreichend sein sollte: wo stelle ich es hin? Muss ich mir ein Schloss kaufen?
Wer trägt es dahin? Brauche ich einen Mitarbeiterstab?
Um es ein bisschen realistischer zu gestalten: die vier Kesselpauken habe ich schon mal gestrichen.
Reduziert auf Drum-Set stellt sich dann noch mal die Frage, ob die Bühne (die dann auch noch zu kaufen wäre) 2 x 2 oder 3 x 2 ist.
Im Prinzip wird es dann mein Superstar in besser, schöner, neuer und vielleicht darf es auch ein bisschen mehr sein.
Dann geht es schon mit der Diskussion von Farbe und Größe los.
Farbe: Holzfurnier oder Lack? Wohnzimmer oder Bühne? Jazz, Klassik, Pop, Rock, Metal?
Größe: Standard, Quadrat oder was auch immer dazwischen?
Umfang: s. o., breit oder schmal?
Aufbaulogistik: bekommt man vier Doppelfußmaschinen und vier Hi-Hat-Maschinen vernünftig aufgestellt?
Und die Frage aller Fragen: braucht man das bzw. etwas nüchterner: wird es denn wirklich irgendwann irgendwie irgendwo verwendet, was ist dauerhaft sinnvoll und was wäre dann für einen Jubeljahreinsatz im Zweifel zu mieten?
Wenn ich meine Historie betrachte, dann habe ich bislang maximal zwei Bass Drums und sieben RotoToms oder vier Tom-Toms und zwei Snare Drums im Außen-Einsatz gehabt. Der Beckensatz ist nahezu Standard mit Erweiterung des Üblichen, jedenfalls in der praktischen Anwendung.
Die RotoToms zähle ich als Percussion, dann erweitere ich die Tom-Toms auf das, was man brauchen könnte, wenn es mal groß und mal klein sein müsste, da käme ich mit sechs gut aus, das reicht dann auch, falls doch mal "In der Nacht heut' Nacht" angefragt werden sollte. Evtl. doch noch ein siebtes, falls mal Sekt gekühlt werden muss?
Serien sind leider wenig geeignet, wunschlos glücklich zu machen, jedenfalls ich finde immer etwas, was mir fehlt oder nicht gefällt.
Bei Gebrauchtem wird es auch nicht einfacher.
Folglich hilft nur Flaggschiff-Ware. Letztendlich lande ich da schnell bei Sonor SQ2.
Was das Holz betrifft, bin ich eher Freund der klaren Linie mit Höhen und Tiefen, da wäre die nordeuropäische Birke erste Wahl, die europäische Buche zweite, alles andere fiele kräftig ab.
Bei den Kesselstärken bin ich der Meinung, dass ein Instrument keine Selbstbefriedigung ist und auch kein Gerät, dass eine Beschallungsanlage benötigt. Projektion ist mir wichtig, Dynamik (nicht nur leise) auch. Und Stabilität beruhigt meine Nerven. Daher kommen nur anständige Kesselstärken in Betracht.
Damit hätte ich eine Bude, die grundsätzlich alles abdecken kann, der Rest ist Befellung, Stimmung und Dämpfung.
Die Größen hinsichtlich Kessellänge sind dann ein Kompromiss aus kurz und lang, also mittellang. Die Durchmesser sind eher größer als kleiner, auch hier gilt: klein klingen lassen geht immer, aufpumpen geht nur mit Kläranlage.
Beschlagteile sollen funktional und optisch meinem Geschmack entsprechen, da fallen manche Hersteller komplett heraus. Auch neckische Sonderfarben sind dann gestrichen.
Bei einem kompromisslosen Klang wird die Frage auf Innenfurnier auch schnell reduziert. Entweder dann doch retro für extra Knete ohne klangliche Verbesserung oder zurückhaltende Erscheinung.
Die Farbe muss zu allem passen, darf aber nicht Schwarz sein, weil das zu düster ist, und natürlich nachhaltig und langlebig, das ist gar nicht so einfach.
Die Kleine Trommel dürfte bei mir gerne eine HLD590 sein.
Auch da fürchte ich, müsste es zu Kompromissen kommen. Mein aktueller Bestand ist gar nicht so schlecht, man könnte noch über so eine Ludwig nachdenken oder auch etwas in Bronze, Messing, Alu oder Holz in Sechseinhalb bis Acht. Irgendwie fände ich eine 12 x 5 noch niedlich, aber ich weiß genau, die brauche ich nicht.
Bei den Becken bin ich weitgehend dort, wo ich hin will. Es gibt für gewisse Anwendungen bessere und schönere, die können dann aber wieder andere Sachen nicht.
Also:
Bühne: 2 x 2 oder 3 x 2
Teppich: ja, kriegen wir auch geklöppelt
Fußhupen: 24" ist Pflicht, Tiefe mindestens 14", höchstens 18"; evtl. 26", 22", 20", größer ist dann Klassik-Perkussion und kleiner ist Bariton.
Standtoms: 16" als Standard, 18" als Notenablage und für große Events, 15" für Links, evtl. 14", aber das ist mir eigentlich schon zu klein rechts oder links.
Hängetoms: 13" als Standard, 14" für mehr Tiefe, 12" für mehr Höhe und vielleicht noch 10" zum Sektkühlen für ganz heiße Events.
Snare Drum: 14" x 8" Bronze oder Stahl, alternativ 14" x 6,5" Messing, alternativ 14" x 7" (oder 8") Birke. Zweitgerät 10" x 2" oder 12" x 5", wenn funky.
Becken: 14" Heavy Hi-Hats, 20" Heavy Ride oder 22" Ride, 18" Crash oder Medium, 20" China, 19" oder 20" Crash, evtl. 12" Splash, evtl. zweites China, zweites Ride, zweite und dritte Hi-Hats, evtl. drittes Crash oder Crash/Ride.
Hardware: Rack (Pearl) oder Ständer aus der Top-Serie, Maschinen auch Top-Serie, da muss ich noch probieren.
Koffer: Flightcase, wenn's ein anderer trägt, ansonsten Hardcase.
Alles andere ist Perkussion.
Grüße
Jürgen