Beiträge von DS

    Naja, es muss halt gut gemacht sein, damit man's nicht merkt. Und dabei rede ich jetzt nur von Soundreplacing als solchem, nicht von dem Fall, dass man z.B. die Trommeln programmiert und die Becken dazu einspielt.


    Die Dynamik des Gespielten mit den Samples genau zu treffen, ist schwierig bis unwahrscheinlich. Dass der Variantenreichtum auch bei mehreren Samples nicht so gegeben ist, wurde ja schon angesprochen.


    Hinzu kommt, dass die Samples eben nicht mit dem korrellieren, was auf die anderen Spuren übergesprochen hat. Ganz krass ist das bei der Snare, die ja praktisch auf allen Spuren mit drauf ist und mit dem Equalizer da auch nicht wegzukriegen ist. Wenn man also auf Overheads, Hihat und Tommikros eine Snare hört und dazu ein Sample, dann klingt das eben nach zwei verschiedenen Instrumenten, und nicht wie ein einzelnes. Klar, die Lautstärkeverhältnisse können da beim Überdecken helfen, aber wie eine echte Snare wird es nicht klingen.


    Das hindert aber auch die großen Namen nicht daran, trotzdem zu triggern. Die benutzen es aber in der Regel dazu, die bestehenden, aufgenommenen Sounds zu stützen, um eben auch eine kleine Snare mit einem fetten Bauch ausstatten zu können o.ä.


    zildjian: Ich hab Dir mal ne Mail geschickt.

    Hab das Demo auch mal getestet, ist aber schon länger her. Begeistert war ich nicht von dem Teil, schon allein aus dem einfachen Grund, dass ich mit meinem 15" Monitor und 800x600-Auflösung einfach nicht das komplette Interface auf den Bildschirm bekommen habe. Aber auch die mitgelieferten, ach so geilen Samples fand ich nicht berauschend. Aber ich bin ja auch kein Schlagzeuger. :D

    Zum Thema jede Bassdrum klingt so, oder auch nicht: Auf www.raw-tracks.com kann man sich kostenlos kurze Ausschnitte von Mehrspuraufnahmen herunterladen, hört Euch doch z.B. mal die trockene BD aus den Volume1 "Jamie" Demo Tracks an. Die ist (lässt sich auch auf der Seite einsehen) mit einem D112 und einem U47FET über eine Trident-Konsole in den Smart Studios aufgenommen worden. Vielleicht nicht Weltklasse, aber solider Standard.


    zildjian: Hast Du meine PM bekommen?


    Das Triggern lässt sich in Logic recht einfach machen, indem man die Peaks in der Audiospur in Mididaten umrechnen lässt (gibt ne automatische Funktion dafür) und dann mit einem beliebigen Sampleplayer Samples abspielen lässt. Eventuelle Zeitverzögerungen muss man noch manuell korrigieren, fertig.


    Oder man besorgt sich Drumagog oder ähnliches, das ist ja schließlich dafür gemacht worden. Die oben beschriebene Möglichkeit funktioniert auf jeden Fall auch, hab ich selbst schon so gemacht.

    Was heißt "so fett"? In dem geposteten Beispiel ist die BD eher mittig, pöckig bis kickig. Dein Versuch hingegen ist nur Subbass mir etwas patsch oben drauf.


    Du solltest viel mehr von den Mitten drin lassen, sonst kann sich die BD gar nicht durchsetzen im Mix. Untenrum spielt der Bass drüber, obenrum die Gitarren und der Gesang.


    Meiner Meinung nach wummert schon im Original der Bassbereich recht undefiniert rum, versuch mal mit mittlerer Bandbreite die Frequenzen um 150Hz etwas abzusenken und dafür schmalbandig z.B. 90 oder 100Hz reinzufahren, das sollte dem Bassbereich mehr Definition bringen. In den Mitten kannst Du um ca. 500 Hz etwas zurücknehmen, aber nicht zuviel, nur soviel, dass dieses Ökelige verschwindet (vielleicht 6-9dB, Maximum!). Dann noch einen High Shelf ab ca. 3k aufwärts, fertig ist die Laube, vernünftiges Komprimieren vorausgesetzt, um das Nachklingen etwas unter Kontrolle zu bringen.


    Im Grunde kann man aber nicht wirklich ein Urteil fällen, wenn man den Kontext nicht hat. Zumindest die restlichen Schlagzeugspuren bräuchte man, ist ja schließlich ein Instrument.