Hallo,
das was Detlef sagt kann ich teilweise bestätigen, teilweise aber auch nicht. Ich selbst besitze seit ca. 1 1/2 Jahren ei n SPD 20 und fahre ganz gut damit. Im Vergleich zu älteren SPD-Modellen hat sich der Umfang der Sounds deutlich erhöht.
Das mit der Mini-Stelle, auf der die Anschlagdynamik funktioniert, stimmt leider. Aber mit Konzentration und Übung ist das kein Problem.
Mit den Sticks habe ich folgende Erfahrung gemacht:
Normalerweise spiele ich die VIC FIRTH SD2 BOLERO. Die haben eine extrem kleine Holzspitze (Ich mag die Sticks, weil sie cooles Rebound-Verhalten bei Ghost-Strokes haben und auf den Becken die ich bisher gespielt habe am besten klingen.) Mit diesen Sticks habe ich jedoch Probleme auf dem SPD 20 zu spielen. (Genau gegenteilige Erfahrung wie Detlef. ) Deshalb spiele ich bei Songs, wo ich das SPD 20 benötige Will Calhoun Sticks von Zildjian (schwerer und größere Spitze). Aber mit denen krieg ich auch Rudiments einigermaßen hin.
Da ich sowohl Schlagzeug- als auch Percussion-bedingt in Projekten aktiv bin, hat sich für mich der Kauf des SPD 20 in jeder Hinsicht gelohnt.
Bei einem Projekt hab ich mein Set auch mal sehr reduziert, weil ich keine Lust hatte permanent mein komplettes Set auf- und abzubauen. Deshalb hab ich kurzerhand ein paar Patches vom SPD 20 auf meine Bedürfnisse belegt (mir gefallen die Werkseinstellungen nicht besonders). Da ich jedoch das Spielgefühl auf einem normalen Schlagzeug sehr schätze, verwendete ich meine Kit-Basis (BD, HH, SD, Crash) zusätzlich zum SPD 20. Sicher spielt hierbei auch der optische Faktor eine Rolle, aber auch die Tatsache, dass ich aus einem regulären HH und SD viel mehr Dynamik rauskriege als bei Pads.
Prinzipiell kann ich sagen, dass das SPD 20 für einen Drummer oder Percussionisten eine lohnenswerte Ergänzung zu einem akustischen Setup ist, wenn man nicht unbedingt darauf angewiesen ist, eigene Samples einzubauen, sondern sich mit den Werkssounds zufriedengibt. Diese kann man schon recht vielfältig bearbeiten.
mfg
Berthold