Beiträge von brazzo

    shardik: Danke für deine letzten Beiträge. Du hast mich voll verstanden.


    Two: Wenn das die Essenz meiner Beiträge sein soll, dann habe ich mich entweder falsch ausgedrückt, oder du hast mich gründlich missverstanden: Ich kann mich lediglich mit extremen Texten nicht mehr anfreunden. Es gibt ja auch noch eine nicht unwesentliche musikalische Seite? Und die liebe ich nach wie vor. Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass ich mein komplettes Interesse am Schlagzeugspielen verlieren würde, würde ich meine Liebe zum Metal verlieren.


    Gruß,
    Stefan

    Hallo Unas,


    warum ich mich an Metal klammere? Weil es kein(e) Alternative für mich dazu gibt! :) Ich liebe diese Musik, kann mich aber nicht (mehr) mit extremen Inhalten anfreunden und suche einfach im riesigen und scheinbar gesunden Underground nach neuen Entdeckungen, die mich sowohl musikalisch als auch inhaltlich ansprechen. Einige sehr gute Tipps habe ich ja auch bekommen. Erfreulicherweise auch im BlackMetal Bereich.


    Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, aber mit 37 und zwei Kindern bekommt man nen anderen Blick auf's Leben. Das soll jetzt kein altkluges Rumgeseier sein, mir ging es so und vor 15 Jahren hätte ich das nicht gedacht. Mein musikalischer Geschmack hat sich dagegen keinen Deut verändert.


    Ich freue mich auf jeden Fall für die rege Teilnahme, dass das der ein oder andere nicht nachvollziehen kann, war mir klar (und das ist gut so.)


    Up the irons,
    Stefan

    Kreator sollte Stefan ja ein Begriff sein. Die gibt es schon länger wie mich...


    :thumbup:


    Tja, ich wäre ein schlecht Altmetaller, wenn mir in 24 Jahren Kreator und Machine Head nicht begegnet wären. Machine Head sind mir aufgrund ihrer affektierten Ami-Art schon immer unsympathisch gewesen. Hätt's die nicht gegeben, wär der Metalcore vielleicht gar nicht aufgekommen. Obwohl At the Gates mag ich wieder und die waren ja irgendwie auch wieder stilbildend für den Metalcore...


    Jepp, Fleshcrawl habe ich auch mal in Trier gesehen, waren ordentlich, die Jungs.


    Sarcofago sind Kult, was hab ich gesucht, bis ich die CD hatte. Die waren mal im MTV-Headbangers Ball eingeladen und der Gitarrist "Wagner Antichrist" radebrechtete sich durch das Interview. Leider auch schon mind. 20 Jahre alt...

    Amon Amarth... hmm, die sind wirklich klischeehaft...


    Aber: Versteht mich nicht falsch, ich kann auch durchaus (aus heutiger Sicht) klischeehafte Texte mögen.


    Manowar zum Beispiel: in den 80ern: grandiose Songwriter, klischeehafte Lyrics? Aus heutiger Sicht ein klares ja, damals aber die Blaupause für alle Nachahmer, zwar sicher nicht innovativ aber doch sagen wir mal: passend für die Zeit. Ich liebe diese Musik immer noch, aber ich war damals auch noch jünger und man verbindet diese Lieder mit den damaligen Umständen (Ferien, erstes Auto, erste Freundin etc.). Die heutigen Nachahmerbands kann ich mir aber nicht anhören, weil für mich in diesem Genre einfach alles gesagt ist.
    Selbiges bei den Neo-Thrashern. Auch wenn's heute dank Compressor und Co kompakter (wer's mag) durch die Boxen kommt, für mich ist auch in diesem Genre alles gesagt.


    Bei allem schlechten Ruf muss man dem BlackMetal zugestehen, dass es dort noch immer Innovationen gibt, aber hier kotzt mich dieses ganze satanisch/okkulte, was damals vielleicht faszinierend war, heute nur noch an. In die frühen 90er hat's gepasst, das war damals so innovativ wie Manowar in den 80ern, aber muss das heute noch sein? Hier hat m.M. nach gerade die Doom-Szene (danke, Josef, das hatte ich vergessen zu erwähnen) in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, wenn es um gute, authentische Texte geht.


    Der Thread hat mir bislang viele neue Anreize gebracht, vielen Dank schonmal an euch alle! Da waren schon ne Menge gute Hinweise dabei.


    Vielleicht ist doch noch nicht alles gesagt im Metal. Und auch, dass ich mich meiner Meinung nicht alleine dastehe, beruhigt mich ja. Wenn ich das RockHard lese, habe ich manchmal den Eindruck, ich sei zu alt für den ganzen neuen Kram.


    Cheers,
    Stefan

    Mann o Mann - hier gehts ja Schlag auf Schlag...


    musste mir jetzt schon das dritte Bier aufmachen... eine reine Freude ist das...


    Opeth - hatte ich schonmal probiert - war mir irgendwie (damals) zu verkopft - ich gebe ihnen mal ne zweite Chance.


    Anata - nie gehört, aber das Lied gefällt mir auf den ersten Eindruck aber sehr gut. Danke Michelchen! Werde ich mal dem Langzeittest unterziehen - das schöne ist ja, dass manche Lieder von guten Liedern erst mit mehrmaligem Hören zu Überkrachern wachsen. Lieder, die sich einem schon beim ersten Mal in den Gehörgang schmeicheln, können dagegen nach kurzer Zeit zu Langweilern werden.


    Danke schonmal für den schönen Abend! So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr an "meiner" Musik!


    edith: Niles - genau das meine ich! Ich bin ja froh, dass es scheinbar nicht (nur) an meinem Alter liegt. Eine kritische Haltung gegenüber Autoritäten und meinetwegen auch gegenüber dem Christentum zu haben finde ich durchaus lobenswert, aber wenn zum x-ten Mal irgendwelche pseudo-satanischen Latrinenparolen gelabert werden, dann fragt man sich schon, ob man dafür nicht irgendwann zu alt ist.


    Gruß,
    Stefan

    Wenn du ein großer Dissection-Fan bist/warst, solltest Du dir vielleicht das Nebenprojekt Steffen Kummerers ansehen, der Sänger und Gitarrist bei Obscura und ebenfalls großer Fan der Gruppe ist.


    Wie innovativ das oder ob das auch nur ein Abklatsch alten Glanzes ist, vermag ich nicht zu sagen, weil ich mich in der Richtung noch nicht so richtig reingehört habe.


    Thulcandra

    Super-Tipp! Bin mir grade das Video am reinziehen, klingt sehr vielversprechend!
    Danke!

    Danke schonmal für die überraschend zahlreichen Antworten! Dachte schon, der Thread landet eher im Trash...


    Obscura werde ich mal checken, allerdings habe ich Death nur bis "Individual Thought Patterns" gut gefunden. Aber die Videos auf Youtube hören sich schon mal gut an.


    Evile, Municipal Waste und die ganzen Neo-Thrasher machen m.M. nach nichts anderes als alten Wein in neuen Schläuchen (nicht böse gemeint, danke für die Tipps, Jungs), da fehlt mir die Innovation und ich habe den Eindruck, dass ich das alles schonmal gehört habe. Nennt mich einen alten intoleranten Sack, aber so bin ich.


    Bei mir hat das Umdenken mit Dissection angefangen, eine Band, deren Musik ich vergöttert habe (durfte sie 1996 in Trier noch live erleben). Nachdem Nödtveidt dann Scheiße gebaut hat und in diese MLO-Geschichte abgedriftet ist, konnte ich mir die Alben einfach nicht mehr anhören ohne an den Mist zu denken, den er getan und verzapft hat.


    Ansonsten bevorzuge ich Metal "europäischer Prägung". Philosophische Texte finde ich durchaus interessant. Vielleicht ist der Ansatz von hrwath nicht verkehrt, es auf eine persönliche Ebene zu übertragen, aber das ist schon manchmal äußerst schwierig.


    Einen Tipp habe ich selber noch: Negura Bunget - OM. Ein unglaubliches (Black)Metal Album ohne Menschenverachtung.


    Gruß,
    Stefan

    Nicht-Metaller brauchen erst gar nicht weiterzulesen!


    Hallo Leute,


    ich habe mal eine eher ungewöhnliche Angelegenheit vorzutragen.
    Ich bin seit 1987 mit Überzeugung Metaller, seit Anfang der 90er auch im Death und Black Metal drin, aber... irgendwie gibt's keine neuen Bands mehr die mich in diesem Sektor umhauen. Den ganzen Satans/Kaos/Kosmik Magic-Affenzirkus kann man sich doch als 35+ nicht mehr im Ernst antun. Das langweilt doch ohne Ende. Selbst wenn's musikalisch gefällt, weigert sich mittlerweile etwas in mir, dies gutzufinden, wenn's inhaltlich um menschen- und lebensverachtende Ansichten geht. Vielleicht geht's dem einen oder anderen von euch auch so?
    Gibt es noch gute Metal-Bands, die innovativ sind und sich trotzdem auf einem inhaltlichen Level bewegen, dass über einem gewissen Niveau liegt?


    Gruß,
    Stefan

    Was man jedoch nicht außer Acht lassen sollte, ist, dass zumindest ICH persönlich mich an für MICH optimalem Equipment einfach wohler fühle und dadurch bedingt bestimmt auch anders (besser?) spiele.

    Ich denke, da hat Daniel S. den Nagel auf den Kopf getroffen.


    Meine Erfahrung dazu: Ich habe mal einen Auftritt auf einem fremden Pearl Visions spielen müssen, wo nach Jahren noch die ersten abgenudelten, verdellten Protone-Felle drauf waren. Danach haben Leute gesagt, es sei der beste Tom Sound gewesen, den sie seit langem gehört haben... Ok, das Set war abgemikt, aber trotzdem macht man sich dann schon Gedanken. Was für mich sein muss und auch entsprechend kostet, klingt für andere nicht unbedingt anders und auch nicht unbedingt besser.


    Internet und Co machen es möglich, dass man sein Equipment viel öfter und leichter austauschen kann als in der Prä-Internet Zeit (zumindest für die Leute auf dem Land oder ohne großes Budget).Trotzdem ist es wichtig, für sich selber das optimale zu haben, aus den Gründen, die Daniel schon nannte.

    Nee, auf der "No sleep till Hammersmith" spielt Phil Taylor Schlagzeug und Fast Eddie Clarke Gitarre. Würzel kam erst später. Das muss ein anderes Video gewesen sein, Pete Gill hat auch mal bei Motörhead getrommelt, so Mitte / Ende der 80er.


    Wie kommst du darauf, dass Taylor seine Platten nicht selber eingespielt hat?

    R.I.P. Würzel...


    Ich fand ihn sympathischer als Phil Campell. Passte irgendwie besser zu Motörhead, die waren damals irgendwie noch liebenswert chaotischer als jetzt...


    Etwas Off Topic: Hört sich doch mittlerweile alles gleich an im Hause Motörhead. Mikkey mag ein Super Drummer sein, aber Philthy Animal Taylor war doch 1000x cooler. Oder? Ich meine Mikkey war großartig bei King Diamond, aber irgendwie fehlt doch das spontan chaotische bei ihm.


    Cheers,
    Stefan

    Danke schonmal für die Antworten und das Angebot (deine Ritter Cases passen aber nicht: -> Quadratische Kesselmaße beim Phonic Plus).
    Ich denke, dass ich mir doch Cases besorge, falls ich welche einigermaßen erschwinglich finden kann. Vielleicht bewahren die die weiße Folie auch vor dem (unvermeidlichen?) Gilb.
    Ich hoffe ja, dass ich bald nochmal spielen kann.
    Und die Antwort von Moselaner Rolidrummi habe ich jetzt dank Edith auch verstanden. ;)


    Gruß,
    Stefan

    Hallo,


    leider muss ich aus gesundheitlichen Gründen (Bandscheibenvorfall) vorerst (hoffentlich nicht für immer ;( ) auf das Schlagzeugspielen verzichten.
    Da der Platz, wo meine Drums stehen, jetzt erstmal anderweitig genutzt werden soll (es stand schon immer ein wenig "im Weg"), möchte ich mein gutes, altes Sonor Phonic Plus vorübergehend einlagern.


    Schadet es einem Set eigentlich, wenn ich es senkrecht lagere, so wie man es aus Musikhäusern kennt? Also Bass mit "Gesicht" nach unten, Standtom drauf, Toms oben. Es lastet ja dann doch einiges an Gewicht z.B. auf Fellen und Bassdrum-Spannschrauben. OK, die Verarbeitung ist hier natürlich vorbildlich, aber das Teil hat Gewicht... es ist ja quasi der Tiger-Panzer unter den Drums... bitte jetzt keine Zusammenhänge erstellen zwischen dem Phonic Plus und meinen Bandscheiben...!


    Aber ich habe mich immer gefragt, ob das generell so gut ist.


    Frustrierter Gruß,
    Stefan

    Der weise Rudolf Schenker von den unantastbaren Scorpions hat mal auf so ne dumme Showmasterfrage gesagt: "Wir spielen keine Noten, wir spielen Gefühle."


    Songs am Reissbrett zu schreiben klappt in den seltensten Fällen, das macht vielleicht Ralf Siegel, und da ist mir Rudi Schenker doch lieber. Hier nach theoretischen Tipps zu fragen ist Zeitverschwendung. Das ist wie ne Anleitung zum Verliebtsein zu suchen.


    Wenn's Songschreiben von alleine nicht klappt, überlass es andern. Ist keine Schande, ehrlich.


    Gruß,
    Stefan