Beiträge von DF

    Wir haben mal Aufnahmen in der Art, also ohne Schmutzspur, gemacht. Zuerst das Schlagzeug, dann den Rest. Wenn man die Stücke richtig im Kopf hat, kann man auch abgehen, ohne den Rest zu hören, den denkt man sich einfach. Wir haben es damals mit und ohne Click probiert und festgestellt, dass die Takes ohne Klick meistens besser klangen. Nur zwei Mal haben wir die Version mit Klick genommen.
    Bei den letzten Aufnahmen (laufen noch) haben wir mehr mit Klick gemacht und insgesamt etwas sauberer gearbeitet. Mal sehen, wie es wird. Pilotspur haben wir aber auch da weggelassen.
    Mit 'ner anderen Band hab ich auch schon live eingespielt (ohne Klick). Das war zwar vom Zusammenspiel her ganz gut, aber irgendwie auch schlunziger. Außerdem, sobald einer einen Fehler macht, alles nochmal. Das nervt leicht. Wir haben sogar schon mal ein Demo ganz live gemacht. Vierspuren, jeweils eine für git., b., dr., voc. Mußte ganz schnell gehen, weil es am nächsten Tag weggeschickt werden sollte. Zwei Takes von jedem der vier Stücke, fertig nach einer Stunde. Vom Atmosphärischen her eine der besten Aufnahmen, die wir damals hinbekommen haben. Die Aufnahme hat viel mehr Charme, als unser damaliges Studiodemo.
    Live einspielen mit Klick halte ich für Schwachsinn. Klick macht nur bei Sandwitchaufnahmen Sinn.


    Teilweise hab ich auch schon nach diesem Prinzip Kerngruppe live, der Rest später gearbeitet. Hängt immer vom Stück ab. Wir probieren es immer erst mit Sandwitch und geklicktem Schlagzeug. Wenn das irgendwie nichts wird probieren wir andere Methoden.


    Literaturtipp für alle, die es interessiert: The drummer's studio survival guide. Sehr zu empfehlen. Kostet nur ca. € 15 bei amazon

    Bis vor einigen Jahren gab es die Ayotte Teile ja nur mit Stahlreifen. Die klangen da auch schon gut. Damals, als Drums Only in Koblenz noch den Exclusivvertrieb hatte. Warum sollten die auch schlechter, als DW klingen. Die Bauart, Material und Kesselfabrikant sind doch identisch oder zumindest sehr ähnlich.


    Handschuh kann man nur bei Olaf Handschuh im Showroom antesten. Die Preise gehen auch nur, weil er ohne Handelsstufen arbeitet, das Geld also direkt an ihn geht. Der Typ wohnt am Niederrhein. Von Bielefeld sind das ungefähr 200 km. Terminabsprache erforderlich.


    War vor ein paar Wochen mal im Forum Bielefeld, bei And You will Know Us By The Trail Of Dead. War 'nen cooles Konzert. Der Laden scheint ne gute Auftrittspolitik zu machen. Da haben schon viele gute Bands gespielt.


    Hatte auch mal 'nen Hilite in 24/12/13/16/18/14x7,25. Ich hätte es nicht verkaufen sollen.

    Geil, ich fasse zusammen:


    Mir ist bei asozial ein 's' zuviel reingerutscht. Shit happens.


    PISA scheint ein Schimpfwort zu sein, dass den betroffenen Kids echt zu schaffen macht. Man (ich) sollte bewußter damit umgehen, denn natürlich sind die Kids nur das Ergebnis der Gesellschaft, die sie geprägt hat. ;(


    Mike Portnoy ist ein Aufschneider, um es altmodisch und ohne Anspielungen zu sagen.


    Einige Leute lesen nicht genau genug. Diese Probleme mit dem Textverständnis passen übrigens auch zu den Ergebnissen der vielzitierten Studie.


    Einige Leute schreiben nicht sauber genug. Das ruft bei anderen Unbehagen hervor.


    Früher war nicht alles besser, aber ich sehe, zumindest die real existierende, 68er Pädagogik als gescheitert an. Wie neuere Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, hat Piaget geirrt und die linken Ideologen (andere auch) sowieso. Tragischerweise korreliert das Bildungsniveau gerade im sozialdemokratischen und von Gesamtschulen durchsetzten NRW mit am stärksten mit der sozialen Herkunft. Das finde ich nicht gut.


    Wampe ist manchmal schlunzig mit seinem Schriftdeutsch, weil er zu viel Quelltext im Kopf hat. Er ist quasi zweisprachig aufgewachsen. Wir wissen alle, dass Zweisprachigkeit Auswirkungen auf die Syntax hat.


    Viele Kids finden es cool, permanent einfach so rumzurotzen. Sie finden das anscheinend auch bei Mike Portnoy cool oder zumindest nicht besonders blöd. Ich sehe das anders.


    Es gibt hier einen oder mehrere Gäste, die offenbar zu den PISA Kids gehören und denen das verständlicherweise echt zu schaffen macht, weshalb sie lieber anonym posten.


    Einige Leute finden, das Mike Portnoy hervorragend Schlagzeug spielt. Andere finden den Hype um ihn eher übertrieben.


    Die echten Helden brauchen nur ein 4-teiligen Set. Manchmal spielen sie aber trotzdem was Größeres.

    Jetzt wird mir einiges klar, Wampe. Du bist einer von diesen total verwirrten Computerfreaks. ?( Hab mir mal Eure Seite angesehen. Cool! Allerdings wußte ich gar nicht, dass Du Techno machst (chainsaw noize). Klingt aber ganz lässig. Hab schon schlimmere Tracks gehört. Hast Du die die Samples selbst eingespielt? ;)

    Weil er sich nach MG's Aussage (letzter Satz) im Look eines Box-Champions mit Glitter-Bademantel präsentierte. Das ist zwar eher nebensächlich, wirkt aber im Falle Mike Portnoys durchaus schlüssig.


    Ich will ja hier keine alten Wunden aufreissen Wampe, aber einfach zu verstehen bist Du nicht. Schau Dir Deinen Text doch nochmal an und sag mir, ob Du Rotzen jetzt daneben findest oder nicht? ;)


    Ich persönlich finde es daneben, besonders auf der Bühne und wenn es öfter vorkommt. Jeder hat mal 'nen Gelben im Hals, dessen er sich gezielt in Spülstein oder Busch entledigt, aber andauernd rumrotzen, wie die in der Stadt rumlungernden Kids. Das ist wirklich assozial und die Meisten diese Kinder kommen auch aus entsprechenden Verhältnissen. Es mag Leute geben, für die Proletenallüren zum Rock'n Roll gehören. Ich finde es auch bei coolen Bands daneben. Findet es spießig oder nicht. Gerade bei Dream Theater ist es natürlich völlig peinlich, denn die sind ja nicht mal Rock'n Roll. Das untermauert nur, wie pseudo diese Band wirklich ist.

    Habe mir die Ayotte Preise angesehen:


    Pro line made in Vancouver (nur Standardsets und Farben, aber volle Qualität):
    12x10 TT /16x14 TT / 22x16 BD / 14x6 SD: $ 1712


    Custom mit allen Faxen (hier champagne sparkle, lange BD und 16er Floortom, Steelhoop) :
    12x9 TT / 16x14 FT / 22x18 BD / 14x6 SD 4-teilig: $ 2795

    Das mit dem Aussehen ist wohl eher Geschmackssache. Ich persönlich finde, ein Set mit ein oder zwei Standtoms um Längen schöner, als ein Hängetomfusionset. Außerdem, wer hängt schon 18er Toms auf? :D

    Ayotte DW Preise:


    Vergleichst Du jetzt ein Ayotte Woodhoop Set mit einem DW Steel Hoop Set? Soweit ich weiß sind die Ayotte Steel Hoop Sets deutlich günstiger, als die DW Sets. Ich meine schon die Canadischen, nicht die Drum Smith Teile. Aber ich mag mich irren. Muss nochmal nachsehen. Jedenfalls hatte ich das in Erinnerung. Da kostet ein lackiertes 3-teiliges Set niemals 10 Mille.


    Wenn wir über DW reden, dann ist das doch High End, dann kann ich auch Troyan und Handschuh ins Spiel bringen.


    Handschuh lässt die Böckchen bei einem deutschen Metallzulieferbetrieb aus massivem Messing drehen (Troyan auch). Die Spannreifen und Schrauben bestimmt der Kunde (Sonor, Tama, Pearl etc.) Das Holz kommt vom selben Baum. Den hat er natürlich nicht im Garten, sondern kauft ihn, aber ganz. Da baut er dann aus einem Stammstück 2-3 Sets. Da erübrigt sich auch das Timbrematching, denn das Holz aus demselben Baum klingt immer harmonisch in der Abstufung.

    So muss es sein. Man kommt montags zur Arbeit, hat so wieso nicht wirklich Bock, schaut mal ins Internet und dann sowas. Das hätte ich nicht besser in Worte fassen können. Im Ernst, ich habe nie einen Trommler an einem wirklich großen Set gesehen oder gehört, der mich berührt hat. Die Typen spielen alle uninspiriert, darum brauchen sie ja das große Set mit den vielen Klangkörpern, denn da fällt es nicht so auf, wie farblos ihr Spiel in seiner Substanz eigentlich ist. Wer ein kleines Set spielt, zwingt sich doch permanent zur Besinnung auf das Wesentliche. Wenn sich so jemand weiterentwickeln will dann muss er (Sie natürlich auch, nicht drummergirl?) an seiner Substanz, nicht nur an seinen Sounds arbeiten. Logo, dass die Guten unter den Soundpuristen mehr brennen. Streng genommen wäre es zwar auch möglich, dass jemand seine Kreativität und Ausdrucksstärke an einem 4-teiligen Set schult und sich das dann an einem großen Set multipliziert mit den Soundmöglichkeiten. Leider scheint es so etwas (fast) nie zu geben. Die Typen, die echt brennen, haben anscheinend alle kein Bedürfnis nach einem großen Set.


    Klar, dass bei Portnoy jederman auf nennenswerte Großtaten wartet. Wer so auf die Kacke haut, von dem möchte man schließlich auch was Besonderes sehen/hören.


    Außerdem: Rotzen ist assozial! Das denke ich täglich an der Bushaltestelle, wenn ich die PISA Kids alles vollrotzen sehe.


    Was haltet ihr von der psychoanalystisch durchaus fundierten These (Freud), dass Mike Portnoys großes Set letztendlich nur Schwanzersatz ist.


    Boxen ist genauso assozial! Oder findet es hier jemand sportlich, sich bis zur Bewußtlosigkeit die Fresse zu polieren und sich langfristig auch noch das Hirn zu pürieren (Muhammed Ali)? Wenn jemand als Boxer ans Set geht, lässt das tief blicken.

    Wenn Du ein 14x12er gekauft hast, ist die Entscheidung ja auch beim 16er quasi schon für das Hängetom gefallen. Zumindest, wenn Du das 14er an der Seite spielen willst, denn ein 14x12 neben einem 16x16er sieht blöde aus. Wenn Du es oben auf Der BD spielen willst, dann kann man natürlich über ein Floortom reden. Das setzt sich dann noch ein bisschen besser vom Hängetom ab und hat etwas mehr bums. Genauso das 18er. Hängt vom Aufbau ab. Insofern gehst Du mit gleichen Proportionen das geringere Risiko ein. Wenn Du ein 16er und ein 18er kaufen willst und oben dann 10, 12, 14 auf der Bassdrum spielen willst, würde ich auch das 16x14er nehmen, allein wegen der Proportionen. Ansonsten bin ich eher Standtomfan. Ich hätte wohl auch das 14x14er genommen, hätten dann aber gerne noch ein 16x16er daneben gestellt. Als Hängetom oben auf der Bassdrum hätte ich das kurze 14x11er genommen.
    Ich bin nicht so auf dem alle Toms sollen die gleichen Proportionen haben Tripp. Für mich ist ein Standtom eine andere Trommel, als ein Hängetom. Ich würde mehr in Toms oben (flache Kessel für schönen singenden Sound) und Standtoms für den Bums denken. Das rockt irgendwie mehr. Der homogene Klang gleicher Proportionen hat aber auch Vorteile, gerade beim Aufnehmen und natürlich, wenn man oft sein Set umbaut. Häng mal ein 14x14er auf die Bassdrum.

    Wie soll den der ganze Trommelsatz aussehen? Wie baust Du auf? Magst Du lieber runtergestimmte Toms oder höher gestimmte? Welche Felle spielst Du normalerweise? Hast Du vor, noch um ein 16er zu erweitern?


    Sorry, sehe gerade, das es sich um ein uraltes Thema handelt. Du hast ja sicherlich schon längst was gekauft.

    Sonordeutschlandfertigung:


    Angeblich (Sonor Website unter History) arbeiten noch 100 Mitarbeiter in Deutschland. Von der Geisterstadt habe ich noch nichts gehört. Ich war auch schon mal in Bad Berleburg, das ist aber schon nen Weilchen her. Ich hab mir dort mal nen paar Zildjian Becken ausgesucht und da war reger Betrieb in der Firma, aber das sind vergangene Zeiten. Vielleicht war das im Sommer. Da macht Sonor immer für 4 Wochen komplett dicht, Betriebsferien, Zwangsurlaub. Ich kann es auch nicht glauben und würde mich echt verarscht fühlen. Habe doch erst kürzlich ein Designer gekauft.


    Die Leiferzeit für Ersatzteile kann auch ein Einzelfall sein. Denn die produzieren doch auch in Kleinserie, d.h. dort werden nicht immer alle Hardwareteile hergestellt, sondern mal das eine, mal das andere immer auf Vorrat und natürlich arbeiten die auch mit Zulieferern zusammen. Das macht doch jeder Hersteller von Braun bis Volkswagen. Jedenfalls sind die Sonor Metallteile nach wie vor top in der Qualität, ganz im Gegensatz zu DW.


    Davon ab, warum kein Sonor Einsteigerset kaufen? Die kommen doch alle aus Fernost und die Sonorteile sind auch nicht teurer, als die von Yamaha, Tama oder Pearl. Das Preiswertverhältnis stimmt da doch genauso.


    DW-Qualität:


    Die Sets sind sicherlich recht gut, aber den Hype kann ich nicht verstehen. Die Folien sind erbärmlich verarbeitet und aufgeklebt, der Lack hat Döllen. Die Sets klingen ganz gut, aber auch nicht so genial, das der doppelte Preis gerechtgertigt erscheint. Ayotte ist günstiger, besser verarbeitet und insgesamt durchdachter. Ich würde auf jeden Fall nicht so viel Geld für ein DW ausgeben. Handschuh oder Troyan sind besser und eher günstiger. Wenn Du Dein Geld nicht für ein sehr aufwendiges Finish verschleuderst, dann kostet ein Handschuh Pi mal Daumen 100 DM pro Zoll. Das macht bei einem 3-teiligen Set in z.B. 12/16/22 etwa 5000 DM. Bei Troyan kämst Du auf etwa 6000 DM. Wobei es bei Handschuh auch teurer wird, wenn Du ne aufwendige Lackierung oder irgendwelche Extrawürste haben willst. Zum Sound: Troyan ist eher rockig, schwer, trocken mit viel Plöng; Handschuh ist etwas leichter und hat etwas mehr Sustain und klingt insgesamt eher wie ein sehr gutes normales Set. Durch die Massivbauweise ist da kaum Leim drin und daher klingt es auch sehr holzig und am ehesten, wie ein altes 3-schichtiges. Die Typen von d&p verglichen den Handschuhsound vom Buchenholzset auch mit Gretsch Round Badge. Normal baut Handschuh aber auch eher Maple. Handschuh und Troyan können so kalkulieren, weil sie ohne Vertriebssystem arbeiten. Da fallen natürlich Margen weg.
    Man steht sich meist besser, wenn man die Firmen aus dem eigenen Land kauft. Leider scheinen immer die ausländischen Firmen aufgrund des Preises und des Mythos angesagter zu sein. Ich für meinen Teil boykottiere standhaft DW. Niemals werde ich einen Cent dafür ausgeben mich mit Taiwan Schrott verarschen zu lassen. Das ist, vom Kessel abgesehen, der letzte Dreck und taugt nichtmal, wie Gretsch oder Ludwig, zum Cult. DW ist einfach ne zu moderne Firma, um kult zu sein. Alles was an DW nicht aus Holz ist kommt aus Fernost und ist selbst dort unterster Level. Schau dir die Böckchen und die Vercromung an. Das sieht so billig aus. Genauso wie ein Taiwan Anfänger Set von Basix für 800 DM. Ehrlich, das ist die gleiche Hardware. Gretsch macht wenigstens noch die Spannreifen und die Böckchen, also im Prinzip die ganze Trommel selber, Kessel von Jasper. Und ich kann bestätigen, das auch ein 1997 Gretsch klingt wie eins aus den 70er, 80er oder frühen 90ern. Mein Set ist nämlich etwas zusammengewürfelt und dab habe ich den direkten Vergleich. Kessel und Kesselhardware haben sich nicht geändert. DW ist nur eine Lackiererei und Montagefirma.


    DW Preise:


    Ganz einfach. In den USA sind die nicht so unverschämt teuer, darum spielt sie auch jeder. Ist dort eher was Normales. Sonor Designer kostet bei den Amis so viel wie hier DW. Daher auch die Wertschätzungen. Man darf nicht den Fehlschluss vom Preis auf die Qualität begehen. Die Preise kommen zustande, weil im Ausland immer noch ein Großhandel (Vertrieb) zwischengeschaltet wird, der sich ne fette Spanne einverleibt. In Deutschland oder als Ami kaufst Du einheimische Marken direkt vom Hersteller. Da ist dann nur noch Dein Schlagzeugladen zwischen, nicht noch nen Großhandel. Außerdem natürlich Dollarkurs und Verschiffen. Ähnlich ist es doch bei Zildjian. Die sind hier auch nur so teuer, weil sich die GEWA richig was reinzieht. Genauso Sticks. In den USA kosten Fic Virth Classic $5,40 bei uns €12. Das ist der Hammer. Wir sollten alle ne Großbestellung bei nem US Musikladen machen und die Sticks billig kaufen.


    Jazz:


    Wenn Du echt DEN Jazzsound suchst, ist es ganz einfach. Kostet zwar einmal etwas Geld, damit bist Du aber für dein Leben durch: Gretsch Custom in 18x14, 12x8, 14x14, 14x6,5 oder 5,5, dazu zwei warme, leichte Ride Becken (18/20 oder 19/21 oder 20/22) und eine leichte 14er Hihat von Zildjian oder Istanbul. Fertig, keine weitere Diskussion. Alles andere ist es nicht.

    Den Vorschlag, ein Stück Film aus einem anderen Fell (ambassador oder diplomat clear) auszuschneiden und aufzukleben, kann ich nur unterstützen. Das mache ich seit Jahren so. Das Fell wird etwas haltbarer. Das ist gerade bei einschichtigen Powerstroke 3 oder Generas in anbetracht des doch recht hohen Preises sehr zu empfehlen. Der Sound wird etwas kickiger, aber nicht so drastisch. Ich finde, es ist eine recht gute Mischung.
    Gerade für den Proberaum. Da tut den meisten Bassdrums etwas mehr Kick ganz gut. Die gehen bei lauter Musik doch schnell unter. Insgesamt würde ich dazu raten, den Sound nicht zu sehr aus der Spielerposition zu beurteilen. Lasst mal jemand anderes spielen, stellt euch möglichst weit weg vom Set gegenüber hin und ihr werdet den Kicksound (selbst den von Danmar) nicht mehr so drastisch finden. Das gilt erst recht, wenn Musik dabei ist. In ner Gitarrenband hört ihr von ner weichen, gedämpften Bassdrum, wohlmöglich sogar noch klein, gar nichts mehr. Mit nem Mikro drin ist das was anderes. Da würde ich auch etwas weichere Sounds empfehlen.
    Am besten klebt man das Teil mit doppelseitigem Teppichklebeband auf, schön sauber und ordentlich festrubbeln. Zum Ablösen kann ich nur Terpentin empfehlen, das greift das Fell nicht an und löst den Kleber. Damit bekommt man auch alte Falam Slams oder Danmars ab.

    Das man die Hihat hoch macht hat im Wesentlichen zwei Gründe:


    (1) Sie steht aus irgendeinem Grund (zwei BD, viele Toms) weit links, dann muß man quasi über Kreuz spielen. Wenn man sie dann nicht hoch macht, hat man keinen Platz mehr zum Ausholen mit links. Extrembeispiel Dave Grohl. Der spielt die Hihat sehr hoch. Bietet sich auch nur für heftige Musik an, bei der man keinen Frickelschnickschnack spielen muss/will/soll.


    (2) Thema Mikrofon. Bei hoher Hihat hat man mehr Platz zwischen Snare und Hihat. Dadurch ist zum einen genug Raum für die verschiedensten Mikropositionen und Winkel da, zum anderen hat man aufgrund der größeren Entfernung von Hihat und Snare weniger Übersprechungen. Wenn die Hihat sehr nah an der Snare ist, dann hat man unheimlich viel Hihat auf dem Snaremikro. Das ist sehr problematisch beim Mixen und bei der Verwendung von Effekten. Das ist auch der Grund, warum die meisten Studiodrummer viel Abstand zwischen Trommeln und Becken haben. Nicht nur bei der Hihat, auch bei Ride und Crashes. Die wollen die Becken möglichst aus den Trommelmikros raushaben, damit man jede Spur einzeln besser bearbeiten kann, ohne gleich auch den Beckensound zu verändern. Denn Effekte, die auf Trommeln vielleicht ganz gut klingen, hören sich bei Becken oft fürchterlich an.

    MG


    Das Tolle an den Melvins ist doch gerade ihr 'experimenteller Hardcore-Grunge'. Niemand sonst macht solche Musik und live knallen die dich einfach nur weg. Plattenempfehlung: Ihr weisses Album ist wohl Houdini, ansonsten Stag und Stoner Witch


    Das Sonor Designer wird meine Wissens nach komplett von den in Deutschland verbliebenen Sonormitarbeitern gebaut. Es wird auch nicht auf Halde, sondern nur nach Auftragseingang produziert. Die Lieferzeit von 6 Wochen, wobei man dir jederzeit sagen kann, in welchem genauen Produktionsstadium sich deine zukünftigen Trommeln gerade befinden, wäre bei Fernostproduktion wohl auch kaum zu realisieren. Das Delite ist ebenfalls Made in Germany, allerdings mehr von der Stange. Die S Class hat zwar Fernostmaplekessel, wird aber in Deutschland montiert, alle anderen Serien kommen komplett aus China. Dass die günstigen Force Serien seit ein paar Jahren aus China kommen (Mapexwerk), scheint beachtliche negative Auswirkungen auf das Firmenimage zu haben. Aber, wenn Du heute ein neues Top Drumset von Sonor kaufst, ist das nach wie vor Top, mit persönlichem Unterschriftsstempel der Person, die es zusammengebaut hat und mit einer Verarbeitung, wie ich sie noch bei keinem Ami gesehen habe. Vor allem nicht nur bei den Kesseln, sondern bezogen auf jedes Detail. Jede Schraube, jedes Böckchen ist dort 1a gefertigt.
    Bei meinem Designer fehlte erst die Snare, sie war einem Mitarbeiter beim Zusammenschrauben heruntergefallen und hatte einen Riss im Kessel. Sie haben mir dann schnellstmöglich eine Neue gebaut, die drei Tage später kam. Wie bitte soll das bei Fernostfertigung gehen? Und geh mal davon aus, dass die nicht unbedingt eine 14x8er Maple Light in blue sparkle am Lager haben, sonst hätten sie den Vorfall auch gleich ganz vertuschen können.
    Der Sound ist etwas anderes, das ist Geschmackssache. Sonor hatte nunmal noch nie diesem leichten, luftigen Amivintagesound, wie Gretsch, Ludwig, Slingerland oder Rogers. Dafür hat Sonor mehr bums. Ausnahme seit neuestem ist das Delite. Das trägt der großen Nachfrage nach eben diesem Ami-Sound Rechnung und ist daher auch ganz untypisch in der Bauart für Sonor. Es hat ganz, dünne, kreuzverleimte Kessel mit Ringen. Sonor baute die letzten 30 Jahre immer dickere Kessel ohne Ringe und die Sonor Kessel waren seit den 70ern auch nie kreuzverleimt, sondern immer aus z.B. 3 oder 4 Schichten dreischichtigem Holz oder so. Das ist ein wesentlicher Punkt des Sonorsounds.
    Im Vergleich zu den Amis baut Sonor seine Top Serien komplett selbst, auch die Kessel und das Metall. Die Amis Schrauben nur zusammen, schleifen die Gratungen und lackieren. Das gilt für alle sogenannten Customhersteller von Ayotte, über GMS bis Noble & Cooley. Gretsch hat schon in den 70ern zugekaufte Jasper Kessel benutzt. Das macht ja auch nichts, solange sie klingen.
    Warum klingen die Alten so gut? Einmal, wie du sagst, wegen der Holzqualität; zweitens, weil sie alt sind und damit abgestanden und vor allem eingeschwungen; drittens, weil man damals anderen und weniger Leim benutzte (moderne Sets bestehen zu 20-30 % aus Kunststoff), viertens, weil man z.T. anders baute. Bspw. sind die alten Gretsch Round Badge und Slingerland Teile nur aus 3-lagigem Ahorn. Da bist Du natürlich einen Schritt näher am Vollholzkessel und weniger Leim und mehr Holz haben die auch. Außerdem haben die oft rundere Gratungen, dadurch wird der Sound weicher. Das sie weich und resonant klingen gilt ja auch als Hauptvorteil. Druckvoller, lauter und stabiler sind die nicht unbedingt. Besser ist also auch relativ.

    Federspannung: eher leicht bis mittel


    Schrägestellung des Bottombeckens: Verschieden, meistens kaum schräg, es sei denn, ich benötige getretene Hihat-Crash-Sounds, wie z.B. bei Akkustikjazz


    Abstand der beiden Becken: mittel, d.h. ca. 2 cm. Mein HH-Top ist immer recht lose. Es muss athmen können, wie soll es sonst richtig schengeln. Wenn man es zu fest schraubt, geht es erstens schnell kaputt und klingt zweitens nicht richtig crashig, weil es sich nicht mit dem Bottom zusammen bewegen kann. Ich mag diesen abgewürgten, festgeschraubten funky sound gar nicht.


    Höhenabstand zur Snare: mittel, d.h. ca. 10-20 cm, so dass noch ein Mikro dazwischen passt. Allerdings überkreuze ich die Hände nur selten. Normalerweise spiele ich die rechte Hand vor der linken, so dass ich mit links, unabhängig von der rechten Hand, ausholen kann. In diesem Fall muss die Hihat relativ weit vorne am Tom stehen. Wenn das linke Pedal dann noch symetrisch zum rechten stehen soll, mit Snare in der Mitte, dann muss man die Pedale relativ eng stellen, darf also nicht zu breitbeinig sitzten.


    Der Winkel von der Mittelachse (Snare) beträgt demnach nur etwa 30 Grad nach links und rechts. Der Winkel zwischen meinen Beinen beträgt also etwa 60 Grad.


    Abstand der Pedale vom Hocker: so, dass der Winkel zwischen Ober und Unterschenkel (Kniekehle) größer 90 Grad ist.


    Sitzhöhe: so, dass die Oberschenkel, wenn die Füße auf den Pedalen stehen, etwa waagerecht sind. Vielleicht einen Tick höher.

    In ungefähr dieser Reihenfolge:


    (1) Musikalität, Kreativität, die richtigen Sachen an der richtigen Stelle zu spielen.


    (2) Groove, Sound, auf den Punkt spielen (Mikrotiming)


    (3) Virtuosität, Time halten

    MG


    Mein Gretsch ist aus den 90ern, klingt aber trotzdem sehr gut, nur die Snare ist Ende der 70er, aber schon mit dem aktuellen Badge. Ich hatte schon eins aus den frühen 70ern, das klang total scheisse und eins aus den 80ern, das klang genial. Ist bei Gretsch immer ein bisschen Glückssache, den auch die Firma ist nicht unbedingt gut geführt.


    Manche der alten Sonors Teardropteile klingen wirklich schlecht, aber das liegt sicherlich nicht nur am Holz. Da sind dann meist auch die Gratungen scheisse, die Kessel zu groß, so dass er eingeklemmt wird und die Folie ist schlecht verklebt. Ausserdem haben die alten Sets noch Verstärkungsringe und das zusammen mit Gußreifen, das ist auch problematisch. Egal. Sonor hat seinen Ruf sicherlich zum Teil zu Recht. Ich habe schon sehr viele alte Phonics aus den 70ern gehört, die sehr gut klangen (Buche), gerade kleine Jazzsets, offen und transparent, mit einem schönen tragenden Sound. In den 80ern war das Sonorlite sicherlich eines der besseren Schlagzeuge. Ein Birkenset, das transparent und percussiv klang und nicht so muffig, wie das 9000er, auch wenn letzteres mit Mikros sehr unproblematisch ist. Außerdem das Hilite, ebenfalls ein sehr gutes Schlagzeug. Ich finde auch das Designer nach wie vor gut, nur ist es eben anders konstruiert, als z.B. Gretsch. Bei Sonor ist das Birkenset das leichte, jazzige. Das Maple Set mehr das fette. Im Vergleich zu Gretsch singt das Designer maple einfach nicht, dafür hat es etwas mehr Bums. Das Birkenmodell singt schon mehr, gerade mit kurzen Kesseln und das alte Phonic sang auch, obwohl es aus Buche war, wenngleich keines der Sonorsets diesen gretscheigenen Nachbrenner bei z.B. einem 12x8er Tom hat. Bei Gretsch haut man drauf und wundert sich nur, wie das Tom auf einmal abgeht, gerade bei etwas höheren Stimmungen. Ganz tief gestimmt ist Gretsch relativ uninteressant. Zum Thema Sonor sollte man vielleicht auch noch die Metallsnares erwähnen. Wer baut schon Glockenbronzesnares in dieser Qualität? Und auch die nahtlos gezogenen Stahlsnares sind was Feines. Wer baut überhaupt durchgehend in dieser Qualität? Auch die Force Teile waren in ihrer Klasse mit das Beste. Bei meinem Premier Signia fingen nach einem Jahr die Schrauben innne an zu rosten, und auch die Kessel waren handwerklich nicht ganz einwandfrei gefertigt. Die Bassdrum klang auch nicht so besonders, die Toms dafür umso besser, eigenartig.


    Mit Handschuh ist das wieder was anderes. Der baut ja ganze Schlagzeuge aus Massivholz im Biegeverfahren (so, wie Craviotto die Snares, nur besser). Die massiven Trommeln, die ich bisher gehört habe, sangen übrigens auch nicht so, sondern waren eher fett und kontrolliert in den Obertönen. Die entwickelten nur unheimlich viel Ton. Das kann wiederum kein Schichtholzkessel. Ist alles sehr kompliziert. So ganz durchschau ich das auch nicht. Olaf Handschuh baut übrigens auch in Maple oder Birke. Ich hab mal sein erstes Set (Maple mit Ringen, Clear Ambassador), das auf dem er selbst seit 8 Jahren übt, angetestet. Ich habe noch nie ein Set mit soviel Ton gehört. Mag auch etwas am Raum liegen, denn es war auch nicht bei allen Toms so krass. Aber die Größen 12, 13, 14 waren der Hammer.
    Der Kessel allein ist es wahrscheinlich auch nicht. Es geht immer um alles zusammen. Das ist wohl das Gretsch-Geheimnis oder auch das, des 9000er oder anderer Klassiker. Irgendwie scheinen Kessel (Material, Leim, Dicke, Schliff) und Hardware (Böckchen, Spannreifen, Aufhängung) bei denen besonders zu harmonieren.
    Was für Sets spielst Du eigentlich? Du sagst ein Maple- und ein Birkenset.

    Mein Schlagzeuglehrer wurde am drummers focus ausgebildet. Vielleicht hab ich diese Technik ja auch gelernt, ohne diesen Namen zu kennen, denn vom Powerpointkonzept und von diesem Freddy habe ich noch nie gehört. Ich habe so eine Idee, was das bedeuten könnte. Sag mal was Näheres.