Beiträge von ipo

    Auf meinem Tama Rockstar klingen die doppelagigen RMVs ganz passabel. Ich denke, ein Argument für diese Felle ist der geringer Preis. Versuch macht kluch...
    Die besten Felle werde dir aber nichts nützen, wenn du sie nicht richtig stimmen kannst. Die Suche zum Beispiel mit dem Stichwort Tuningbible wird dir weiterhelfen.
    In den FAQ habe ich diesen Link gefunden: http://sdd-dlt.de/dtbible.htm

    Bei Teppichen aus Klatsch (Scheibenwelt) muss man aufpassen, sie neigen zum Fliegen. Aber, wer ein Sonor Signature oder die Seppl Röhrenglockenbronzesnare sein Eigen nennt, braucht sich keine Sorgen zu machen, denn die Tragkraft ist begrenzt. Besonders ambitionierte Zeitgenossen haben es hinbekommen, beim Solo eine Show wie der Maskendrummer von Slipknot zu zeigen nur ohne Hydraulik und Technik. Deswegen sind die Teppiche aus Klatsch echt rar und vintage...

    Also, mein Set klingt echt besser, wenn ich den Orginalperser drunter lege, es liegt wohl an der Resonanz, ein teueres Fell klingt ja auch besser! :D
    Ausserdem, das Auge trommelt mit und das muss einem schon Tausend Euro wert sein, oder? :P


    Edit sagt, mein Perser ist nicht gefakt sondern aus purer Ironie...

    Ich bin gezwungen worden folgendes zu schreiben:


    Wenn du schon damit rumtönst, in der Nähe zu wohnen, lieber Matzdrums, dann ist ein Interview mit Manue Katche Pflicht. Ich hoffe, du kannst so gut englisch!


    Frau von ipo


    Sorry, aber das ist mir lieber als eheliche Sanktionen :D

    Tja, heute ist der Stichtag und ich bin geneigt die Sache abzublasen, da ja so unendliche viele hier ihr Interesse und ihre Mitarbeit bekundet haben.
    Aber, vielleicht passiert ja noch ein Wunder, ich werde mich heute Abend entscheiden. Schade, dass man versucht etwas für euch zu organisieren und dann so wenig ernsthaftes Interesse da ist.

    Habe ich mich getäuscht oder haben sie Billy Cobham mit einem Sonor Phonic oder ähnlichem im Hintergrund interviewt?
    Nicht schlecht die Sendung und Herr Copeland ist doch ein interessanter Zeitgenosse, die spinnen, die Briten.

    So, wenn ich den Fred richtig ausgewertet habe, dann haben sich drei Leute für jeweils einen Termin entschieden, dem bescheidenen Rest ist es egal. Da die Resonanz so unwahrscheinlich groß ist, könnt ihr den Termin unter euch ausmachen.


    Stichtag: Montag, den 15. August! (Edit hat sämtliche Klarheiten beseitigt!)


    Ich hoffe für euch, dass Sonor auch für zwei oder drei Interessierte eine Führung macht.
    Schade finde ich, dass niemand sich bereit erklärt hat, die Orga zu übernehmen.



    Edit fragt ausserdem, ob bis zum 18. Augst 2008 mal mehr Leute zusammenkommen werden. :P

    Jazz und mehr an Orgel und Drums
    Wolfgang Roggenkamp begleitete auf der Musikmesse in Frankfurt unter anderem Armin Rühl an der Hammond-Orgel. Doch er ist auch ein virtuoser Drummer, wie er z.B. zusammen mit Gerald Stütz auf den Messeständen von Wahan und Bosphorus zeigte. Ein Gespräch mit dem freundlichen Musiker, der eben nicht nur Drummer ist, verdeutlichte seine klare Meinung zu einigen Entwicklungen in der Musikszene, die er unmisverständlich ausdrückte. Mit seiner Meinung steht er sicherlich nicht alleine da, denn die tumbe Aura des "Gangsta" nervt und veranlasst so manchen, MTVVIVA zu boykottieren.



    DF: Wann ging es los mit dem Schlagzeug? Warum gerade dieses Instrument?


    WR: Ich fing mit sieben Jahren an, mein Bruder hatte eine Beatlesplatte mit nach Hause gebracht, das 2.te Album "With the Beatles". Ich habe diese Platte an diesem Tag so um die 16 mal gehört und dazu auf einem selbstgebauten Schlagzeug aus Waschpulvereimern und Töpfen gespielt. Dieser Beatlessound, der ist bei mir hängen geblieben, der hat mich erreicht. Es war nicht nur Ringo, es war die gesamte Musik. Das war 1977, da gab es die Beatles schon sieben Jahre nicht mehr, aber die Musik begeisterte mich, das kann man nicht erklären. In dieser Musik lag eine Magie.
    Dieses selbstgebaute Schlagzeug "verfeinerte" sich dann etwas - so wurde
    die erste Fußmaschine dann aus Fischertechnick gebaut. Nur, meine Maschine funktionierte falsch rum, wenn du draufdrücktest, ging der Schlegel weg von der Trommel, wenn du losließt, ging er zurück. Nach einem Jahr fand ich dann endlich heraus, wie eine Hihat funktionierte.
    Irgendwann bekam ich ein Foto in die Hand und konnte genau nachschauen, wie so ein richtiges Schlagzeug aussah. Mit einem Holzstab und zwei Blechdeckeln baute ich dann meine erste Hihat. Die funktionierte richtig herum.
    Na ja, so ging es dann weiter, bis dann irgendwann der ersten.Auftritt (mit einem richtigen Schlagzeug) im Alter von 12 anstand. Die Liebe zu diesem Instrument kam doch während der Kindheit und hat bis heut nicht nachgelassen.


    DF: Ab wann professionell?


    WR: Mit 16 bin ich der Musik wegen ausgezogen, seitdem lebe ich davon. Ich begann ein Klassikstudium als Jungstudent am Konservatorium Osnabrück. In dieser Zeit kamen unterschiedlichste Auftritte und Aufnahmen dazu (z.B. eine frühe mit Helmut Hattler).
    Nach 3 Jahren Klassikstudium wechselte ich zu einem Jazzstudium nach Essen / Folkwang. Nachdem ich in Bremen an der Hochschule der Künste einen Lehrauftrag für Jazz-Schlagzeug übernahm, Charly Antolini wollte nicht mehr, ging ich 1996/97 nach Boston an das Berklee College und löste mein Stipendium ein. Auch dort vor Ort wollen die Brötchen erworben werden , nach ca. 2 Monaten aber lief das Ganze schon recht rund.
    Es war für mich eine wirklich tolle Zeit, in denen viele neue Eindrücke dazu kamen.
    Die vielen Fotos mit Musikern und Situationen kann man auch auf meiner Homepage " http://www.wolfgangroggenkamp.com " mal "durchblättern".


    DF: Was macht einen guten SChlagzeuger aus?


    WR: Das sind viele Tugenden. Allen voran gehört sicherlich eine gesunde Körperverfassung zu unserem Beruf . Das Schlagzeug will auf- und abgebaut werden, dafür braucht man schon eine gute Gesundheit.
    Der Drummer sollte seine Mitstreiter, die vor und neben ihm auf der Bühne stehen, respektieren (genauso, wie wir selbst auch mit unserem Tun respektiert werden möchten). Er sollte ein großes Maß an Dynamik besitzen. Ein Jazzdrummer sollte seine Mitmusiker ständig inspirieren. Ein solides Timing ist Grundvoraussetzung. Außerdem muss man sehr aufmerksam sein, was passiert und sollte sich über die Funktionen der Musik im Klaren sein.
    Es behagt nicht gerade, wenn ich einen Drummer erlebe, der mit seinen Fills alles kaputtmacht. Ich möchte einen soliden Groove / Swing hören, den Drummer auch mal lächeln sehen, so dass eine gute Stimmung rüberkommt. Ein guter Drummer sollte ein Gespür für Stimmungen haben.


    DF: Sollte ein Schlagzeuger einen ausgleichenden Charakter haben?


    WR: Nun, in der Ruhe liegt die Kraft. Schlagzeuger sind oftmals gute Ansprechpartner. Also, ich war oftmals derjenige, der irgendwo bei Unpässlichkeiten oder Streitigkeiten vermittelt hat - aber auch viele Bälle an den Kopf bekam. Ich habe dann die meisten Sachen auf mich genommen, wenn es Ärger gab. Du bist immer der erste und der letzte auf einem Gig, wir freuen uns natürlich, wenn da ein Roadie hilft, dann schwitzen wir etwas weniger (jedenfalls ,was das Equipment angeht....).
    Du musst eine Ausgeglichenheit mitbringen, eine gewisse Größe. Du musst den Laden zusammenhalten. Der eine kann das sofort, der andere braucht ein paar Jahre, bis er das kann.
    Letztendlich brauchst und bekommst du eine Menge Erfahrung. Die Persönlichkeit des Drummers macht auch seinen Sound aus. Außerdem muss er vergeben können, egal ob kleiner oder großer Stress. Nur im Solo ist eine gewisse Form des Egos gefragt. Du kannst das Ego nicht ganz zurücknehmen, aber, man darf damit
    nicht jedem rechts und links ins Gesicht schlagen.


    DF: Wie würdest du das Verhältnis Technische Fähigkeiten gegenüber Fähigkeiten in der zwischenmenschlichen Kommunikation beschreiben?


    WR: Die technischen Fähigkeiten eignet man sich am Besten recht früh an. Ich meine damit die Fähigkeit, sich recht flink und locker am Set bewegen zu können. Das ist das, was wir im Proberaum üben können, die Beschäftigung mit diesem Instrument.
    Um davon leben zu können, musst du Respekt haben, du musst deine Mitmusiker respektieren. Respekt und Offenheit ist die Guideline. Offen sein, offen bleiben und das auch an andere weitergeben. Das Zwischenmenschliche sollte dochwichtiger sein als unsere unglaublichen ParaParadiddles.
    Ich hatte Phasen, in denen ich technisch sicherlich mehr fokussiert war, aber, ehrlich gesagt, interessiert mich das nicht mehr so sehr. Mich interessieren andere Dinge, durch das professionelle Spielen habe ich ein anderes Gefühl bekommen. In diesem Beruf haben wir es immer mit Menschen zu tun.



    DF: Du spielst ja auch Orgel, auf der Messe bist du ja z.B. mit Armin Rühl in der Festhalle aufgetreten.
    Wie ist das Verhältnis zwischen Orgel und Schlagzeug bei dir?


    WR: Momentan so 50 zu 50. Wobei ich zur Zeit das Schlagzeug lieber mag, aber, das ist letztendlich Phasenabhängig. Die Hammond zu tragen ist schon so ein Ding...Im Laufe der Jahre wird man durch das Tragen dieses Monstrums stärker. Wenn ich da so an die ersten Gigs denke, ich war danach immer völlig fertig. In den schwierigsten Momenten musst du sie eben wieder selber ins Auto packen. Die lieben Musikerkollegen können da schon mal "trallafiti" gehen, nein - es ist schon immer ein auch lustiges Zusammensein mit so einem " Holzschrank."
    Jedenfalls gibt mir das Spielen zweier Instrumente schon auch eine angenehme Abwechselung und eine Auffrischung. Aber, es ist auch nicht immer so ganz einfach, alles will "gepflegt" sein, um es moderat auszudrücken.


    DF: Wie siehst du die Zukunft der Musikindustrie auch im Hinblick auf das Medium Internet?


    WR: Wir haben eine Menge Wellen gehabt, es wird wohl evt. wieder besser. Das Jammern in den letzten Jahren war zwar berechtigt - der normale Platten/CD Markt ist ja irgendwie fast weggebrochen - aber das Jammern bringt nichts.
    Ich habe den Eindruck, es wird schon fast wieder besser. Ich finde, Techno hat vieles kaputtgemacht! Rap und Hiphop haben auch viel kaputtgemacht. Vor diesen Einflüssen hatte die Musikwelt eine andere Schwingung. Ich mag viele Dinge, but- " I don't give a fuckin dime what these 50 cent asses have to offer us".
    Ich finde, wir haben hier in Deutschland viel zu viele Jugendliche, die dieses Zeug ungefiltert übernehmen. Ich bin kein Fan dieser"Gangsterattitüde", aber, ich habe Ohren. Was ich bemerkt habe, ist viel fehlender Respekt. So ist der Respekt im Umgang miteinander in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen, auch der Respekt vor Jazz. Jazz lehrt Dich, zuzuhören.
    Ich würde mich über die Rückkehr von Melodien und MUSIK freuen - diese Videos auf MTV sind größtenteils ja nicht mehr zu ertragen. Wie gesagt, warum müssen wir diesen Gangster- Scheiß hier ungefiltert serviert bekommen? Was das mit den ganzen Hirnen da draußen macht...
    Ich bin jetzt 35 und mache seit 19 Jahren professionell Musik und habe doch so Einiges erlebt und mitbekommen, war immer sehr an schwarzer Musik interessier t- aber: wissen diese Typen eigentlich noch, was vorher für fantastische Musik da war?
    Aber - zur Zeit gibt es aber doch viel mehr Möglichkeiten durch das Internet. Aber Internet hin und her - wichtig ist , Geschmack zu entwickeln und zu wissen, was vorher da war, wie die Geschichte ist. An Musik, die heute so bei uns im Radio läuft, mag ich z.B. das, was Xavier Naidoo und mit ihm der Ralf Gutske, macht. Mir gefällt diese Musik.
    Mir wäre es lieber, wenn die Bands und Musiker länger und langfristig aufgebaut würden wie in der Vergangenheit. Mit diesem "Fast Food"-System geht es nämlich auch nicht weiter, diese Castingsache mit z.B. Bohlen hat eine Menge schlechte Einflüsse gehabt. Dieter Bohlen ist eigentlich so eine deutsche Krankheit.
    Irgendwie ist es wohl so, dass Jazz immer eine Nische für Talent ist.
    Für diese Richtung brauchen wir mehr Talentscouts- Ich war 96/97 in den Staaten und habe dort einige Leute bemerkt, die nach Talenten Ausschau hielten. Talent und Können sollte bei uns weiter mehr gefördert werden und- etwas bedeuten. Wir haben tierische Musiker und tierisch gute Drummer hier, von denen leider keiner
    etwas hört und deswegen geht auch kaum jemand in deren Konzerte. Das Internet kann hier etwas Gutes bewirken. Mit diesem Medium kann man- wenn man gut damit umgeht - etwas auf die Beine stellen, wie auch z. B. Ihr mit Eurem Drummerforum.



    DF: Den Tipp für das DF?


    WR: Kommuniziert miteinander, tauscht euch aus, trefft euch mit mehreren Kollegen und Sets im Proberaum und spielt zusammen, groovt zusammen, habt Spaß zusammen und lernt voneinander. Ein Bassist sollte immer gerne bei solchen Aktionen mitmachen dürfen.



    DF: Danke an Wolfgang für das Interview, die Fotos und die Nachbearbeitung trotz Computerprobleme!

    Trommeln im TV und anderswo
    Antoine Fillon ist nicht nur Schlagzeuger der Harald Schmidt Show Band. Ausser seiner Präsenz im Fernsehen hat er das Glück z.B. mit seinem Trio seiner Leidenschaft, dem Trommeln, nachzugehen.
    Bei einem Mini-Baden-Stammtisch in Schwetzingen ergab sich die Möglichkeit für ein Interview. Dank an Antoine, Commusanne und Commus für dieses spontane Treffen. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der kölsche Franzose ein sympathischer Zeitgenosse ist, mit dem es sich stundenlang gut plaudern lässt. Deswegen Daumen hoch für Pat, der den Kontakt zu Antoine herstellte!



    DF: Wann ging es los mit dem Schlagzeug?


    AF: Mit dem Herzen bin ich Schlagzeuger seit dem ich elf bin, richtiger Schlagzeuger wurde ich mit 15 Jahren.


    DF: Warum gerade dieses Instrument?


    AF: Als ich elf war, habe ich ein Konzert gesehen mit Magma, der Drummer Christian Vander ist nach wie vor mein Lieblingsdrummer, das faszinierte mich so, dass ich auch Schlagzeuger werden wollte. Dieser Drummer hat mich wirklich erwischt!
    Leider hatte ich kein Geld für ein richtiges Drumset, so spielte ich auf Töpfen und ähnliches. Vier Jahre später bekam ich dann endlich mein erstes Schlagzeug, ein Hoshino, also Tama, hihi.


    DF: Ab wann professionell?


    AF: Seit dem ich 20 bin. Ich war in der Armee und war dort in einer Bigband. Das war eine gute Schule für mich. In Sachen Snaretechnik und Handhaltung habe ich sehr viel gelernt.



    DF: Was liebst du an deinem "Job" und was magst du überhaupt nicht?


    AF: Ich mag überhaupt nicht, wenn ich mein Instrument selber tragen muss und leider hat man ja nur bei den guten Jobs Roadies. Deswegen ist mein Drumset im laufe der Jahre immer kleiner geworden, ich habe einfach keine Lust mehr, so viel zu schleppen. Das ist eben der Nachteil des Schlagzeugers, du bist der erste beim Gig und der letzte.
    Ich liebe am Schlagzeugspielen, dass du als Drummer sozusagen in der Mitte bist, alle Aufmerksamkeit gehört irgendwo dir, alle anderen Musiker achten auf dich. Du hast den besten Platz und du sitz auch noch dabei, hihi.


    DF: Was macht für dich einen guten Schlagzeuger aus?


    AF: Als professioneller Drummer musst du in der Lage sein, einen Sänger oder so zu begleiten. Außerdem mag ich noch Drummer, die vielleicht nicht so gut begleiten, dafür aber sehr virtuos spielen.


    DF: Wie wichtig ist die zwischenmenschliche Kommunikation und sollte ein
    Schlagzeuger einen ausgleichenden Charakter haben?


    AF: Wenn du davon leben willst, ist 80% deines Jobs die Fähigkeit zur Kommunikation, du musst gut können mit den Menschen. Zu 20% musst du gut spielen können. Es ist eben wichtig, wen du triffst und wie du dich dabei präsentierst. Der menschliche Aspekt ist sehr wichtig in diesem Beruf, denn es gibt keine Regeln. Es passiert, was passiert. Ich glaube, alle Musiker, die erfolgreich sind, sind entweder richtig gut auf ihrem Instrument oder sind sehr angenehm im Umgang. Man kann mit ihnen sehr gut arbeiten.
    Deswegen sollte man einen ausgleichenden Charakter haben. Wenn man alle Instrumente vergleicht, heißt es immer, Schlagzeuger sind sympathisch.



    DF: Wie siehst du die Zukunft der Musikindustrie und was bedeutet dabei
    das Medium Internet?


    AF: Das Internet finde ich zur Kommunikation einfach nur super. Du kannst weltweit kommunizieren, das wäre per Telefon sehr teuer und per Brief würde es länger dauern. Durch das Internet kannst du sehr viele Sachen austauschen. Ich glaube, es wird noch einen größeren Platz im Business bekommen, du kannst ja heute schon jeden Menge Musik im Internet kaufen. Ich finde das wunderbar. Das heißt für die Musikindustrie, dass sie kein Geld mehr mit CD-Verkauf machen. Das tut mir nicht leid! Als Musiker haben sie mir nie geholfen. Die machen nur Kommerz. Sie verkaufen nur Musik um Geld zu verdienen.
    Die überleben werden, sind die, die sich wirklich um die Musiker kümmern. Ich habe zum Beispiel ein Trio (nähere Infos unter http://www.antoinefillon.com) und wir verkaufen CDs übers Internet. Ich finde es also gut, dass das Internet und die Möglichkeit, alles runterzuladen das Musikbusiness verändert hat und weiter verändern wird. Es ist für mich egal, ob die Stars, die eh schon jede Menge Geld haben, ein par Millionen weniger verdienen.
    Außerdem denke ich, dass Livemusik wieder mehr gehört werden wird. Man wird weniger durch Plattenverkäufe verdienen, dafür gibt es mehr Konzerte.


    DF: Einige beklagen sich, dass die Livemöglichkeiten immer geringer werden, statt einer Band wird nur noch ein DJ angeheuert.


    AF: Das stimmt, aber, dieses Jammern höre ich schon seit 20 Jahren, es hat immer geheißen, dass die Jobs abnehmen. Ich weiß nicht, aber, irgendwie ist es immer noch möglich, davon zu leben. Allerdings, wenn du dich entscheidest, davon zu leben, musst du dein Leben danach ausrichten und alles andere zurückstellen. Der Job steht an erster Stelle und erst dann kommt Freundin, Frau und Familie. Ich zum Beispiel habe vor dem Job bei Harald Schmidt in Frankfurt gelebt und bin dann nach Köln gezogen, als ich den Job hatte. Wenn du zu so etwas nicht bereit bist, dann wird es schwierig, davon zu leben. Es gibt eben keine wirkliche Sicherheit.
    Mit dem Job bei Harald Schmidt habe ich sehr viel Glück gehabt, denn ich kann davon sehr gut leben und kann noch andere Dinge machen.


    DF: ...zum Beispiel ein Interview für das Drummerforum...


    AF: Ja, genau! Ich finde das Forum sehr gut, denn hier gibt es sehr viel Informationen zum Beispiel zu den Spieltechniken, sehr interessant.


    DF: Den Tipp für das DF bzw. junge Drummer


    AF: Ich bin jetzt 41 und als ich angefangen habe, gab es keine Videos. Heute besteht die Gefahr, dass du dir zu viele Videos und DVDs reinziehst und zuwenig spielst. Also, nicht nur schauen sondern üben!
    Früher mussten wir rausfinden, wie hat einer denn das gemacht. Wir haben uns viel mehr Mühe gegeben. Du musst also aufpassen mit diesem ganzen Material, dass du wirklich etwas lernst und wirklich übst. Ich liebe diese Dinge und sammle sie auch, aber, ich habe auch gemerkt, dass zu Anfang ich nur noch geschaut habe und nicht mehr gespielt habe. Es ist unmöglich alles zu üben, was du dir kaufen kannst.


    DF: Unterscheiden sich Drummer von anderen Musikern?


    AF: Ich glaube nicht. Allerdings, die Verbindung untereinander ist stärker, wie man ja bei euch sieht. Ich glaube nicht, dass es so großes Bassforum gibt. Wir ziehen uns Ding ernst durch, nehmen uns selber aber nicht so ernst.


    DF: Was möchtest du in der Zukunft mal verwirklichen?


    AF: Ich habe ja ein Trio und würde damit gerne einen Workshop machen, wo du die verschiedenen Instrumente in den verschiedene Stilen zeigen kannst und eben nicht nur auf das Schlagzeug eingehen sondern auf die Band insgesamt. Es geht dann eben nicht nur um Technik oder Sport (Höher, Schneller, Weiter) sondern um den musikalischen Kontext. Wenn die Musik vom Band kommt, kannst du nicht so gut mit dem Publikum kommunizieren und reagieren. Du kannst dann auch Stücke mit der Band schneller spielen und sie merken, was sich alles dadurch verändert. Leider ist so ein Workshop immer eine Geldfrage.



    Nach dem Interview demonstrierte Antoine während der Fotosession in einem Proberaum sein Können. Der Inhaber des Sets freute sich, dass seine Kiste (Tama Rockstar) doch relativ gut klang.

    Bernd Herrmann von den Söhnen Mannheims spielt ein Export, allerdings sind darauf Meshheads mit Triggern :D


    Alleine vom Kessel her ist das Superstar als höherwertig einzustufen. Ich galube aber, ohne die beiden selbst anzuspielen, sollte man weder das eine noch das andere kaufen. Für Metal sollte der Birkenkessel des Superstars aber besser geeignet sein, jedenfalls theoretisch.

    Wöllig unerwartet ergab es sich gestern zu Schwetzingen, dass commus. commusanne, ipo und ein Ehrengast ein spontanes Kleinsttreffen durchführen konnten. Dem Ehrengast wurden diverse Hölzer näher gebracht und ipo konnte sich an einem weiteren Interview erfreuen, alles weitere dazu demnächst in der entsprechenden Rubrik. Fotos wurden auch gemacht, aber, die sind noch top secret.
    Dem Ehrengast hat es so gut gefallen, dass der nächste Stammtisch mit ihm stattfinden könnte, anfang September könnte er Zeit haben. Lasst euch also überraschen und kommt nach Schwetzingen, dort wird es dann wohl passieren, oder, commus?

    Tja, wenn man keine riesige Ballerburg aufzubauen hat, und das auch nicht zum ersten Mal macht, kann man zusammen alles tragen und jeder baut sein Instrument dann auf. Ich habe jedenfalls genug Zeit, den anderen zu helfen beim Tragen, geht irgendwie schneller. Die einzige Hilfe, die ich akzeptiere, ist meine Frau.
    Seltsam, habe bisher nur in Bands gespielt, in denen ich nicht die Kollegen nach meiner Pfiefe tanzen lassen konnte. Irgendetwas mache ich verkehrt.