Beiträge von nils

    das mit mit den relevanten Wellenlängen, würde ich pauschal einfach so nicht sehen wollen.

    Auch Genere abhängig, übertrieben ausgedrückt ist Bassdrum da vielleicht auch (teilweise) eher fehl am Platz und Kickdrum wäre tatsächlich eine bessere Wahl.


    Gerade "modernere" Sounds bekommen eben ihren speziellen charakter (Salz in der Suppe) aus teilen von Wellenlängen die sich innerhalb des Kessels bewegen.

    Von daher würde ich nicht von unrelevant Sprechen.

    Du kannst das sehen, wie du willst, das stört die Physik nicht.


    Der Innendurchmesser einer 22" Bassdrum beträgt etwa 53 cm, je nach Kesseldicke. Somit würde eine Schallwelle von 640Hz quasi genau zwischen die Kesselwand passen, bzw. eine halbe Welle von 320 Hz und könnten theoretisch stehende Wellen ausbilden. Beide Frequenzen sind im Klangspektrum einer Bassdrum unerwünscht, weil sie den Klang vermullen. Längere Wellen haben innen keine Möglichkeit irgendwelchen Effekten zu unterliegen, außer Beugung, aber die spielt innen ohnehin keine Rolle, weil - wohin sollte die Welle denn gebeugt werden?


    Kürzere Wellen höherer Frequenzen wie 970Hz/35,5cm, 1283Hz/26,5cm, 1600Hz/21,2 könnten stehende Wellen bilden, sind aber im Klangspektrum auch nicht direkt erwünscht. Interessant wird es bei 1947HZ/17,66cm oder 2280Hz/15,1cm, weil diese Frequenzen im Bereich des Attacks (Kick) liegen. Allerdings wäre der Effekt einer stehenden Welle hier eine Verbreiterung des Attacks, was auch wieder niemand wollen kann, man will ja schließlich einen klaren Attack auf der Bassdrum haben.


    tl/dr

    Damit hat doch der Herr Sonor schon alles gesagt, was es zu Holzsorten und Kesseln zu sagen gilt.

    ...

    Nach dem, was in dem Interview steht, ist es nur allzu logisch, dass die Kesselhölzer und die ganze Machart kaum bis gar keinen Einfluss auf den Klang haben, ja, haben können.


    Der Kessel definiert lediglich das Resonanzvolumen, punkt, aus.

    Stimmt nur leider nicht, wie ich weiter oben ausführlich dargelegt habe. Ja, die Klangholzdiskussion ist tatsächlich weitgehend Marketing, aber selbstverständlich hat die Bauweise, insbesondere das Gesamtgewicht der Trommel, einen relevanten Einfluss auf den Klang der Trommel. Oberhalb einer Gewichtsgrenze ist tatsächlich alles egal, aber darunter kann man schon die Hüllkurve durch die Kesselbauweise gestalten.


    Drüber hinaus: Sogar Herr Sonor sagt ja, dass die Gratung eine wichtige Rolle spielt. Es gibt eine Arbeit von Eric J. Macaulay zum Einfluss der Gratungsform und Lage (außen oder mittig auf der Kesselsubstanz) auf den Klang und die Energieübertragung zwischen Fell und Kessel. Einerseits bedeutet die Kontaktfläche Dämpfung, daher dämpft eine rundere Gratung das Fell mehr als eine spitze, andererseits wird bei einer mittig liegenden Gratung mehr Energie vom Fell auf den Kessel übertragen als bei eine außenliegenden mit entsprechenden Auswirkungen auf die Hüllkurve und das Obertonspektrum.


    Sofern nun ein leichter bis mittelschwerer Kessel und das Gratungsdesign die Energieübertragung auf den Kessel ermöglichen, wird Schwingungsenergie den Kessel auf verschiedene Weisen bewegen. Ein Teil dieser Energie wird in Form innerer Reibung des Kesselmaterials in Wärme umgesetzt. Die betroffenen Frequenzen werden im Klangspektrum also vermindert. Diesen Effekt nennt man Timbre der Trommel. Ganz dicke und schwere Kessel haben das nicht in relevantem Ausmaß, soweit hat Herr Sonor recht.


    Mich ärgert die verkürzte und verfälschende Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse in diesem Interview, die eigentlich nur zwei Gründe haben kann: entweder haben die das Thema nicht richtig verstanden, oder sie verbiegen es zu Marketingzwecken, also um ihre Designentscheidungen zu rechtfertigen. Beides ist wenig vertrauenerweckend.

    Folgt man den theoretischen Ausführungen von Sonor - das Interview muss ich nochmal raus suchen - zu einer optimalen Klangentfaltung einer Trommel, will man keine Vintage-Ringe und einen möglichst steifen Kessel, damit die Luftsäule uneingeschränkt zwischen den Fellen hin und her wandern und Klang erzeugen kann. Der Kessel soll ja möglichst wenig mit schwingen, da das die Luftsäule bremst.

    (Mal ganz laienhaft wiedergegeben)

    Mich schaudert's ein wenig, wenn ich das lese.


    Die Luftsäule schwingt sowieso zwischen den Fellen, da machen ein paar Verstärkungsringe nicht wirklich was aus. Insbesondere wo die relevanten Wellenlängen ohnehin größer sind als der Kessel Platz bietet.


    Was man bei so einem dicken Kessel bekommt, ist eine laute Trommel, weil, da stimmt die zitierte Behauptung von Sonor, eine schwere Trommel weniger Energie aus dem Schlag aufnimmt (und somit weniger schwingt), als eine leichte. Das bedeutet aber nicht, dass man mehr Klang bekommt, sondern vorwiegend mehr Attack und Punch. Deswegen beschwere ich für Aufnahmen gerne mal eine Bassdrum mit hineingelegten Steinen. Die Energie kommt einfach schneller wieder raus und die Trommel drückt klanglich mehr.


    Wer aber nach dem warmen Klang von Vintage Schlagzeugen sucht, der braucht leichte Trommeln mit dünnen Kesseln. Die sind automatisch auch leiser, weil, siehe oben.


    It was found that the drumshell doesn't contribute to the sound of the drums.

    Das ist leider falsch. Da hat ein Marketingmensch die Wissenschaftler falsch verstanden und sein Halbwissen zu Papier gebracht.


    Was stimmt ist, dass der Kessel selbst praktisch keinen Schall abstrahlt. Aber selbstverständlich hat er als Teil des schwingenden Systems Trommel einen Anteil an der Klangentstehung, wie ich oben bereits schrieb.


    "The shell must not vibrate, in order not to deprive vibration energy of the drumhead by its own vibration. The shell must have a high flectional resistance; the higher the flectional resistance, the less chance of the shell producing its own vibrations.

    Das ist so 1980er. Man findet dieses Konzept bei Sonor Phonic und Signature in Produkte übersetzt. Man macht den Kessel einfach so schwer, dass der die eingehende Energie quasi reflektiert und alles sofort wieder herauskommt.


    The shell must have a great mass, thus making the decay of the drum sound to a large extent independent from the way it is fixed to holders or stands.

    Es gibt eine Arbeit von Dr. Ingolf Bork aus den 1980ern, in der er das Ausschwingverhalten von Trommeln in Abhängigkeit von der Einstecktiefe der Trommel auf dem Halter untersucht. Die Handzeichnung darin zeigt ein Phonic Tom.

    Das Ausschwingverhalten ändert sich mit der Einstecktiefe signifikant, was Dr. Bork mir der mechanischen Impedanz der Anordnung erklärt. Dann hat er im Experiment die Trommel massivbeschwert und so die mechanische Impedanz der Anordnung verändert. Die Folge war ein von der Einstecktiefe nahezu unabhängiges Ausschwingverhalten.


    Man kann aber auch die mechanische Impedanz durch Entkoppeln verändern, wie mit RIMS oder anderen Freischwingaufhängungen. Allerdings mit dem "Nachteil", dass der Kessel dann mitschwingt und die Schlagenergie teils nicht in Schall umgesetzt wird.

    Das hier ist solide und günstig:

    https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/pearl-schlagzeug-komplett-mit-hocker-7paar-drumstiks-uvm-/3269017165-74-4604


    Auf jeden fall bessere Qualität als das hinter dem Link von dir.


    Hier steht nur VB, könnte aber ein echter Schnapper werden, wenn etwa beim halben Neupreis bleibt. Es ist tatsächlich kein Kinderschlagzeug, nur recht kompakt und transportfreundlich, aber ein vollwertiges Schlagzeug:

    https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/schlagzeug-kinder-tama-hi-hat-becken-weihnachtsgeschenk/3268578181-74-28259

    Auch zu analogen Tonbandzeiten hätte man schon durchaus zum Metronom aufnehmen können, etwa, indem man dem Schlagzeuger den Metronomklick, den man im Extra-Raum mit Mikrofon vom mechanischen Metronom aufnimmt, auf den Kopfhörer gibt. Hat man aber glaub ich nicht gemacht.

    Die mechanischen Metronome von früher sind derart ungenau, dass die Ergebnisse mit deren Klick schlechter geworden wären, als ohne. Wir hatten damals so ein Teil zu Hause, das war wirklich nur ne ganz grobe Empfehlung für's Tempo.

    Hallo,

    Kommt jemand hier aus Lüneburg oder Umgebung? Ich würde gerne ein Paar kleine Lautsprecher (je 23x14cm) erwerben, aber der Verkäufer aus 21394 Kirchgellersen versendet nicht.

    Vielen Dank für die Rückmeldung!


    Viele Grüße, Nils

    Bei SSDs sind klar getrennte Partitionen gar nicht so wichtig, weil die nicht fragmentieren können. So rein technisch zumindest. Bei Festplatten ist's unvorteilhaft, wenn sich Windows und Programme mit anderen Daten vermischen.

    Naja, fragmentieren können SSDs sehr wohl, nur werden sie dadurch nicht langsamer, weil sie keinen mechanischen Schreib/Lese-Kopf und keine drehenden Scheiben haben, sondern ähnlich wie RAM direkt adressiert werden können.


    Die Idee der Trennung von OS und Bewegungsdaten stammt zwar aus der Zeit der magnetischen Datenträger, hat aber auch sonst Vorteile. Wenn es schlecht läuft und man muss den Rechner mal neu aufsetzen, bleiben die Nutzdaten auf der anderen Platte bzw. Partition unberührt.

    Also den Kickport in ein Loch am Rand einbauen?


    Wir sprechen hier von diesem Hörnchen.

    Ja, genau. Ich kenne die Dinger. Das Funktionsprinzip ist dasselbe, wie bei Bassreflex-Lautsprechern. Eigentlich müsste man, je nach den Maßen der Bassdrum und der angepeilten Stimmung, die Rohrlänge anpassen können, damit das Ding auch seine Wirkung entfalten kann.

    Der Schlagzeuglehrer könnte natürlich erstmal monatelang Rudiments und Paradiddels auf dem Übungspad oder der Snare üben lassen, bevor auch nur ein erstes Mal ein Drumkit ins Spiel kommt.

    Im Klassiksektor war das lange Zeit üblich, ob es das immernoch ist, weiß ich nicht. Aber ich habe mich mal mit einem klassischen Trommler unterhalten, der sagte, dass er zu Beginn mehrere Jahre nur kleine Trommel spielen durfte, Rudiments und Handtechnik, sonst nix. Wo bleibt denn da der Spaß?

    Wenn man schon so laut trommelt, sollte das Fundament stabiler sein.

    Pun intended. ^^

    Weil ich neugierig war, habe ich mich trotzdem von seiner offensiven Werbung ködern lassen und mir sein Gratis-PDF heruntergeladen.

    Als ich sein erstes Video sah, habe ich ihn angeschrieben, weil er viele Sprechpausen darin hatte, um seine Gedanken zu sortieren. Durch meine Workshop-Erfahrung weiß ich, dass Sprechpausen nur dann gut sind, wenn sie absichtlich gemacht werden, um den Teilnehmenden das Verständnis zu erleichtern.


    Dann haben wir einen Telefontermin vereinbart, weil ich unter einem seiner Videos meine Schwäche bei Doublestrokes thematisiert hatte. Das Telefonat war sehr freundlich, letztlich kam aber heraus, dass ich zu genau wusste, was ich von einem Coaching will, nämlich nur gute Doppelschläge, und nicht mein gesamtes Spiel umkrempeln. Ich wollte nicht einige Wochen Coaching für einige Tausend Euro, die sich nur lohnen, wenn man in der Zeit frei hat und den ganzen Tag üben kann. Er wusste aus unserer Kommunikation auch, dass ich ein Stimmspezialist bin, aber er hat sich trotzdem für Herrn Masshoff entschieden.

    Ok, ich hab's bis 3:34 geschafft. Da spricht er darüber, dass Materie größerer Dichte Materie geringerer Dichte durchdringen kann. Ich weiß nicht, wo er das her hat, von einem Physiker stammt das jedenfalls nicht. Dann könnte ja z.B. Stahl Aluminium durchdringen. Mit genügend Kraft dahinter geht das auch, also man kann sicher einen Stahlnagel durch Alufolie schlagen.


    Grundsätzlich ist es so, dass beliebige Materie von bestimmten Teilchen, wie etwa Neutrinos, durchdrungen wird, weil die so klein und dazu noch elektrisch neutral sind, sodass sie meist hindurchpassen. Die meisten durchdringen beispielsweise die Erde, ohne je mit einem Atom oder Molekül zu kollidieren. Das hat aber nichts mit der Dichte von Materie im makroskopischen Sinne zu tun, sondern damit, dass die Materie im mikroskopischen Sinne punktweise konzentriert ist, in Form von Atomkernen und der Elektronenhülle, und dazwischen, aus Teilchen-Perspektive, ziemlich viel Platz bleibt.


    Dann behauptet er noch, dass es ja eigentlich keine feste Materie gäbe. Nun, es kommt auf die Perspektive an. Vermutlich hat er irgendwie die Äquivalenz von Masse und Energie schlecht verstoffwechselt. Die berühmte Einstein'sche Formel E=MC² besagt, dass eine gegebene Masse vollständig in Energie zerstrahlen kann (also umgewandelt werden kann) und dabei die in der Formel beschriebene Energiemenge als Strahlung frei wird. Es gibt auch Phänomene, bei denen sich Teilchen, etwa ein Strahl aus beta-Teilchen oder Elektronen, am Einfachspalt gebeugt werden, sich also benehmen, wie elektromagnetische Strahlung (Der Welle-Teilchen-Dualismus beschreibt, dass Quantenobjekte wie Licht und Elektronen sowohl Eigenschaften von Wellen als auch von Teilchen besitzen können, je nachdem, wie sie gemessen oder beobachtet werden). Insofern ist die Unterscheidung zwischen Masse und Energie nicht immer hilfreich und sinnvoll. In unserem makroskopischen Erleben als Menschen gibt es aber Materie. Die ist nur nicht so statisch, wie sie aussieht.


    Man kann sich auch die Masse als eine in begrenztem Raum schwingende stehende Welle aus Energie vorstellen. Theoretisch könnte man an einem Punkt ganz viel Energie konzentrieren und dort Materie erzeugen.


    Und dieses perfekte Timing ist natürlich vom Kosmos vorgegeben.

    Es gibt tatsächlich eine wissenschaftliche Publikation zum Thema Schwingungen und Kosmos. Johannes Kepler, Astronom im 17. Jahrhundert, veröffentlichte 1619 "Harmonices Mundi". In diesem Buch verband Kepler seine astronomischen Entdeckungen mit Ideen über musikalische Harmonie.

    "Es gibt tatsächlich das perfekte Tuning für jedes Musikstück dieser Welt."


    Sehr steile These!

    Ja, nur ist es für jede(n) ein anderes. So eine Aussage tut so, also ob Geschmack objektivierbar wäre.

    Solche kurzen Sätze "Mensch ist Energie, Resonanz" sind aber ganz weit von "wissenschaftlich" entfernt.

    Der esoterische Energie-Begriff weicht dabei stark vom physikalischen Energie-Begriff ab. Erinnert sich noch wer an Michael Becker und sein Buch? Da ist das auch so., dass die Begrifflichkeiten durcheinandergewirbelt werden.