nils hab ich vermutlich falsch formuliert; ich meinte welche mit coating; klingen die nicht gedämpfter?
Ein Coating ist immer auch ein wenig Dämpfung, allerdings nicht sehr viel, außer bei Sorten wie Fyberskyn, das eine sehr dicke Coatingschicht hat. Ein einfaches Coating dämpft vorwiegend ein wenig die höheren Obertöne und vermindert den Anschlagklang des Sticks auf dem Fell.
Kessel nackich machen, am Besten ohne HW, so fein es geht aufhängen (Finger oder Zahnstocher), Kessel andötzen/ anklopfen, Ton merken, Felle drauf und stimmen, . . . fäddich
PS: Oder nils fragen.
Ich zitiere mich mal selbst (Aus verschiedenen Posts hier im DF):
Alles anzeigenZum Kesseleigenton hab ich noch einige Anmerkungen.
Die Veröffentlichung von Eric J. Macaulay „Properties of Drum Shells and Bearing Edges“ (Department of Physics, University of Illinois at Urbana-Champaign August 8, 2003) deutet darauf hin, dass die Eigenresonanz des nackten Kessels nur bedingt Aussagen über die Resonanzfrequenz des „Gesamtsystems schwingende Trommel“ zulässt. Demnach liegt der sog. „Sweet Spot“ einer Trommel mit Fellen bei einer höheren Frequenz als die Eigenresonanz des nackten Kessels. Die der Veröffentlichung zugrundeliegende Untersuchung liefert zwar interessante Hinweise, ist aber aufgrund geringer Breite nicht geeignet, bereits als empirischer Beweis zu gelten. Dennoch lässt sich folgender Schluss ziehen:
Man hat also drei Resonanztöne.
1 - nackter Kessel
2 - Kessel mit Hardware (tiefer als 1)
3 - Kessel mit Hardware und Fellen (höher als 1)
Die Eigenresonanz ist eine Funktion von Masse und Steifheit des Kessels.
Da ein gespanntes Fell den Kessel versteift, muss auch der Ton höher sein.
Die Versteifungswirkung desgespannten Fells auf dem Kessel kann man sich vergegenwärtigen, wenn man sich vorstellt, dass sich jemand auf die Bassdrum stellt. Bei 2 montierten und gespannten Fellen gibt es vielleicht Kratzer auf dem Lack, aber sonst passiert nichts (naja, vielleicht landet meine Faust im Gesicht des Frevlers). Ist aber kein Reso montiert, besteht ein hohes Risiko, dass die Trommel kollabiert und zerbricht.
Dazu noch dieser Post mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit:
Alles anzeigenGanz grundsätzlich gibt es DEN EIGENTON einer Trommel schlicht nicht.
Folgende Eigentöne kann man feststellen:
1. Kessel ohne Anbauteile
2. Kessel mit Anbauteilen
3. Kessel mit Anbauteilen und gespanntem Fell
Die wirkenden Parameter sind Gesamtmasse, Steifigkeit der Konstruktion und Dämpfung. Der nackte Kessel (1.) hat einen Ton, den man abgreifen kann. Baut man die Böckchen und die Muffe dran (2.), steigt die Masse, aber nicht die Steifigkeit => der Ton sinkt.
Montiert man nun die Felle (3.), wird der Kessel sehr stark versteift => der Ton steigt stark an.
Nr 2. ist um etwa eine Sekunde bis kleine Terz niedriger als Nr 1.
Nr 3. ist etwa eine Oktave höher als Nr 2., ist dabei aber abhängig von Fellstärke und Fellspannung, mit anderen Worten: nicht konstant.
Stimme ich die Trommel höher, wandert der Kesselton mit. Wo genau beide gleich sind, ist die Lösung eines Differenzialgleichungssystems.
Wer es genauer wissen will kann ja mal hiermit anfangen: Properties of drum shells and bearing edges
Es stellt sich auch die Frage der Relevanz. Was genau will man mit maximaler Kesselresonanz erreichen, die an diesem Punkt entsteht? Da viel Energie in die Bewegung des Kessels fließt, dieser aber nicht an der Schallabstrahlung teilnimmt, wird das Ergebnis tendenziell leiser sein, als bei anderen Stimmungen.
Nun denn.
Nils