Beiträge von nils

    Darüber hinaus könnte man die Spektren der Transienten und des Sustains auch noch getrennt voneinander anschauen. Ich komme da mit meinen Mitteln allerdings an Grenzen. Glaube, da funktioniert dann was mit dem Analyzer nicht ganz, bei so einer kurzen Time Selection.

    Die Frage der Gesamtmenge der übertragenen Energie ist auch noch ungeklärt. Um diese zu bestimmen, müsste man eine Vorrichtung haben, die den Schlag ausführt und die Winkelgeschwindigkeit des Sticks auf dem Hinweg zum Fell konstant bereitstellen und die Winkelgeschwindigkeit auf dem Rückweg messen kann, um daraus die an die Trommel abgegebene Energie zu bestimmen.

    Und wenn ich meinen Ohren vertraue, dann nehme ich das sogar anders herum wahr. Dann klingt das Sustain in der "warmen Zone" für mich etwas kürzer als in der "flachen Zone".


    Wie nehmt ihr das wahr?

    Ehrlich gesagt hatte ich mir bisher noch keine Gedanken dazu gemacht, welche Richtung der tonalen Differenz das Sustain evtl. stärker verkürzt als die andere.


    Systematisch betrachtet ist ja die flache Zone nur die genaue Umkehrung der warmen Zone.

    Nimmt man also eine Trommel mit unterschiedlich gestimmten Fellen, muss man sie nur umdrehen und von der anderen Seite anspielen, um von der warmen in die flache Zone zu wechseln und zurück. Insofern sollte die Sustaindauer bei exakt identischer tonaler Differenz auch wenigstens in etwa* gleich sein, sofern dieselbe Energiemenge zugeführt wird.


    Genau hier wird es interessant: wie viel Energie überträgt der Stick auf das straffer gespannte Fell im Vergleich zum weicher gespannten Fell? Ohne nachgemessen zu haben wäre meine Einschätzung, dass weicher gespannte Felle bei identischer Schlagstärke mehr Energie aufnehmen. Das schließe ich aus dem geringeren/schlechteren Rebound, den man bei weicheren Fellen gegenüber strafferen Fellen hat. Mein Erwartung wäre dann, dass das Sustain bei identischer Auftreffgeschwindigkeit (=identische Bewegungsenergie des Sticks) des Sticks in der warmen Zone etwas länger ist, als in der flachen.


    * : Es könnte neben der Energiemenge auch noch eine Rolle spielen, wo diese Energie ins System gegeben wird, also ob die Störung (Schlag/Stoß) des Systems auf der weicheren oder der strafferen Seite erfolgt. Diesen Einfluss zu quantifizieren wäre sicher spannend. Darüber hinaus könne bei der Wahrnehmung des Sustains noch das Spektrum eine Rolle spielen. Da dieses sich zwischen warmer und flacher Zone unterscheidet, könnte hier auch noch ein Hörphänomen hineinspielen.

    Wenn ich ein Möbel ans Fenster stelle, werde ich auch immer einen Farbunterschied bekommen.

    Meine alten, klar lackierten Birkentrommeln sind im Licht nachgedunkelt. Die MLX in Walut Laquer sind farbstabil. Man fragt sich, warum. Bei einer Folie hätte ich höchstens Vergilbung auf lange Sicht erwartet, aber nicht Entfärbung.

    Den Trick kannte ich schon viele Jahre, bevor ich von Masshoff gehört habe.

    Woher weiß ich nicht mehr - vermutlich vom Fachblatt oder der d&p und/oder Manni von Bohr...

    Manni von Bohr nannte das in seinem Video "Master your Drumsound" die Snare-Trockenstimm-Methode. Daher kenne ich das.

    Besen sind was komplett anderes, erfordern ne völlig unterschiedliche Technik und ergeben dadurch ne ganz speziellen Sound.

    Naja, es ging dem OP ja um ein Lautstärkeproblem. Da löst man nur, indem man was ändert.

    Meiner Meinung nach, dürfen solche groben Schnitzer bei einem Oberklasse Set wie einem Classic Maple oder gar Legacy nicht passieren.

    Soweit die Theorie. Ich hatte schon Neuware in der Hand, wo alles mögliche nicht stimmte. Da waren z.B. an einem Set die Spannschrauben zu lang. Man konnte nicht bis zur maximalen Fellspannung gehen, weil die Schrauben vorher innen an die Spannböckchen gestoßen sind. Bei einem nagelneuen Gretsch war der Spannreifen des 12er Toms massiv verbogen (OK, kann ein Transportschaden gewesen sein), an einem Gretsch Brooklyn waren die Befestigungsschrauben des Snareteppichs M3. Sowas hält nicht von 12 bis Mittag. Eine unstimmbare Tama Superstar Snare hatte tatsächlich 3 Snarebeds. Und bei einer Zildjian Snare (für damals über 2000 Euro) ist die Abhebung absolut unbrauchbar: Stellschraube in angespannten Zustand nicht bedienbar, Befestigungsschrauben innen im Spannhebel und der Kipppunkt der Abhebung so weit weg vom Arbeitspunkt, dass bei brauchbar eingestellter Teppichspannung am Kipppunkt eine Überdehnung der Spiralen festzustellen war. Die unbrauchbare Freischwingaufhängung des Sonor AQ1 hatten wir ja hier im Forum schon.

    Wenn deine Snares zu aggressiv sind, wird ein Tausch der Teppiche nicht wirklich weiterhelfen. Der Attack einer Snare ist das Element, dass die Aggressivität wesentlich ausmacht, darin die zwei Komponenten Amplitude und Spektrum.


    Die Amplitude ist im Wesentlichen eine Frage des Gesamtgewichts deiner Trommel und natürlich der Stimmung. Das Gesamtgewicht kannst du kaum ändern, insbesondere, da sie schon dreifach gebogene Stahlspannreifen hat, die leichter sind, als Spannreifen aus Guss. Also geht nur die Stimmung. Mein Tipp wäre, den Ton etwas herunterzustimmen und in die flache Zone, also Reso tiefer als Schlagfell, wodurch auch gleich das


    Spektrum um einige Obertöne reduziert wird. Um Aggressivität zu reduzieren, müssen hohe Obertöne weniger werden, was mit o.g. Stimmung geht.


    Grundsätzlich wäre mein Tipp für die Wohnzimmertrommelei auf Silent Sticks oder Besen umzustellen, weil in der Gleichung die bewegte Masse des Schlegels auch noch großen Einfluss hat. Je leichter und je weicher, desto leiser.

    haben dort ca. 2,5 Stunden

    Zeit alles aufzubauen, zu mikrofonieren, zu spielen und wieder abzubauen.

    Ich mache das so (bin in der Band für Tontechnik zuständig):

    - Schlagzeug mit einem XY Paar als OH abgenommen

    - eine Grenzfläche liegt vor der Bassdrum

    - Manchmal noch ein Kondensatormikro an der Hihat

    - Gittarre mit einem SM 57

    - Bass per Line Ausgang direkt ins Interface


    Macht insgesamt nur 5 bzw 6 Kanäle und ist so schnell aufgebaut, das wir dasselbe Setup auch benutzen, um Gigs mitzuschneiden.


    Laptop und Interface sind in einem kleinen Case montiert, Kabel werden einfach hinten reingestopft.


    Die Ergebnisse kann man in meinem Galeriefred hören.