und lassen bisweilen Hip Hopper bei "Rock am Ring" auftreten, weil sie die Masse an Besuchern sonst nicht mehr halten können
genau das! da hab ich (2018?) mal eine band gesehen (per TV Übertragung, ich war nicht dort), die eigentlich eher hiphopper waren, jedenfalls für meine definition keine "rocker", die sogar mit einem iiihdrum auf der bühne standen. keine ahnung mehr wie die heißen.
oder raf camora ist ja auch jedes jahr dabei....
eine festival plattform im netz beschreibt das RaR auch eher so: "Rock am Ring ist ein Metal, Rock, Indie, Pop, Hip Hop und Electronic Festival". Der Name ist halt dann echt irreführend....
aber das ist jetzt schon zu sehr abgeschweift vom eigentlichen Thema.
Aber ganz ehrlich, wer von uns würde bei der ersten Chance auf ein Stadionkonzert mit seiner Band sagen: "Ne, ich will vernünftig bleiben, schau mal, ob wir an dem Termin auch nen kleinen Club bespielen können.
aber doch nicht, weil ich denke, dass ich bei einem Stadion Gig mehr verdienen würde?
Bei der ersten Chance auf ein Stadion Konzert (mit einer meiner Bands) wäre mein erster Gedanke: "wie geil! da hören uns plötzlich viel viel viel mehr Leute!!" Mein zweiter Gedanke wäre: "wie peinlich, da würden wir wohl vor einem riesengroßen leeren Platz stehen, wo dann unsere 40 Zuschauer sich verlieren"
weil ich davon ausgehen würde, dass die Leute dann halt erst später ins Stadion kommen, wenn wir fertig sind und der Hauptact beginnt
Da fällt mir jetzt aber das Video ein, das mir ein Kollege hier privat geschickt hat, wo eine junge Band von so einem bekannten deutschen TV Show Moderator (J.B.) für einen Auftritt am RaR überrascht wurde.
Wer sagt eigentlich, dass es sich bei Taylor Swift um ein "Konzert" handelt? Die Presse schrieb neulich irgendwo vom "Musicalcharakter". Wieder: Wo sind die Grenzen?
Den Aspekt find ich auch interessant.... So ist es wohl bei einigen Mega-Star-Acts. Aber nicht bei allen, und trotzdem kosten die Tickets zum Teil schon unverschämt viel. Aber vielleicht ist das auch nur eine Vermutung von mir und die richtig teuren haben ALLE schon Shows, die mit Konzerten schon nix mehr zu tun haben, und die auch optisch extrem was hergeben mit diversen Effekten, die halt auch Geld kosten. Weiß ich deshalb nicht so genau, weil ich mir ja die extrem teuren Tickets nicht leiste(n mag). 
ich denke wir entwickeln uns zurück, ca. in die 70iger jahre, wo sich nur wenige einen urlaub im süden leisten konnten, fleisch gab es fast nur sonntags, ein auto, wenn überhaupt, pro familie. da kann man eigentlich froh sein, das man auf den letzten metern ist, und in der besten zeit ever aufgewachsen ist. nachkommende generationen tun mir eher leid.
... passend zum heutigen earth overshoot day.... der war in den 70ern im Dezember. Vielleicht wär eine Rückentwicklung gar nicht so schlecht und die kommenden Generationen hätten auch noch eine lebenswerte Erde....
Interessant find ich auch den Aspekt, den Marius angesprochen hat: für 10€ pro Monat Stream bekommt man Millionen von Alben in Top-Qualität.
Das hat was. Wenn ich die Summen, die ich in den 80ern noch für Schallplatten ausgegeben hab, zu den Konzerttickets dazuzälhle, war das damals auch nicht grad ohne. Eine Schallplatte kostete damals so um die 180 öS, das wären ohne Inflation umgerechnet heute 13€, mit Inflation wohl so um die 100€.... fühlte sich damals von der Summe jedenfalls so an wie heute 100€. oder eigentlich noch mehr. War ein Haufen Geld für einen Teenager.