Wegen meiner großen Klappe, dass man Trommelkessel auch mit der Japansäge ablängen kann, habe ich heute Abend kurzentschlossen einen ungebohrten (etwas exotischen) Snarekessel aus Hartholz (irgendein sehr hartes, rötliches Tropenholz, wie ich vermute) abgelängt. Ich wollte nicht meinen Maschinenpark aufbauen, und außerdem wollte ich ja testen, ob das Ablängen mit der Japansäge klappt.
Der Kessel war in dem Bereich, den ich ablängen wollte, nicht optimal verleimt (den Kessel habe ich vor einiger Zeit bei ebay gekauft), und ich habe einen Free-Floating-Kessel mit einem kurzen Messingkessel. Der Free-Floating-Kessel war nicht gut verarbeitet, den hatte ich kürzlich überarbeitet und lackiert. Also wollte ich den Holzkessel für den Free-Floating-Kessel ausprobieren.
Den Sägeschnitt habe ich mit einer metallenen Schieblehre angerissen (war aber schlecht zu sehen), und dann mit der Japansäge bearbeitet. Nach etwas 20 Minuten vorsichtigen Sägens war ich durch, das Ergebnis war ziemlich gut, der Kessel war an der Schnittstelle deutlich weniger uneben als mancher alte Trommelkessel (auch von bekannten Firmen), den ich schon unter den Händen hatte. Dann habe ich nochmals ca. 15 Minuten plan geschliffen, die nachfolgenden Fotos habe ich dann gemacht. Der Kessel war allerdings (was man auf den Bildern nicht sieht) noch nicht durchgehend plan, deshalb habe ich nachgearbeitet und nochmals mit frischem Schleifkorn geschliffen, nochmals ca. 10 Minuten. Jetzt ist der Kessel plan, und es kann weitergehen. Wäre es Weichholz gewesen, und hätte ich den Kessel im Schnittbereich mit Kreppband abgeklebt und mit einem gut zu sehenden Strich die Sägelinie angezeichnet, hätte es pro Schnitt - völlig gefahrenfrei, worum es mir bei meinem Tipp mit der Japansäge ging - kaum mehr als 5 Minuten gedauert, den Kessel abzulängen.
Was man auf den Bildern zum Teil im Bereich Übergang Metallkessel zum Holzkessel sieht, sind keine Unebenheiten am Kesselrand, sondern Abplatzungen des Klarlacks beim Holzkessel, das wird noch überarbeitet.