Hi Doc, teurer Freund 
wie auch im "Gagen Kalender" gilt folgendes von welchen Bands sprichst Du?
Von den 60 % Amateuren
den 35% Semi-profis
oder den 5% Voll-Profis?
Bei den Amateuren spielt der CD-Verkauf eine eher untergeordnete Rolle. Die freuen sich an "Ihrer" CD im Plattenschrank und sind froh, wenn sie die Kosten für die Produktion wieder hereinbekommen.
Die sind eher auf Live Gigs scharf.
Die Semi-Profis buttern bei der Produktion mit zu und hoffen, das eine Plattenfirma den Vertrieb übernimmt. Die sind wirklich darauf angewiesen, mit dem CD-Verkauf ihr Geld wieder hereinzubekommen. Meist klappt das aber nicht.
Die Profis sind gut beraten, die CD-Geschichte einer Firma überzudrücken und lieber ein paar gutbezahlte Gigs mitzunehemen, um die Butter auf das Brötchen zu bekommen. Notfalls spielt man ein paar Jingles für Katzenfutter ein oder macht einen Galaabend.
Wenn sie Glück haben, läuft es mit der CD und sie können ein oder zwei Jahre absahnen und sich im Business etablieren.
Von 10 CDs die neu erscheinen, floppen neun am Ladentisch. Das macht die CDs teuer, denn die eine muss das Geld für die anderen neun einspielen.
Ausserdem kostet die Promotion Unsummen. Ich habe einmal im TV gehört, das die erste Single von Orange Blue einen Werbe-Etat von 375.000,- Euro hatte. Da muss einen alte Frau lang für stricken, bzw erstmal 500.000 Singles verkaufen, um auf plus minus null zu kommen. Da ist die Industrie auch sauer, wenn die Single 50.000 im Netz als MP3 heruntergeladen wird.
die unbekannteren Bands haben eher ein Interesse daran, ihre Musik den Leuten per MP3 aufs Ohr zu drücken. So kommen sie an Gigs heran, bzw bekommen Promotion.
Ein Umfrageergebnis sagt übrigens, das Vielsauger sehr viel mehr Geld für CDs ausgeben, als der normale Konsument.
Grus
Knautschke
http://www.ramblinbluesband.de
leih dem Amateur, Dein Gehör
http://www.rockcyclus.de
Dem Amateur is nix zu schwör