Beiträge von Mattmatt

    Die Optik ist nicht das entscheidende.


    Ich versuchs noch zu erklären:


    Linkes Bild: Unten sind die Viertel, oben die Viertelsquintolen, einverstanden?
    Nach der dritten Quintole gibts 1 16tel-Quintole Pause, dann kommt der 3. Viertel.
    Anschliessend gibts wieder eine 16tel-Quintole Pause, dann kommt die vierte
    Quintole. Wenn das nicht total symmetrisch ist!


    Alles klar?


    PS, kannst du es spielen?? Ich denke, nichts geht über selber spielen, dann merkt
    man schon, wie's sein muss.


    Edit: Die Bildchen hatte ich nicht selber geschrieben, sondern schnell im Netz
    gesucht, ging schneller...

    Stimmt.


    Davon abgesehen frage ich mich, wie so eine mathematische Herangehensweise zu flüssigem Spiel verhelfen soll....


    Herangehensweisen können sehr vielfältig sein. Warum sollte bei gewissen Herangehensweisen am Ende kein flüssiges
    Spiel herauskommen? Zwischen erstem Begreifen eines Themas und der flüssigen Umsetzung am Instrument liegen schliesslich
    einige Schritte.

    Dochdoch, der JanD hat schon recht. 5 gegen 2 ist genau so - der zweite Schlag der "2"-Seite fällt genau zwischen den dritten und vierten Schlag der "5"-Seite.
    So wie bei 3 gegen 2 der zweite 2er-Schlag in die Mitte zwischen dem zweiten und dritten der 3er-Seite fällt.


    Ich schlage vor, wer sich wirklich für Polyrhythmik und Polymetrik interessiert, der lasse sich nicht von einem Forum und dessen vielen Halbwahrheiten
    verwirren, sondern konsultiere einen Lehrer (der sich damit auskennt) oder ein gutes Buch - beispielsweise Rhythmic Illusions von Herr Gavin Harrison.

    a) dieses Video ist eigentlich nicht öffentlich gelistet, und Weckl bat darum, das Video nicht zu verbreiten. Insofern ist das schon mal nicht nett ihm gegenüber.


    b) natürlich kann Weckl musikalisch und songdienlich spielen. Hast du ihn beispielsweise kürzlich mit Mike Stern live auf Tour gesehen? Falls ja, hast du da empfunden,
    dass er irgendwie daneben, unpassend, zuviel oder zuwenig spielen würde?
    Ich habe ihn im Frühling live gesehen und fand, dass er das ganze Set supermusikalisch, kreativ, dynamisch und sensibel hingelegt hat. Natürlich, das ist kein Pop/Rock,
    aber wenn das nicht songdienlich ist?! Auch im Fusion- oder Jazzbereich gibt es so etwas wie Struktur, Dynamik, Form, Spannungsbogen etc...!


    c) nein, das Album ist nicht in dem Stil. Es geht eigentlich mehr in die Richtung üblichen Weckl-Sound, aber etwas vielseitiger.

    Virgil Donati hantiert auch regelmässig mit Quintolen und Sextolen herum. Auf seiner neuen Soloscheibe findet man
    beispielsweise relative schnelle 5er-Takte, welche ich ziemlich sicher als Quintolen notieren würde, weil man sie in
    einem einzigen Pulsschwung hört.
    Er moduliert beispielsweise sogar von einem 4er in einen 5er mit demselben Puls. Daher dürften es ziemlich sicher
    Quintolen sein.


    ich fass es dann für mich nochmal zusammen:
    ternär = theoretisch: basierend auf triolen (mathematisch: durch 3 teilbar) = praktisch: jazz, swing, bebop
    binär = theoretisch: basierend auf viertel (mathematisch: wegen "bi" durch 2 teilbar) = praktisch: alles andere, außer gregorianische choräle ;)


    Ternär und binär basieren beide auf Viertel!! du meinst vermutlich binär basiert auf einer 2er- und 4er-Teilung des Pulses (Achtel).


    aber bitte, bitte teRnär ... das Interval mit den *drei* Ganztonschritten heißt ja auch nicht Tenz. ;)


    Die Analogie wäre Tez, nicht ;)? Eigentlich sind es nur 1 1/2 oder 2 Ganztonschritte, aber was du meinst, ist natürlich klar.


    Ternäres Feeling: Jazz, Shuffel (sehr typisch Toto z.B. Roseanna)[/url] .


    Rosanna ist ein Halftime-Shuffle, das ist sozusagen ein Spezialfall. Quasi ein schneller Shuffle, dessen gefühlten
    Puls man halbiert, indem man den Backbeat auf 3 setzt.
    Man kann es aber auch so sehen und fühlen, dass der Backbeat auf 2 und 4 gezählt wird, und die Achtelnoten
    binär sind, jedoch die 16tel geshuffelt!

    Ternär/binär bezieht sich auf die Pulsteilung. 3/4 heisst 3 Pulsschläge in einem Takt, erst wenn man den Puls unterteilt, tut man dies ternär oder binär.


    6/8 kann man auf zwei Arten aufteilen bzw. "fühlen": 2, 2, 2 oder 3, 3. Beides ist aber per Definition binär, weil man 2er-Gruppen bzw 3er-Gruppen von
    8teln hat. Natürlich hört sich aber ein in 2x 3 unterteilter 6/8 irgendwie ternär/triolisch an. Wenn man ihn umschreiben würde als 2/4 mit triolischen
    Achteln, hätte man ihn wirklich triolisiert :) .