So, hier mein Senf zu allen anderen Beiträgen, hatte beim Abstimmen einfach so meine spontanen fragmentarischen festgehalten.
Auf den Sound bin ich so gut wie nicht eingegangen.
18A, Olli K. : guter Groove, hohe technische Fertigkeiten, schöne innere Dynamik, die rhythmischen Akzente auf positive Art gegenläufig und interessant.
Kritikpunkte: Form nicht so kongruent ausgespielt, etwas unlogische Wechsel und Fill-Stellen, Timing (Passagen, die zu weit vorne sind; zu schnelle Stellen).
Nachtrag heute: Noch beeindruckender, jetzt, wo ich sehe, wie schnell du abgegeben hast, und die fehlende Kongruenz und die Timingprobleme wohl
somit eventuell erklärt
.
20A, Miss_Mieze : solider Groove, solides Timing, schön auf die Songform eingegangen – für mich ein tolles Beispiel dafür, wenn das "Weniger ist mehr"-Konzept quasi wunschlos glücklich machend funktioniert
.
(Nachtrag heute: Vielleicht ist dann die für mich persönliche Kehrseite halt, dass du meinen Stil nicht so magst
🙈
.)
23A, m_tree : Hatte ich einmal mehr problemlos erraten
, topsolid, Form untadelig ausgespielt, die Parts dezent und musikalisch, lang nicht so einfach zu spielen, wie es klingt, quasi täuschend einfach, lustige kleine Idee mit den Triolen am Anfang, allerdings könnte dieselbe Idee vielleicht kritisiert werden, weil sie mit der restlichen dezenten "Dienstleister-würdigen" Performance eher bricht.
25A, burned_destroyer : solid, verspielte Details, schön formdienlich
25B, Niop : solid, guter Aufbau und coole Arrangement-Ideen, kreativ und out of the box
26A, canis : groovig, Songform und Arrangement gut mitgemacht, hervorheben möchte ich die eigenständige Idee beim "Breakdown-Teil"
27A,
@yenzee : Funky Grooves! Timing an sich nicht schlecht, leider klang es irgendwie so, als wüssten gewisse Schläge im Hauptpattern nicht genau, wo sie hinsollten (um die Taktmitte herum), cooler energetischer Aufbau mit Hang zum Overplay 
27B, Mai-Carsten : Songdienlicher, musikalischer und aufgeräumter Ansatz, Kreativität scheint schön durch, am Mikrotiming darf noch gearbeitet werden.
Ich hatte hier das E-Drumset vermutet. War es so?
27C, punkdrummer : gute Energie im Groove! etwas unlogische Wechsel von Ride zurück nach Hi-Hat formtechnisch
28A, Lexikon75 : Große Vorhaben, leider noch zu wenig "Headroom" dafür, Mikrotiming hapert, sodass unklar wirkt, ob ternär oder binär gemeint ist, gut auf Form eingegangen - in dem Sinne musikalisch performt! Wichtig wäre, dass es am Ende so klingt, dass das Schlagzeug den Puls und den Groove trägt und vorgibt, anstatt so, als ob der Backingtrack das Schlagzeug führen und zusammenhält.
Nachtrag heute: Ich glaube, sich auf diese Weise aufnehmen und dann anhören (zu Musik oder allenf. zum Klick) ist eine der besten Übungen überhaupt, wie auch immer wieder von namhaften und großen Schlagzeugern propagiert, z. B. Gavin Harrison. Wenn du das einfach für dich so weitermachst, wirst du große Schritte machen können.
28B, MoM Jovi : coole Idee mit den Stopps zu Beginn! guter Aufbau, recht solider Groove, die Breakdown-Idee (double time) für meinen Geschmack nicht so passend, den Rest fand ich schlüssig. Schön, vor dem Schlussakkord ein Fill einzubauen, das hat interessanterweise beinahe niemand so interpretiert, auch ich nicht ...!
28C, danyvet : etwas Timing-Schwierigkeiten, vielleicht volle Konzentration auf die gespielten Pattern? Schön ausgedachte Drumparts aber, die gut auf Form und Arrangement eingehen. Die fehlenden Snares finde ich irgendwie nicht schlüssig, sie nehmen den Drive dort weg.
Nachtrag heute: Du selbst findest die fehlenden Snares ja auch nicht ganz schlüssig
. Kompliment und es sei dir hoch angerechnet, dass du die Einstellung hattest, auf jeden Fall was abzugeben!
Als allgemeine Erkenntnis fand ich bei dieser Challenge selbst beeindruckend, wie wenig es eigentlich für Gesamteindruck und (musikalische) Wirkung zählt, ob etwas schwierig oder kompliziert ist. Am meisten Gewicht hat, wie gespielt ist – also Timing, Phrasierung, Dynamik (auch innere), Sound – und natürlich wie man Form und Arrangement unterstützt.
Daraus abgeleitet könnten so manche Beitragende im Forum (generell, nicht bezüglich Challenge) häufig mal einen gechillten Schritt zurücktreten. Bei
manchen überhitzten Diskussionen wird oft über Dinge gestritten und gebesserwissert,. die letztlich im musikalischen Gesamtzusammenhang und fürs
Endprodukt marginal sind. Abgesehen davon, dass sich bei vielen das theoretische Wissen und die eigene meisterhafte Ausführung dessen alles andere als die Waage halten 🙈.
Die Challenge finde ich aber auf jeden Fall eine rundherum tolle Sache, und ich hoffe, sie inspiriert und hilft auch viele(n) unbeteiligte(n) Lesende und Hörende(n)!