Beiträge von Rampen

    Nunja, man hört doch seeehr oft von Toningenieuren, die sich bitterlich ausweinen weil sie wirklich miserable Künstler aufnehmen mussten. Kleine Bands, die CDs oder Demos produzieren sind nicht unbedingt alle Weltklassemusiker, und es gibt ja auch den einen oder anderen Multiinstrumentalisten, der ein Album komplett alleine performt (was ich übrigens in keinster Weise abwerten will!). Den Bassisten einer mir bekannten aufstrebenden Band haben sie letztlich gnadenlos durch einen Studiomusiker ersetzt, so dass er auf seinem ersten Album gar nicht zu hören ist... ;(

    Ein Klick macht es halt beim Editieren einfach (Takte umschieben, Takes umschalten etc.). Daher werden sich Toningenieure darüber freuen. Und ich finde nicht, dass ich schlechter groove, wenn ich zu einem Klick spiele. Quantisieren finde ich aber auch grausam, das mache ich noch nicht mal bei mir selber (und ich habe ein echt mieses Timing). Ich schiebe höchstens mal hie und da einen Schlag, der wirklich total danebenging.

    Wobei spätestens bei Rockmusik mit entsprechender Energie (auch alleine aufgrund der Bühnenshow) Schlagzeug einfach sakrisch laut ist. Ich spiele gerne eher verhalten (insbesondere in den Proben), aber dann sieht das halt leider auch entsprechend aus :sleeping:

    Dabei sind wir doch die Musiker und sollten es in der Hand haben, oder?


    Wenn man die Parallele zur Schauspielerei herstellt, ist es ja auch so, dass viele Kreative zum Endergebnis eines Kinofilms beitragen. Kameraeinstellung, Licht, Schnitt, Ton, etc. Im Idealfall schafft jeder einzelne es, das Ergebnis in seinem Bereich zu verbessern. So sehe ich es auch am Schlagzeug: der Drummer liefert (hoffentlich) eine tolle Performance ab, die für sich toll klingt. Der Toni nimmt diese Performance und stimmt sie mit dem Sound der restlichen Band und vor allem mit den Gegebenheiten des Auftrittsorts ab. Wenn er sein Handwerk versteht, wird das Ergebnis besser sein als ein unveränderter roher Livesound, den man z.B. durch zwei Overheads und keine weitere Bearbeitung erhalten würde.

    Keine Ahnung, wie man Posts zitiert die mehr als 10 Beiträge her sind. Aber zum SM57 bin ich noch hierüber gestolpert, was finde ich wieder der beste Beleg dafür ist, dass man vor allem einfach mal aufnehmen und mischen muss mit dem was man hat, anstatt ewig darüber zu brüten, ob man nicht noch diesen und jenen "Industriestandard" an Mikro braucht ^^ : Ein Aufnahme ausschließlich mit einem Paar SM57


    Wenn meine Mischungen so klingen würden, wäre ich persönlich schon mehr als zufrieden...


    P.S.: sie haben ein bisschen geschummelt, denn die Snare ist wohl einmal separat mit einem SM57 gesampelt und dann replaced. Es sind also strenggenommen 3 SM57s.

    Klar, hab ich schon gemacht wenn es nicht anders ging. Aber auch bei einem natürlichen Wunschsound kann finde ich ein Extramikro noch schön den Bauch und den Attack unterstützen. Man kann es ja auch dezent einsetzen.

    Der gute Alex hat dann noch die Felle ohne Ende angeknallt und dann tod-gedämpft. Meist hat er dann noch ohne gespannten Teppich gespielt!
    Das war für mich - trotz zig Sonor Snares im Regal - Ursprung für den Kauf und dieses spezielle „Tuning“.


    Ich finde ohnehin, dass die meisten Drummer sich da viel zu sehr der momentan angesagten Meinung unterwerfen. Im Moment ist es angesagt, einen eher offenen Drumsound zu haben, und diesen idealerweise ohne jegliche Dämpfungsmaßnahmen ausschließlich durch Stimmen zu erzeugen. Toningenieure sind da schon deutlich flexibler und machen halt, was für den aufgenommenen Songe gerade am dienlichsten ist (und sei es eine Gaffa-Orgie). Ein extremes Beispiel finde ich den Snaresound auf dem Social Distortion Album "White Light, White Heat, White Trash" (zugegeben von 1996). Der definitiv toteste Snaresound den ich auf einem Album bislang gehört habe. Und bei den Songs stört mich das kein bisschen, weil es einfach passt.

    Hat Dein Audiointerface denn einen regelbaren Eingang? Wenn ja, brauchst Du vermutlich auch keinen Extra-Abschwächer. Wenn nein, müsste der Abschwächer ja passend sein, damit je nach Kopfhörerlautstärke immer etwas brauchbares am Eingang ankommt. Letzteres scheint mit recht fummelig, da würde ich dann doch lieber ein kleines Pult mit Reglern nehmen.

    Diese Knopf Mikros klingen i.d.R. auch so wie sie aussehen.


    Ist das so? Ich habe bislang relativ gutes vom Beyerdynamic TG D57 gehört, aber selber keine Erfahrung. Ich habe mir jetzt aber mal eins bestellt, um es herauszufinden ^^ . Generell sähe ich zumindest keinen Grund, warum ein kleines Kondensatormikrofon da Nachteile haben sollte.

    So kompliziert scheint mir das nicht zu sein: Der OP hat ein Handy am Set, mit dem er Playalongs abspielt (Warum mit dem Handy? Weil man dann am Set leicht einhändig den Song auswählen kann, ohne Mausgeschubse etc. Mach ich auch so). Er will zur Selbstkontrolle aber außerdem das was er trommelt, sowie den Backingtrack zusammen aufnehmen (mache ich auch so, ist sehr lehrreich). Macht alles Sinn, nur stimme ich zu, dass das Klangerlebnis wesentlich besser wäre, wenn man sich auch noch die Mikros auf den Kopfhörer mischen würde.

    Das Opus ist doch dran an der Snare, da müsste doch alles paletti sein? Ich persönlich würde es wahrscheinlich eher nach 11:00 packen.

    Das Bild im Anhang zeigt die Samples, dann das Signal, wie es ein Wandler eigentlich erzeugen müsste, und dann das Signal, was wirklich aus dem Wandler kommt.


    Wobei ein vernünftiger D/A-Wandler durchaus das gewünschte Signal erzeugen kann. Nur wenn der Wandler nicht ausreichend Headroom bietet (was besonders bei Billig-Wandlern der Fall ist), entstehen die dargestellten Verzerrungen. Hilft aber nix, da man ja nicht weiß, auf welchen Geräten die Musik später abgespielt wird ^^ .

    Ich bin wahrlich kein Profi, aber spekuliere mal: live wird man vor allem die Nah-Mikros verwenden (um das Schlagzeug ein wenig vom sonstigen Lärm zu separieren), während man im Studio gerne einiges an OH/Raummikros zumischt. Nahabnahme hebt aber die Obertöne extrem hervor. Folglich muss man live mehr dämpfen.