Beiträge von Rampen

    Hm, dürfte nicht einfach sein. Tom-Sounds von der Stange werden ziemlich sicher nicht passen. Wenn der Drumsound im Wesentlichen aus der PA kommt (also Du auf größeren Bühnen spielst), könnte man wahrscheinlich das passende Tom einfach sampeln (sofern Du eins hast), aber da bräuchtest Du sicher mehrere Velocity-Layer. Für ein Setting bei dem ein Großteils des Sounds akustisch vom Set kommt (also z.B. im Proberaum) wird das wahrscheinlich nie ausreichend ähnlich klingen.

    Interessant gemischt: die Bassdrum ist rechts, die Snare links. Was die Jungs in den 70ern nicht so alles angestellt haben ^^ . Ich stimme zu: raushören ist am besten und bei dem Stück auch verhältnismäßig einfach. Ist am Anfang mühselig und ich empfehle, eine Software zu verwenden mit der Du beliebige Teile loopen kannst, aber man lernt sehr viel dabei!

    Da geht jetzt aber einiges durcheinander: Bassreflexöffnungen haben den Zweck, die Resonanz eines Lautsprechergehäuses zu steuern. Typischerweise wird damit die Resonanzfrequenz des Gehäuses abgesenkt, so dass der Pegel tieferer Frequenzen angehoben wird und ähnlich zu einer Box mit größerem Volumen wird. Macht man das geschickt, erweitert man den Frequenzbereich einigermaßen linear nach unten. Macht man dass ungeschickt, kriegt man eine fette Resonanz bei einer tiefer Frequenz, weswegen Bassreflexkonstruktionen für Mixing und Mastering lange Zeit verpönt waren und erst seit den letzten Jahrzehnten "zum guten Ton gehören" (schenkelklopf).


    Die Resonanzfrequenz von Kopfhörergehäusen ist aufgrund ihrer Größe sehr hoch, und mit "Bassreflex"-öffnungen rumzumachen macht keinen signifikanten Unterschied für die Baswiedergabe. Natürlich kann man aber auch dort (besonders bei Inears) mit Gehäusebelüftungen Einfluss auf die Resonanz des Systems nehmen und z.B. unangenehme Resonanzen in den höheren Frequenzen glattbügeln.


    Dass das fehlende Übersprechen und In-Kopflokalisation einen großen Unterschied zwischen Kopfhörern und Lautsprechern darstellt gebe ich gerne zu! Allerdings ist m.E. dort der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern sehr gering und dass jemand die Räumlichkeit mit einem offenen Kopfhörer bewerten kann, aber sich bei einem geschlossenen plötzlich nicht mehr dazu in der Lage sieht wage ich doch stark zu bezweifeln. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob ich im Blindtest überhaupt irgendeinen Unterschied erkennen würde.


    Ich weiß dass In-Kopf-Lokalisation verschiedene Hörer unterschiedlich stark nervt (mich persönlich gar nicht, aber andere sehr). Ein Diffusfeldfilter hilft da aber überhaupt nicht, weil ja immer noch das exakt selbe Signal in beide Ohren kommt bei einem Phantomcenter. Der Filter soll nur die Klangfarbe angleichen an die Wahrnehmung einer Quelle die vor einem liegt. Heutige Kopfhörer haben im Allgemeinen die Diffusfeldentzerrung schon durch entsprechendes Tuning eingebaut. Bei früheren Stax-Kopfhörern gab es noch einen Knopf dafür am Verstärker, ich fand den Unterschied wahrnehmbar aber nie besonders ausschlaggebend, aber wie immer unterscheiden sich da die Geschmäcker. Dass dies die Fähigkeit einen guten Mix zu erstellen signifikant beeinträchtigen soll halte ich aber für Quatsch, es ist ja eine relativ flach verlaufende EQ-Kurve an die man sich schnell gewöhnt.


    Uff, der Roman reicht vielleicht erstmal für morgens... :sleeping:

    Nichts für ungut, aber das ja keine physikalischen Gründe, sondern subjektive Beschreibungen des Höreindrucks. Wie die Räumlichkeit von Kopfhörern sich überhaupt unterscheiden soll ist mir schon unklar. Ein Kopfhörer schickt ja komplett getrennte Signale an jeweils ein Ohr, damit ist die Räumlichkeit der Wiedergabe ja per se ideal. Was sich auf die wahrgenommene Räumlichkeit auswirkt ist höchstens der Frequenzgang und die Verzerrung. Und gepresste Bässe? Soll das eine Kompression der Bässe sein? Aber warum sollte das bei einem geschlossenen Kopfhörer mehr der Fall sein als bei einem offenen? Die Auslenkung der Membran ist ja im Verhältnis zum eingeschlossenen Volumen minimal und der offene Kopfhörer schließt am Ohr ja das selbe Volumen ein. Dass ein geschlossener Hörer mehr Bass hat leuchtet mir da noch am ehesten ein, weil der offene vielleicht einen etwas stärkeren akustischen Kurzschluss vorweist. Das ist aber eigentlich eher ein Nachteil und sollte durch entsprechendes Tuning ausgleichbar sein.


    Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass sich die Tester da prinzipielle Unterschiede zusammenreimen, die gar nicht existieren.

    Mal abgesehen von den Totschlagargumenten die hier ausgetauscht werden: was sind denn physikalische Gründe, aus denen ein geschlossener Kopfhörer nicht zum mischen geeignet ist?

    Aufnehmen ist super (und auch bitter manchmal)!


    Was mich immer wieder weiterbringt, ist Drumparts mal wirklich exakt nachzuspielen. Meine Band covert hauptsächlich und ich spiele meist nur so ungefähr das Original nach, wie ich es halt die ersten Male so raushöre. Manchmal packt mich aber der Rappel und ich höre wirklich mal jede Nuance heraus und versuche die exakt zu kopieren. Ist natürlich etwas weniger kreativ, aber hat mir so manches Aha-Erlebnis beschert sowohl bzgl. meiner Technikmängel als auch was kleine Details für großé Unterschiede machen können.

    Ich kann dir aus einigen Jahren Erfahrung versichern das ein geschlossener KH alleine schon wegen nicht vorhandener Räumlichkeit
    ungeeignet ist. Abgesehen von dem konstruktionsbedingten Frequenzverlauf.


    Warum ein geschlossener Kopfhörer eine andere Räumlichkeit als ein offener oder Lautsprecher bieten soll, will sich mir nicht erschließen und deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Dass geschlossene Kopfhörer oft komisch klingen kann ich bestätigen, insbesondere wenn man ansonsten baugleiche offene und geschlossene Hörer vergleicht. Aber mit entsprechendem Aufwand kann man sehr neutrale geschlossene Kopfhörer bauen und der oben genannte K872 ist (bei ja auch entsprechendem Preis) ein gutes Beispiel dafür. Und Inears sind ja z.B. auch geschlossen und können ganz hervorragende Referenzkopfhörer sein.

    Geschlossene Systeme sind einzig zu nutzen um sich bei Aufnahmen von der Umwelt zu isolieren


    Und nicht vergessen :P :

    Wie immer, gibt es da m.E. kein richtig und falsch und ich kenne mindestens eine Person, die hervorragende Mixe unterwegs mit geschlossenem Kopfhörer erstellen kann.

    Vision Ears! Ich habe gerade meine VE-3 geliefert bekommen, fantastische Inears (und sehen dank Customizationoptions auch noch atemberaubend aus...). Öhm, Budget hattest Du ja keines vorgegeben ;)

    Pfft, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Warum gibt es Ladies Nights in Diskos, bei denen Frauen freien Eintritt haben aber Männer blechen müssen? Weil Männer bereit sind zu zahlen, insbesondere wenn viele Frauen vor Ort sind. Ist das Diskriminierung? Nein, der Markt reagiert darauf, dass eine Gruppe eher bereit ist zu zahlen als die andere. Das gleiche Prinzip gilt m.E. für Friseure: sie greifen halt da sie sonst nicht ausgelastet sind wenigstens einen Teil der Männer ab, selbst wenn sie nicht so gut daran verdienen. Als Mann ist man halt eher mal bereit zur Not die Schneidemaschine selber zu schwingen (so schauen sie dann halt auch aus :D . Oh, ich mach das übrigens auch, aber bei mir gibt es auch nicht mehr viel zu schneiden ;( ).


    Huch, alles weg? Dann kann mein Post wohl auch in den Trash ;)

    Ich kenne deine Abhörsituation ja nicht, auf einem Smartphone oder Pc Lautsprecher mag man keinen Unterschied hören.


    Klar hör ich die, ich arbeite in der Branche. Aber wenn ich bei den Aufnahmen wählen sollte, ob ich ein wenig am EQ drehe und das Mikro ein bisschen woanders hinstelle oder eine höhere Bitrate nehme, wäre ersteres um mehrere hundert Plätze weiter oben auf meiner Prioritätenliste ^^ . Man sollte erstmal da ansetzen, wo es auch wirklich was bringt.

    Sorry, aber die Bemerkungen zur Codierung kann ich überhaupt nicht unterschreiben. Die mp3-Artefakte sind in dieser Aufnahme m.E. völlig vernachlässigbar im Vergleich zum Gesamteindruck und watt ist mit 15kHz? Die Aufnahme ist insgesamt sehr dumpf, da macht ein 15kHz Lowpass mit Sicherheit den Braten nicht mehr fett. Und Proberaummitschnitt lossless? Das ist komplett mit Kanonen aus Spatzen geschossen. Bzgl. Beebles sonsteigen Kommentaren zum Sound bin ich allerdings d'accord ;) . Vielleicht bis auf die Tatsache, dass ich ein Slapback-Delay nehmen würde, wo das Tempo dann keine Rolle spielt.

    Hab nur das erste Stück angehört. Spontanes Feedback: leger gespielt und die Sängerin passt mit ihrer etwas schnodderigen Art gut zum Stil! Verbesserungsvorschläge: den Hall auf dem Gesang stark reduzieren (und evtl. einen schöner klingenden finden). Außerdem die Sologitarre um einiges lauter!