Beiträge von KATESchüler

    M.v.B ist der deutsche Schlagzeugerpapst. Schon seit dem Fachblatt. Legendär. Sympatisch, nett und kompetent.


    Das Problem ist, man kann das Rad nicht 25 mal neu erfinden. Es ist im Prinzip das Meiste schon mal da gewesen.
    Also muss man jede Kleinigkeit neu aufblasen und einen dicken Bericht, Workshop oder Test machen.


    Beispiel: der Benny Greb Workshop über Zeitmanagement. Wurde über 4 Ausgaben aufgeblasen und hätte eigentlich auf eine halbe Seite gepasst.
    Sowas ärgert mich, und wirklich Neues hat der Gute dabei auch nicht rausgefunden.


    Auch so was: Immer dieselben Gesichter auf den Workshop-Masterclass-Veranstaltungen (incl. Manni, der soll ja auch drüber schreiben)

    Das Modell der Musikschulen wird über kurz oder lang auslaufen. Schon jetzt kämpfen Musikschulen mit der Gestaltung der Stundenpläne, bringen kaum noch ihre Schüler effizient unter oder müssen Schüler aus verträgen entlassen, da keine vernünftige Terminübereinkunft gefunden werden kann. Der Gruppen und Großgruppenunterricht hält Einzug. Der Nachmittagsunterricht sowie die Ganztagsschulen werden ausgebaut, viele reine "Instrumentallehrer" schulen schon jetzt um, bzw. arbeiten in in Berufsfeldern die teils Meilenweit von ihrem ehemaligen Berufswunsch (Musiker, Schlagzeuglehrer) entfernt sind, oder werden plötzlich mit Boomwhackers ganze Schulklassen auf niedrigstem Niveau "unterhalten" müssen. Instrumentalerer mit "Anstellung" werden von ihren Musikschulen entlassen und auf Honorarbasis wieder eingestellt. Nebenan gibt es den Unterricht vom Hobbymusiker für einen "fünfer" oder sogar für lau... immer mehr Musiker werden von Dozenten und Prof.´s ausgebildet nur um denen Rente zu sichern... die juckt es nicht die Bohne wie Du später über die Runden kommst. Immer mehr Musiker werden ausgebildet obwohl es immer weniger Gigmöglichkeiten gibt und schon Lange keine Gagenunterschiede zwischen "Profi" und "Hobbymusiker" besteht. Musikschulen werden von Gemeinderäten in Frage gestellt... Zuschüssen und Lehrerstellen werden gestrichen. BAT oder TvöD gehören inzwischen zu den Dino´s in der Instrumentallehrerszene - es lebe der "freischaffende Musiklehrer". Politiker wollen die Künstlersozialkassen dicht machen und Gewerbesteuer für freischaffende Musiker einführen...


    Ich wünsche Dir viel Spaß im neuen Job! :thumbup:



    Genau so ist es. Und das ist das Beste, was der Musikbranche passieren kann.
    Desto mehr muss man sich jetzt anstrengen.
    Das steigert auch gleichzeitig wieder das Niveau und die Kreativität.
    Die ist nämlich im durschnittlichen Musiker- und Musiklehrer-Markt ein wenig auf der Strecke geblieben.

    Interessant. Aber ist es nicht auch lustig, dass Du das in einem elektronischen Forum schreibst...:-)


    Ich denke aber wir verkrüppeln nicht, sondern wir werden nur bequemer, weil wir eben die Möglichkeit dazu haben.
    Dafür müssen wir ne Menge Mehrarbeit beim durchlesen leisten. Früher ist man einfach weggegangen...

    Die Kirmesband versucht so nah wie möglich an das Original zu kommen, weil das die Leute hören wollen.
    Die JazzCombo versucht so weit wie möglich sich vom Original zu entfernen und verfremdet bewusst. Je kreativer, je musikalischer - umso besser.


    Also ja, es gibt in der Definition Gemeinsamkeiten. Aber in der Praxis: verstehst Du den Unterschied zwischen A: "genauso-machen/nachspielen/nicht selbst gemacht" und B: "eigene Ideen/Kreativität/neu erfinden"?


    Ein guter professioneller Schlagzeuger sollte A UND B beherrschen. Und eben das fehlt mir (persönlich und meine Meinung) sehr häufig.


    Ja, das habe ich erkannt. Danke, für Deine Aufmerksamkeit.


    FrEaK Ich habe nichts gegen Coverbandmusiker. Aber gegen Musiker, die sich etwas drauf einbilden. Ein Lied nachzuspielen ist nicht wirklich so schwer. Klar, es gibt Ausnahmen. zB Dream Theater Coverband wäre schon mal eine schöne Sache.
    Aber hast Du mal versucht in Deutschland mit eigener Musik in Clubs zu spielen? Oder Kneipen? Irgendwas läuft da doch falsch.

    Interesante These... wobei in meinem Kopf immer noch etwas kreist (Stichwort: Polarisation), was soll ich von einer (vermuteten) Frau halten, die folgendes lustige Wort schrieb: "Fachlecktüre" ?


    Ich geh jetzt Pennen.


    Ja, blöd. Aber ->Interessant<- schreibt man so, Du Wurst! :evil:

    Die oben genannten Drummer polarisieren. Der Grund ist Geschmackssache. Und vielfach Zeitgeist. Und wir werden zugekleistert in unserer "Fachlecktüre" mit Werbung dieser Drummer. Und meine Vermutung ist, wir hinterfragen meist gar nicht mehr, ob wir diesen oder jenen Drummer wirklich gut finden. Häufig wollen wir einfach nur mitdreden und mal was "wichtiges" sagen.


    Und da sind wir bei den Drummern, die für mich mächtig polarisieren. Davon gibts ne Menge im Forum.
    Typen, die so tun, als wären sie "Profis". Die machen auch noch Videos und wollen irgendwelche Techniken erklären.
    Kennen jeden Beckenfilz persönlich, alle amtlichen Plugins, jede noch so abstruse Spieltechnik. Geben meist auch noch "professionellen" Unterricht.
    Aber spielen nur in "Cover" Bands.


    Und wenn man mal genau nachschaut, haben die noch nie einen vernünftigen graden Beat hinbekommen.


    Meine Erfahrung: Leute, die wirklich Musik machen wollen und leidenschaftlich trommeln, brabbeln weniger Mist.

    @ Luddie: Danke!!




    Wolle S. : Danke auch für Deine Meinung. Und freundlich bin ich immer :thumbup:
    In einem Forum darf und soll man aber auch diskutieren, denn richtig stiLezZ: thats the beauty of it.



    Deswegen Wolle S: Ich finde, so siehts leider nicht aus. Romantische Verklärung auch nicht. Messlatte? Welche Messlatte? Ganz ehrlich, das interessiert mich überhaupt nicht (und das kannst Du gerne wieder auseinander nehmen und kritisieren :D ,Feuer frei!).


    Und irgendwelche Initiationsriten schon gar nicht. Und genau das ist es doch: „wir haben das schon immer so gemacht, und wenn Du das anders machst, geht das so gar nicht“.


    Sicher, stiLezZ ist noch kein Profidrummer und da sind Fehler und und und…


    Aber dieser eine Punkt, es eben anders zu machen und seine eigene Kreation zur Diskussion zu stellen, möchte ich honorieren. Und das ist nicht romantisch sondern ganz pragmatisch, denn diese „Dickköpfigkeit“ soll man sich behalten. Eine Menge berühmte Drummer haben genau diesen Punkt immer gepflegt. Ich will nicht mit Dir über Stewart Copeland diskutieren, aber irgendwie hat der eine Menge Dinge ganz anders gemacht. Und allein schon dieses nicht konforme Querschiessen finde ich persönlich eine Sache, die man sich unbedingt behalten muss. Wenn man davon überzeugt ist und sich gegen die ganze Masse der „amtlichen“ Drummer und Mitläufer mal abhebt: Wunderbar!


    Das ist es, was ich auch hier im Forum vermisse. Aber auch in den Magazinen und den Drummertreffen und Workshops. Ja, ich muss hier nicht sein und da auch nicht hingehen. Sicher.
    Aber findest Du nicht auch, man sieht dort immer die selben Abläufe, dieselben Sprüche, dieselben Fragen in den Interviews…und mal ganz provokativ: bekommt man dort nicht immer nur das bestätigt, was man eh schon weiß?


    Mal einen ganz großen Bogen gespannt und ich vermute, dass ist ein bisschen zu weit hergeholt:


    Das ist auch einer der Gründe, warum es der Musikindustrie sehr schlecht geht. Die Innovation wird einfach nicht gefördert und das hat sich selbst in den unteren Schichten der Amateure und Beginner festgesetzt. Es gibt nur noch CoverBands (besser noch ThemenCoverBands).
    Langweilig!


    Deswegen tausend Dank für das Willkommen, nein, ich mache es mir nicht gemütlich! :thumbup:

    ?? Verstehe das ganze Gemeckere nicht so. Ich finde es super. Und das ohne Ironie.
    Ganz klar: er spielt ein Cymbaltournaround (mit 16tel Triolen-Phrasierung) naja bzw. nirgendwo steht geschrieben, wie das Jazzpattern sein muss. Finde diesen "amtlich und so muss das sein" Ansatz persönlich sehr langweilig.
    Außerdem die Kombination Jazz mit einer Art von Metalpattern zu vereinen sehr cool. Klar der Jojo Meyer macht das um ein vielfaches besser, aber auch er, wie auch ne Menge andere berühmte Drummer sind das Wagnis eingegangen Drum&Bass, HipHop, Crossover mit Jazz zu verbinden.
    Ganz klar, der ist auf einem anderen Niveau. Aber eigene Kreationen, egal wie unkonventionell das Ergebnis sein mag, finde ich immer noch besser als Coverbandmucker, die keinen Output haben!!
    Und nicht jeder kann sich ein Videoschnittplatz mit Hightechaudiointerface leisten.
    Also Kollege, weiter so und immer neugierig sein....!!