Hallo,
mal ein paar Inputs von meiner Seite. 
Eins / zwei Infos zu meinen Erfahrungen vorab:
Meinen ersten Gehörsturz hatte ich 1999.
Den zweiten dann Anfang 2000.
Diese beiden Ereignisse als junger Mensch haben mich zum Glück motiviert, seit der Zeit meine Ohren immer möglichst gut zu schützen.
Mit Ende 30 hab ich noch das große Glück bis 16kHz hören zu können und auch jeder Hörtest war bislang noch sehr gut.
Ein gesundes Gehör ist neben der Trommelei und Live Ears auch in meiner hauptberuflichen Tätigkeit sehr wichtig.
Elementar wichtig zum Schutz des Gehörs ist das Vermeiden von hohem Pegel auf die Ohren über eine längere Zeit.
Nur weil jemand mit In-Ears oder mit Kopfhörern Musik macht, bedeutet das noch nicht den Schutz des Gehörs.
Ich muss immer wieder feststellen, dass Musiker ihre In-Ears viel zu laut fahren und ihre Ohren stärker schädigen, als beim musizieren komplett ohne Gehörschutz.
Neben der Außendämpfung der In-Ears ist also auch der Mix und die resultierende Lautstärke wirklich kriegsentscheidend!
Ob nun angepasste Hörer oder welche mit Aufsatz, macht in Sache Abdichtung (bei gutem Sitz) erstmal keinen großen Unterschied.
Bei einer Hochtondämpfung jenseits der 25dB gibt es auch auf einer Bühne mit lautem Trommler keine Probleme.
Der Mix muss aber ausgewogen und leise sein!
Die besten Hörer mit dem besten Sitz und der maximalen Abdichtung helfen leider keinen Stratz, wenn man sich die Trommelfelle dann im Ohr durch einen zu lauten und schlechten Mix malträtiert!
Für Monitoring auf der Bühne (egal ob Wedges, Kopfhörer oder In-Ear) gilt die Regel: „so leise wie möglich / nur so laut wie nötig“.
Die Kombination von In-Ears + Mickey Mouse halte ich für absolut nicht nötig und auch eher kontraproduktiv.
Wenn sich unter der Mickey Mouse tieffrequente Resonanzen ausprägen, hat man noch mehr „Gewummer“ auf den Ohren.
Nach meinen Gehörstürzen konnte ich Wochen lange keine Musik ertragen.
Erst muss die Psyche wieder mit Musik klar kommen und die Angst vorm nächsten „Knall“ muss weichen.
Dann sollte man langsam wieder damit anfangen.
Die Pegelabsenkung verschiedener Frequenzen ist in der heutigen Zeit mit einem beherzten Griff zum EQ kein Problem mehr.
Allerdings sollte man sich den Mix nicht „Badewannig“ machen und dann den Pegel wieder hochziehen!
Einige meiner Hörer haben einen kräftigen Hochton-Boost ähnlich eines angehobenen Shelf Filters.
Dies ist eine bewusste Entscheidung und kommt dem oft dumpfen und matten Sound auf der Bühne entgegen.
Man kann durch die hohe Auflösung einen deutlich leiseren Mix fahren.
Ich rate auch in der heute Zeit definitiv zum Stereo In-Ear Mix!
Was in den vergangenen Jahren noch als Luxus galt, ist mittlerweile durch die vielen Digitalpulte kein Thema mehr.
Durch das Panorama lässt sich auch bei geringen Lautstärken noch deutlich mehr hören.
Auch ein EQ auf dem Monitor Weg ist kein Problem und kann nochmal deutlich helfen den fertigen Mix auf dem Ohr aufzuräumen.
Bei Interesse gebe ich bei technisch versierten Kunden auch EQ Empfehlungen je nach Hörer Typ mit, da elektronisch mit kleinen Eingriffen sich immer noch ein bisschen was optimieren lässt. 
Ob nun ohrangepasst oder universelle Gehäuse, wichtig ist ein guter und stabiler Sitz.
Ich habe viele verschiedene Gehäuseformen und Größen zur Auswahl, dass für jedes Ohr etwas zu finden ist.
Die meisten universellen Hörer werden auf Masse produziert und sollen möglichst viele Menschen IN das Ohr rein passen.
Rein paasen bedeutet aber definitiv keinen stabilen Sitz.
Hier gibt es sehr große Unterschiede und ich empfehle Interessenten das ausgiebige Testen der verschiedenen Gehäuseformen.
Unabhängig davon gibt es verschiedene Treiberkombinationen mit unterschiedlichen akustischen Abstimmungen zu Auswahl.
Auch unabhängig der Lautstärke gibt es für Gehörstürze noch weitere Ursachen die geprüft werden sollten.
Stress und muskuläre Verspannungen sind in den allermeisten Fällen parallele Ursachen für diese Probleme!
Man sollte dies auch prüfen lassen und ggf. an solchen Problemen arbeiten.
Sollte es Fragen geben die ich evt. beantworten kann, stehe ich auch gerne für ein Telefonat zur Verfügung. 
Einfach melden…
Sorry für den langen Dialog! 