So unnatürlich wie es hier breitgetreten wird ist der TG nicht. Für mich fühlt es sich jedenfalls nicht unnatürlich an. Eher natürlich. Nicht nur bei Jazz.
Natürlich nimmt ein Anfänger die Sticks automatisch mit MG in die Hand, aber warum erzählen hier immer wieder Leute die MG spielen,
dass sie automatisch auf TG wechseln wenn zb. Jazz gespielt wird? Weils so unnatürlich ist?
Ich würde eher sagen, weil sie einen bestimmten Sound suchen, oder ein bestimmtes Feeling.
Ich hab die Gabel als Kind auch nicht sofort so gehalten wie jetzt, funktioniert jetzt aber ganz gut, damals nicht.
Dieses pro/kontra auswägen und vergleichen der Haltungen geht völlig am eigentlichen Ziel vorbei, finde ich.
Wie man sich hinsetzt, wo man seine Becken hinhängt, wie schräg man die Toms hängt, und wie hart man die Felle anspannt, das entscheidet jeder anders. Natürlich sollte mann gucken dass mann sich keine Klötze in den Weg baut, aber am Ende ist Musik keine rationale geschichte, sondern hat mehr mit Feeling und Sound zu tun.
Ich habe vor ca. einem Jahr auf TG gewechselt, und obwohl es mich technisch natürlich erstmal zurückgeworfen hat, habe ich musikalisch einen riesensprung nach vorne gemacht. Ich hatte neue Ideen und hatte das Gefühl alles klingt besser was ich spiele. Weil ich da einfach "meine" Haltung gefunden habe.
Also nochmal: Man kann mit beiden Haltungen beides spielen, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist wie es sich anfühlt und daraus resultierend wie man klingt.