Bei meiner 20er und 18er Bass-Drum habe ich als Schlagfell ein Remo Weiß Coated Powerstroke 3, mit kleinem Patch wo der Beater auftritt, da Single-Pedal.
Die stimme ich so, das genügend Spannung ist um einen definierten Ton zu generieren, der Beater aber nicht "flammt", wenn ich den mal auf dem Fell liegen lasse. Damit erreiche ich schon ohne Reso einen (für mich persönlich) vollen warmen punchy Sound, der ja schon relativ gedämpft ist, aber noch etwas Sustain/Decay bietet, welches man mit kleinem weichem Handtuch von aussen zwischen Fell und Fußmaschine einkürzen kann, falls überhaupt nötig.
Als Reso habe ich jeweils ein Fiberskyn, 1x geschlossen und 1x mit kleinem Loch. Das dämpfe ich mit Sonor Filzstreifen. Allerdings eingekürzt und mit wenig Tesa geklebt, damit der Filz nicht auf der Gratung liegt, so wie in den Anhängen. Das bedingt etwas Tüftelei bis man eine gute Stelle gefunden zur passenden Dämpfung hat, die das Sustain/Decay etwas einkürzt, gleichzeitig aber noch schwingt und einen Ton generiert, den man rauf oder runter stimmen kann. Hier dämpfe ich dann nicht noch zusätzlich.
Insgesamt also ein eher offener, voller, bauchiger und lebendiger Sound. Tontechniker sind inzwischen froh darüber, das ich meine Drums eher tendenziell höher stimme und fast gar nicht dämpfe, da sie dann mit wenig Noisegates und Equalizer einen vollen natürlichen Sound erhalten. Oder das wegnehmen, was sie nicht in den Frequenzen brauchen und "spielen" können.
Warum Filz? Vielleicht weil es ein Klassiker ist - und einmal installiert ich darüber nicht mehr nachdenken/nachjustieren muss?! Abgesehen davon kann man den Filzstreifen auch von außen zwischen Fell und Hoop klemmen, dann liegt er nicht auf der Gratung. Aber selbst wenn - finde ich das bei einer Bass-Drum, gerade bei größeren Durchmessern, eher unproblematisch.