PayPal und QR-Code statt Hut beim Gig? Inkl. Umfrage

  • Ich finde die Idee gut, über QR-Codes und z.B. PayPal eine Möglichkeit Hutgeld bei Gigs zu bezahlen anzubieten. 19

    1. Nein (10) 53%
    2. Ja, gute Idee, machen wir aber nicht. (9) 47%
    3. Ja, und meine Band bietet das auch an. (0) 0%

    In den USA ist es bei vielen kleineren Konzerten gang und gäbe, dass neben einem Hut bzw. einer Plastikdose für das Hutgeld die Band einen QR-Code ausgedruckt hinstellt, der für "Spenden" über Venmo (eine PayPal-Tochter) gedacht ist. Die Leute können dann darüber virtuell bezahlen - kein Ding, mE völlig akzeptiert.


    https://www.kxan.com/news/local/austin/austin-bands-use-venmo-for-tips-to-adapt-as-more-fans-go-cashless/1969175228/


    Hier in Deutschland habe ich das noch nie gesehen. Ich würde das gerne mal ausprobieren, aber in meiner Band sind die Meinungen unterschiedlich ("in Deutschland noch nie gesehen", "wirkt gierig", "tolle Idee").


    Wie seht ihr das?

    Habt ihr das schon mal gesehen oder sogar selber angeboten?


    Nutzt gerne die Umfrage (vielleicht habt ihr noch mehr Antwortvorschläge, die ich noch aufnehmen kann) - freue mich aber auch über Kommentare etc.

    Rogers, Gretsch und Toontrack beherrschen mein Leben!

  • .Twint ist wirklich überall anzutreffen. Auch in Musiklokalen gibt es das als Ergänzung zum Hut. Oder bei Stassenmusiker*innen. Ich bin mittlerweile verwundert, wenn ich nicht so zahlen kann. 😂

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Bin da zwiegespalten. Meine Bands sind für mich auch eine Art Rückzugsort, vor dem schnelllebigen, digitalisierten, unmittelbaren Leben geworden. Hier ticken die Uhren anders als im restlichen Leben und diese sentimentale Romantik will dann eher, dass Merch und Tonträger gekauft werden, das fühlt sich einfach schöner an, ist greifbarer. Auch wenn das mittlerweile bestimmt für manche an der Schwelle zur Nostalgie steht.

    Ist aber natürlich auch ein Unterschied, ob die Leute wegen einem kommen, oder ob man "nur" als Teil des Geschehens zum Setting beiträgt.

  • .Twint ist wirklich überall anzutreffen. Auch in Musiklokalen gibt es das als Ergänzung zum Hut. Oder bei Stassenmusiker*innen. Ich bin mittlerweile verwundert, wenn ich nicht so zahlen kann. 😂

    Bezieht sich das auf die Schweiz?

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  • .Twint ist wirklich überall anzutreffen. Auch in Musiklokalen gibt es das als Ergänzung zum Hut. Oder bei Stassenmusiker*innen. Ich bin mittlerweile verwundert, wenn ich nicht so zahlen kann. 😂

    Bezieht sich das auf die Schweiz?

    Ja. TWINT ist ein national begrenzter Bezahldienst.

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  • Ich denke, der Unterschied zwischen D und den USA ist sicherlich auch, dass bei letzteren viel weniger Bargeld im Umlauf ist und tendenziell alles über e-Geld abgewickelt wird. In den Staaten ist die Wahrscheinlichkeit also viel größer, dass Hörende, die gerne etwas Geld dalassen würden, gar kein Bargeld dabei haben.


    Ich sehe diesen Trend aber auch in Deutschland wachsen. Viele gehen nur noch mit dem Smartphone einkaufen, insofern ist es sicherlich nicht dumm, bei Auftritten beides anzubieten: Hut und QR-Paypal-Wasweißich-Bezahlung.

  • Wenn du von den modernen jungen Leuten auch eine Spende haben möchtest, musst du das wohl so machen. Ich persönlich finde das recht befremdlich und hoffe, dass die Abschaffung des Bargelds noch lange auf sich warten lässt.

    Normal ist, wie ich bin!

  • Wer redet denn von "Abschaffung"?
    Aber Tatsache ist eben auch, dass mittlerweile nicht mehr jeder Bargeld, vor allem Kleingeld, dabei hat.
    Ich denke, den Leuten möglichst niederschwellig ein Angebot zu geben, irgendwie zu spenden, hilft sicher ein bisschen mehr einzunehmen. Den klassischen Hut kann man ja dennoch aufstellen oder rumgehen lassen.


    Die meisten Bands die ich kenne, die regelmäßig auftreten, haben am Merchstand auch ein Kartenlesegerät oder einen Link zu PayPal am Start.
    Aufdringlich finde ich da überhaupt nichts.

  • Aber Tatsache ist eben auch, dass mittlerweile nicht mehr jeder Bargeld, vor allem Kleingeld, dabei hat.

    in den meisten Klubs und Veranstultungsorten in denen ich mit meinen Rumpelkapellen spiele, gibt es keine Option bargeldlos sein Bier zu bezahlen.
    Die Leute haben also Bargeld dabei.

    Beim Merch ist die Idee, optional mit QR code nicht schlecht. Wenn das ganze Bargeld vertrunken ist, kann man so noch Merch mitnehmen. :)

    don´t panic

  • Non-Smokey

    Hat den Titel des Themas von „PayPal und QR-Code statt Hut beim Gig?“ zu „PayPal und QR-Code statt Hut beim Gig? Inkl. Umfrage“ geändert.
  • Das hieß es schon bei Straßenmusikern in England vor 5-10 Jahren dass wenn sie Kartenzahlung anbieten wesentlich mehr einnehmen. Dabei muss die Bedienung natürlich möglichst unkompliziert sein, heutzutage per NFC durch auflegen mit voreingestelltem Betrag und ein paar Buttons mit vorausgewählten Beträgen.



    Es gibt z.B. die App VR PayMe von der Volksbank. Damit kann man NFC Kartenzahlungen annehmen und man muss gar nicht Volksbank Kunde sein soweit ich weiß und geht auch für privat.



    Wenn eine Band eigens beim Finanzamt gemeldet ist müsste die Registrierung bei SumUp gehen. Bei SumUp ist es aufwendiger wenn man keine eingetrage Firma/Verein (Handelsregister etc.) ist, da man ein Bankkonto bekommt und es nur für Geschäftliches ist muss man einen Prozess durchlaufen. Das kann also etwas dauern, aber dann ist es immer noch der einzige Anbieter der monatlich nichts kostet wenn man es nicht nutzt. Es gibt eine App für Handy/Tablet und die Solo Terminals funktionieren autark (LTE eingebaut inkl. Datenflat). Falls das für jemanden interessant ist, es gibt einen Link über den man dauerhaft weniger Gebühren zahlt.

    Ich hätte auch so gern ein Hobby...

  • Aber Tatsache ist eben auch, dass mittlerweile nicht mehr jeder Bargeld, vor allem Kleingeld, dabei hat.

    in den meisten Klubs und Veranstultungsorten in denen ich mit meinen Rumpelkapellen spiele, gibt es keine Option bargeldlos sein Bier zu bezahlen.
    Die Leute haben also Bargeld dabei.

    Beim Merch ist die Idee, optional mit QR code nicht schlecht. Wenn das ganze Bargeld vertrunken ist, kann man so noch Merch mitnehmen. :)

    ja, Deutschland ist da noch weit hinter dem Mond. Geh mal in irgendeinen Club in LA oder zum Bsp, in Liverpool . dort sind die völlig überfordert wenn du bar zahlen willst.

  • Ich hab das in Ö auch noch nie gesehen, finde die Idee aber gut, sowas zusätzlich zum Hut anzubieten. Es wirkt aufgeschlossen/modern, und ich denke, dass man dadurch doch noch den einen oder anderen Euro dazubekommt, denn wenn jemand eben kein Kleingeld mithat, aber nicht 20€ in den Hut werfen will, dann ist dass schon praktisch. Und ich merke es bei mir selbst, dass ich bargeldlos doch auch etwas mehr ausgebe in manchen Bereichen.


    Edith hat gerade ein bisschen gegoogelt, mit Paypal kann man das auch machen, das ist hierzulande wesentlich bekannter (venmo geht in Ö noch gar nicht). Werde das gleich mal bei der nächsten Probe mit der Band besprechen

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

    Einmal editiert, zuletzt von danyvet ()

  • Ich betreue in Mainz etwa 40 Konzerte und Bands pro Jahr in einem Laden mit 150/250 Kapazität (je nach VVK-Zahlen öffnen wir die Bereiche). Von Shows zwischen 20 Leuten im Publikum bis zwei Tage hintereinander ausverkaufte Shows ist alles dabei. Die Bands kommen zu 90% aus Deutschland, Österreich, der Schweiz oder BeNeLux, teilweise aber auch aus Australien, den USA usw. Die Bands sind in der Regel mittelgradig bekannt, einzelne Veranstaltungen mit lokalen Bands gibt es auch. Etwa 60-70% der Bands bieten irgendeine Form der digitalen Zahlung beim Merch an. Viele haben SumUp Geräte dabei, einige regeln über Paypal. Bargeld wird gern für Spritkosten und Verpflegung unterwegs angenommen.
    Bei unserem wöchentlichen Hut-Konzert sammeln wir klassisch Bargeld, es gibt aber die Möglichkeit an der Theke Geld abzuheben, bzw. seine Getränke digital zu bezahlen. Die Regelung hier ist, dass immer mindestens 20€ abgehoben werden müssen. Will man nur ein einzelnes Getränk zahlen, wird die Differenz in Bar ausgezahlt. Das kann dann wieder in neue Getränke, Merch oder den Hut investiert werden.

  • Guten Morgen,


    ich frage mich immer: cui bono?


    Und die Antwort lautet: 1. demjenigen, der so etwas anbietet.

    Je nach Klientel ist es wohl mal so und mal so und vielleicht ändert sich auch alles irgendwann.

    Bei mir als blutigem Amateur ist so etwas zu meinem Glück noch kein Thema.


    Und wenn ich Geld ausgeben will, dann mache ich das gewöhnlich klassisch.

    Alle neuen Systeme kosten mich mehr Zeit und mehr Daten - lose-lose sozusagen.


    Können die Leute nicht einfach Eintritt nehmen?

    Das ist für mich die ehrlichste Form, aber vielleicht nicht die lukrativste.


    Grüße

    Jürgen

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