Pearls Brasilien Dingens

  • nabend
    immer wenn ich in einem Bahnhof bin, schau ich mir wegen der Zugverspätungen in den Presseläden die Drumzeitschriften an. Gestern konnt ich in Mannheim nachlesen, dass Pearl ja scheinbar fett in die Aluminiumkessel eingestiegen ist mit dem "Brazilian Percussion Samba Kit" .



    Wie man bei Steve Weiss Music nachsehen kann, gibts scheinbar auch alles einzeln für den engagierten native AfroBlocker oder vermutlich die zahlungsmässig größere Zielgruppe: Mitglieder von Krautsambagruppen (sorry).


    wie dem auch sei, mich wunderts, dass es in Brasilien meines Wissens nach keine kompletten drumsets aus Aluminium gibt, obwohl die die Repinique, Surdo & co. ja quasi erfunden haben. Ich kann mich ja auch irren, aber gesehen habe ich vor Ort nie so ein Set wie dies, obwohl da ja eigentlicher jeder bras. Drummer auf die Idee kommen müsste, so ein Teil mal zusammenzustellen. Meiner Erfahrung nach trommelt man da mit solchen kesseln nur in der Gruppe mit mindestens 20 trommlern. In den Bands standen da immer normale Set rum, von RMV bis Pearl, Holz eben


    so recht erschließt sich mir der Sinn auch von dem Set nicht, die Musik zu Aluminiumklang muss imho auch erst noch erfunden werden...


    filosofien erwünscht

    3 Mal editiert, zuletzt von Psycho ()

  • Hallo,


    die Eimersammlung besteht laut dem Bericht in der Trommelzeitschrift vom Bahnhof nicht nur aus Aluminium, es ist auch ein bisschen Holz dabei und die Halterungen sind bemüht, ihrem Namen gerecht zu werden wie man wohlwollend zu berichten weiß.
    Einzeln mag das Zeug ja seinen Sinn zu entfalten wissen, so ist das mehr back to the roots (ich sammele mal meine Eimer und bastele mir ein Schlagzeug). Schön, dass die Samba-Firma Pearl es geschafft hat, sogar die Felle in den brasilianischen Nationalfarben einzutunken, so wirkt alles schön bunt und man kann die heißen Rhythmen im beginnenden Herbst gleichsam nach Farbcode spielen: gelb = hoch (wie der Gesang des Kanarienvogels), blau = tief (wie der atlantisch Ozean). Das Ganze im Look des Behälters für Wertstoffe aus der Küche - lecker, lecker. Und ganz stilsicher dann noch die verchromte Hardware aus dem modernen Popularmusikbereich. Da stimmt alles.
    Tiefe Kessel kommen wieder in Mode - das war doch klar, das ist die Anwort auf hyper. Omnitune in Perfektion wäre auch dabei, super.


    Grüße,
    Jürgen

  • Als ich die Teile in der Sticks gesehen habe, konnte ich meinen Augen nicht trauen ob der Preise. Ich halte es für eine zum Scheitern verurteilte Schnapsidee der verantworlichen Pearl-Abteilung. Fett ist da gar nichts, es wird beim Versuch bleiben.

    -
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  • von fett zu fettnapf isses nur ein kleiner schritt...
    ich frag mich nur, wo soll man das einsetzen?
    ich hab mal ne Zeitlang ein GOPE-Repinique als Sidetom am Force 3000 eingesetzt, aber irgendwie klang das wie ne Blockflöte zwischen den Trompeten von Jericho. Durch das Aluminium und den nur 4 Stimmschrauben ist der Grundton immer eine Mischung aus 5 Millionen Obertönen, von denen man nur die Hälfte kontrollieren kann. Sambatrommeln funktionieren m.E. insgesamt nur als Masseninstrument. Würden Ameisen denken, dann wär das wohl ihr weg zum Rock'n Roll :D nee, im ernst, ein Repinique allein klingt imho immer scheiße, 10 gleichzeitig annehmbarer weil die singenden Frequenzen sich scheinbar gegenseitig eliminieren und nur noch der bekannte Attach übrig bleibt, der bei den Sambatruppen so geschätzt wird.
    Jürgen, wenn Pearl nun sagt, das ist Holz mit Aluminium gemischt, hätte wir es da nicht sogar mit einer ganz neuen Werkstoffklasse zu tun? Das sollte man dann der NASA mitteilen, vielleicht könnten die das für die nächste Shuttlegeneration verwenden. ich kann mir nur gerad nicht vorstellen, wie das funktioniert. bei welcher Temperatur schmilzt Holz denn mit Alu zu einer Legierung zusammen? Kann man daraus Aluräder bauen, die schwimmen, quasi eine Art Watt-BMX?

  • Hallo,


    nein, ich müsste das mal nachlesen, was erst nächste Woche wieder ginge; nach meiner Erinnerung sind der große und der mittelgroße Eimer aus Holz mit einem blauen Fell und nur die beiden Farbeimer oben sowie die klassische Blechtrommel aus Alu mit einem gelben Fell. Die filigranen Halterungen taugen wohl nur, damit man das Ganze so fotographieren kann, wenn da so ein Holzhacker wie ich dran ginge, würde sich da so Einiges selbständig machen.


    Grüße,
    Jürgen

  • ich halte das eher für einen Werbe-Gag von Pearl um auf ihr neu aufgelegtes Samba-Street-Instrumentarium aufmerksam zu machen.
    ...daß die "Test-Experten" der einschlägigen Zeitschriften darüber nachdenken bzw. sich dazu äußern, sagt doch eher was über deren Niveau aus...?!


    Und wenn Pearl den einen oder anderen Dummen findet (wahrscheinlicher im Sammlerbereich), der sich so einen Unsinn anschafft, dann werden sie das Geld wohl schon nehmen.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • seh das wie Lite-MB.
    Die ganzen Instrumente die da verbau sind haben sie ja eh in ihrem Programm. Wie will man damit aber großartig Marketing betreiben, sodass das bei den Leuten ankommt? Dann überlegt man sich halt nen Gag um irgendwie in die Testberichte zu kommen....


    Und hier wird schon drüber diskutiert, also kann die strategische Entscheidung schonmal nicht ganz falsch gewesen sein.....

    Freizeit Moderations-Arschloch

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